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Was kostet das Leben (Part 4) – Einkommen

Afterwork

Ganz schön viel Geld. Und woher soll das alles kommen? Es gibt einige Möglichkeiten der finanziellen Förderung und Unterstützung. Welche das genau sind, an wen du dich wenden musst und ob du überhaupt Anspruch darauf hast, kannst du hier nachlesen.

Ausbildungsvergütung

Je nach Arbeitgeber und zu erlernenden Beruf kann die Summe hierbei natürlich sehr weit schwanken. Der deutschlandweite Durchschnitt liegt bei 881 € pro Monat. Auf deinem Vertrag steht dein Bruttogehalt. Nach den Abzügen bekommst du aber nur dein Nettogehalt auf's Konto überwiesen.

Und welche Abzüge sind das?

Lohnsteuer, Kirchensteuer, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung. Dazu findest du hier alles, was du wissen musst.

Kindergeld

Außerdem steht dir Kindergeld zu, sofern du unter 26 bist und noch keine abgeschlossene Berufsausbildung oder Studium hast. Die Höhe des Kindergeldes orientiert sich an der Anzahl der Kinder. Ab dem 1. Kind 204€, ab dem 3. Kind 210€ und ab dem 4. Kind 235€. Sprich mit deinen Eltern darüber, ob sie dir das Geld einfach auf dein Konto überbuchen oder beantrage direkt bei  der Agentur für Arbeit, dass sie es dir überweisen.

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Sehr interessant ist die Berufsausbildungsbeihilfe, kurz BAB. Du hast einen Anspruch auf BAB, wenn du eine duale Ausbildung machst und nicht mehr zuhause wohnst. Wie hoch dieser Betrag am Ende ist, hängt unter anderem vom Einkommen deiner Eltern ab (das kannst du auch übrigens kostenlos berechnen lassen). Lass dich aber nicht gleich davon abbringen, wenn deine Eltern gut verdienen. Einen Antrag zu stellen kostet nichts und selbst, wenn nicht viel BAB bewilligt wird, kannst du dich dadurch zum Beispiel vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Der Höchstsatz beim BAB liegt bei 538 € monatlich (plus Mietzuschuss von höchstens 84€). Probieren kannst du es in jedem Fall.
Aber: wenn du eine schulische Ausbildung machst, hast du keinen Anspruch auf BAB. Dafür kannst du versuchen einen Antrag auf Wohngeld zu stellen. Du musst einfach den Ablehnungsbescheid des BAB vorlegen.

Unterhalt

Vielleicht kannst du auch mit deinen Eltern das Thema Unterhalt besprechen. Rein rechtlich sind Eltern verpflichtet, ihren Kindern Unterhalt zu zahlen, bis diese ihre erste berufliche Ausbildung abgeschlossen haben. Die Höhe des Unterhaltes misst sich am Einkommen der Eltern. Doch VORSICHT: Viele Eltern werden bei dem Thema schnell empfindlich. Auf deinen Unterhaltsanspruch zu bestehen, kann zu viel Streit und Diskussion innerhalb der Familie führen. Sprich mit deinen Eltern, ob sie dich vielleicht unterstützen wollen und können. Vielleicht könnt ihr euch ja auch bei einem kleineren Beitrag treffen. Das A und O ist hierbei Geduld, offene und ehrliche Kommunikation, sowie Verständnis auf beiden Seiten.

Nebenbei ein wenig Geld verdienen

Du hast keine Zeit für drei Nebenjobs (oder verständlicher Weise keine Lust)? Brauchst du doch auch gar nicht. Wenn du dir neben deiner Ausbildung oder deinem Job noch etwas dazu verdienen möchtest, findest du hier ganz viele Ideen.