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Völlig smart zur Abschlussfahrt

Afterwork

Das letzte Schuljahr steht bevor und man weiß gar nicht, ob man sich unmotiviert oder motiviert fühlen soll. Irgendwie ist die Kraft völlig raus, doch auf der anderen Seite sind es halt auch nur noch ein paar Monate und dann ist hinter dem Thema Schule ein dicker fetter Haken. Da es sich motiviert einfach schöner lebt, planen viele Schüler eine letzte gemeinsame Fahrt, wo einzig der Spaß im Vordergrund stehen soll. Mit der Motivation kann es allerdings schnell wieder bergab gehen, wenn nicht genau klar ist, wie so eine Fahrt überhaupt auf die Beine gestellt werden soll - Tourismusmanagement war ja leider nicht Teil des Lehrplans. Dennoch habt ihr das Zeug dazu, die perfekte Abschlussfahrt zu organisieren - PLANBAR zeigt euch, wie das geht!

Der Kurs für sich oder der gesamte Jahrgang?

Als erstes müsst ihr euch umhören, wer überhaupt an solch einer Fahrt teilnehmen möchte. Stellt euch die Frage, ob ihr die Fahrt als Kurs machen wollt oder der ganze Jahrgang mit von der Partie sein soll. Habt ihr euch darauf geeinigt, solltet ihr noch eine kleine Gruppe (etwa 3-4 Leute) festlegen, welche die Zügel in die Hand nimmt und die gesamte Planung koordiniert.

Reiseziel für Jedermann(-frau) – ganz ohne Rauferei!

Am schwierigsten wird der folgende Schritt: Wohl oder übel müsst ihr euch auf ein Reiseziel einigen. Der eine hat lieber Party-Hard in Lloret de Mar, die Nächste sieht sich schon die Shopping-Centren von London unsicher machen und noch ein Anderer kommt mit der suspekten Idee, gerne in die Berge zu fahren und wandern zu wollen. Wie auch immer, euch sei versprochen: Auf einen Nenner werdet ihr wohl nie kommen, doch mit ein wenig gegenseitiger Rücksichtnahme und Verhandlungsgeschick findet ihr in jedem Fall einen Konsens, womit am Ende jeder weitestgehend zufrieden ist. Ganz wichtig ist, dass ihr jeden in die Diskussion mit einbezieht und nicht über die Köpfe anderer hinweg entscheidet. Es soll schließlich euer letzter großer gemeinsamer Ausflug werden, da wäre es doch mehr als dämlich, sich wegen belangloser Dinge wie der Wahl eines Reiseziels zu verstreiten.

Ohne Taler in der Hand geht es nicht zum Sommerstrand!

Anschließend solltet ihr ein Budget festlegen, welches ihr für die Reise ausgeben wollt, bzw. könnt. Hier kann man sicher auch einmal schauen, ob sich noch ein paar Groschen in der Klassenkasse befinden - man hat nicht umsonst jedes Jahr überteuerten Kuchen an seine Mitschüler verkauft.

Völlig selfmade oder doch pauschal?

Ist das alles geklärt kann das Organisations-Team sich an die Buchung machen. Doch hier steht man erneut vor einer schwierigen Entscheidung: Lieber alles selbst buchen und organisieren oder doch eher eine Pauschal-Reise ordern? Bei ersterer Vorgehensweise seid ihr natürlich völlig frei in der Entscheidung, in welches Hotel ihr euch einnisten wollt und mit welchem Flieger ihr gen Spaßurlaub segelt. Darüber hinaus könnt ihr bei guten Angeboten durchaus eine Menge Geld sparen, wenn ihr die Planung selbst in die Hand nehmt. Jedoch ist es nicht immer leicht, für eine derart große Personengruppe eine gemeinsame Anreisemöglichkeit zu finden oder auch Unterkünfte zu buchen. Anbieter von Pauschalreisen verfügen über Vertragspartner, welche eben diese Kapazitäten, insbesondere für Abschlussfahrer, freihalten. Mit einem einfachen Mausklick bekommt ihr Anreise, Hotel und möglicherweise weitere Schmankerl, wie All-Inclusive-Angebote oder kostenlose Eintritte in „kulturelle Örtlichkeiten“, wie Clubs oder Kinos, super bequem auf dem Silbertablett serviert. Bis auf Zurücklehnen und Kohle überweisen braucht ihr da nicht mehr viel machen. Natürlich können solche Angebote auch mal ein wenig teurer sein, doch insbesondere mit Blick auf die Rücktrittsversicherung seid ihr damit auf der sicheren Seite.

Foto: Shutterstock

Die Planung einer Abschlussfahrt ist nicht leicht. Doch schon während ihr euch Gedanken darüber macht, wie der letzte gemeinsame Ausflug gestaltet werden soll, wachst ihr mehr und mehr zusammen. Macht euch keinen übermäßigen Stress; am Ende kommt es nicht auf das beste Hotel oder den besten Strand an, es kommt nur auf euch an. Denn ist endlich alles in Sack und Tüten heißt es einfach nur noch: Genießen. Genießt die örtliche Landschaft, genießt die Kultur, genießt das Wetter, genießt die Erlebnisse, genießt euer außerschulisches Beisammensein!

 

Louis Tegethoff

 

Photo by Jade Masri on Unsplash