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Smiley-Frau mit mittlerem Schuss umarmt Lamm

Tierpfleger/-in (m/w/d): Ausbildung und Beruf

Zahlen, Daten, Fakten
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Ausbildungsform:
Duale Ausbildung
Schulabschluss:
Hauptschulabschluss
Gehaltsentwicklung während und nach der Ausbildung
1. Jahr
√ė 1.218
2. Jahr
√ė 1.268
3. Jahr
√ė 1.314
Ein­stiegs­gehalt
√ė 1.920
Gehalts­ent­wicklung
√ė 2.500
Karrierechancen und Zukunftsperspektiven

Tierpfleger/-in: Aufgaben

Tierpfleger/innen in Zoos k√ľmmern sich um Tiere verschiedener Arten - von Zwergkaninchen und exotischen Fischen bis hin zu Gorillas, W√∂lfen und Greifv√∂geln. Sie sorgen f√ľr die F√ľtterung der Tiere, gestalten artgerechte Unterk√ľnfte, reinigen diese und halten sie instand. Um die Tiere zu besch√§ftigen, organisieren sie die F√ľtterung so, dass die Tiere ihr Futter selbst suchen oder jagen m√ľssen. Die Tierpfleger/innen beobachten das Verhalten und den Gesundheitszustand der Tiere, um fr√ľhzeitig auf Verhaltensst√∂rungen, Stress oder Krankheiten reagieren zu k√∂nnen. Sie beteiligen sich auch an der Zucht von Wildtieren wie L√∂wen und Tigern sowie gef√§hrdeten Haustierrassen und unterst√ľtzen gegebenenfalls bei der Aufzucht der Jungtiere. Dar√ľber hinaus stehen sie den Besuchern f√ľr Fragen zur Verf√ľgung.

Tierpfleger/-in: Gehalt

Gehaltsentwicklung während und nach der Ausbildung

1. Jahr
√ė 1.218‚ā¨
2. Jahr
√ė 1.268‚ā¨
3. Jahr
√ė 1.314‚ā¨
Ein­stiegs­gehalt
√ė 1.920‚ā¨
Gehalts­ent­wicklung
√ė 2.500‚ā¨

Die Verg√ľtung f√ľr eine duale Ausbildung wird vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und orientiert sich in tarifgebundenen Betrieben an den tarifvertraglichen Bestimmungen. Auszubildenden steht eine angemessene Verg√ľtung zu. Wenn die Ausbildung in schulischer Form erfolgt, beispielsweise an einer Berufsfachschule oder im ersten Ausbildungsjahr als Berufsgrundbildungsjahr (BGJ), entf√§llt die Ausbildungsverg√ľtung.¬†

                                                   

1. Ausbildungsjahr:  1.218
2. Ausbildungsjahr:  1.268
3. Ausbildungsjahr: 1.314

Tierpfleger/-in: Ausbildung

  1. Lehrjahr

  • Systematik, Anatomie, Physiologie und Verhalten von Tieren

  • Pflegen, Halten und Versorgen von Tieren

  • Transportieren von Tieren

  • Einrichten, Reinigen, Desinfizieren und Instandhalten von Tierunterk√ľnften

  1. Lehrjahr

  • Erkennen von Krankheiten, Schutz der Tiergesundheit

  • Mitwirken bei Behandlungen und Eingriffen

  • Lagern, Zubereiten, Verwenden von Futter und Einstreu

  1. Lehrjahr

  • Bestimmen, Pflegen und Versorgen von Wildtieren und Haustieren gef√§hrdeter Rassen

  • Betreuen von Wildtieren und Haustieren gef√§hrdeter Rassen

  • Ausgestalten und Instandhalten zoospezifischer Anlagen

  • Besucherbetreuung

Tierpfleger/-in: Fachrichtungen

Forschung und Klinik

Die Fachrichtung Tierpfleger im Bereich Forschung und Klinik spielt eine entscheidende Rolle in der Versorgung und Betreuung von Tieren, die in Forschungseinrichtungen und veterin√§rmedizinischen Kliniken untergebracht sind. Tierpfleger, die in diesem Bereich t√§tig sind, k√ľmmern sich um das Wohlergehen der Tiere, indem sie f√ľr artgerechte Haltung, F√ľtterung und Pflege sorgen. Sie unterst√ľtzen auch bei der Durchf√ľhrung von Experimenten, Untersuchungen und Behandlungen unter Anleitung von Wissenschaftlern und Tier√§rzten.

Tierheim und Tierpension

Die Fachrichtung Tierpfleger im Bereich Tierheim und Tierpension widmet sich der F√ľrsorge und Betreuung von Tieren, die aus unterschiedlichen Gr√ľnden in Tierheimen oder Tierpensionen untergebracht sind. Tierpfleger, die in diesem Bereich arbeiten, k√ľmmern sich um das Wohl und die Bed√ľrfnisse der Tiere, indem sie f√ľr artgerechte Haltung, Pflege und Besch√§ftigung sorgen. Ihr Ziel ist es, den Tieren ein m√∂glichst angenehmes und liebevolles Umfeld zu bieten, w√§hrend sie auf ein neues Zuhause warten oder zeitweise betreut werden.

Tierpfleger/-in: Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Als Tierpfleger stehen dir verschiedene Weiterbildungsm√∂glichkeiten offen, um deine Kenntnisse und F√§higkeiten zu vertiefen und zu erweitern. Eine berufliche Aufstiegsm√∂glichkeit kann die Weiterbildung zum/zur Tierpflegermeister/-in sein. Wenn doch ein Studium eher etwas f√ľr dich ist, dann empfehlen wir die Grundstudieng√§nge Tiermedizin, Biologie, Agrarbiologie und Agrarwissenschaft.

Tierpfleger/-in: Häufig gestellte Fragen

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Um eine Ausbildung zum Tierpfleger zu beginnen, sind in der Regel einige Voraussetzungen zu erf√ľllen. Zun√§chst solltest du ein hohes Interesse an Tieren und Freude im Umgang mit ihnen haben. Zudem ist in den meisten F√§llen ein Schulabschluss erforderlich, meistens mindestens ein Hauptschulabschluss. Einige Ausbildungsbetriebe verlangen auch einen Realschulabschluss.

Des Weiteren ist es von Vorteil, wenn du k√∂rperlich fit bist, da der Beruf des Tierpflegers oft k√∂rperliche Arbeit beinhaltet. Teamf√§higkeit, Verantwortungsbewusstsein und Geduld sind ebenfalls wichtige Eigenschaften, die du f√ľr die Ausbildung mitbringen solltest.

Je nach Ausbildungsbetrieb können auch zusätzliche Voraussetzungen oder Anforderungen gestellt werden. Es empfiehlt sich daher, sich vorab genau zu informieren und gegebenenfalls auch Praktika in Tierheimen oder ähnlichen Einrichtungen zu absolvieren, um erste Erfahrungen zu sammeln.

Wie sieht der Berufsalltag als Tierpfleger aus?

Die Arbeit als Tierpflegerin ist abwechslungsreich, aber auch anspruchsvoll. Sie beinhaltet das Tragen schwerer Futters√§cke und Reinigungsger√§te zwischen den Gehegen. Sowohl in Innen- als auch Au√üenbereichen t√§tig, ist man den Witterungseinfl√ľssen ausgesetzt. In den Innenr√§umen k√∂nnen bei√üende Ger√ľche durch Ausscheidungen, Futter und Desinfektionsmittel auftreten. Der t√§gliche Umgang mit Tierhaaren ist unvermeidlich, ebenso wie die Notwendigkeit, Tiere aller Art zu handhaben.

Wochenend- und Feiertagsdienste sind √ľblich, da die Tiere kontinuierlich versorgt werden m√ľssen. Schichtarbeit geh√∂rt ebenfalls zum Berufsalltag. Handwerkliches Geschick ist bei der Instandhaltung der Unterbringungen vonn√∂ten. Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Medikamenten und Futterdosierungen ist erforderlich, wobei stets auf den Zustand und das Verhalten der Tiere geachtet werden muss.