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HOW TO BE STADTKIND– Klischeekind is´da!

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Jap, ich bin ein reines Stadtkind. Geboren in Forst und wohnhaft (seit meiner Geburt) in Cottbus. Ja ich kenne Hühner, ich weiß wie eine Kuh aussieht und ich mag es nicht zu laufen. Ich gebe es zu. Aber dafür hab ich auch ganz viel lernen können.

Was ist denn so typisch Klischee-Stadtkind?

1. Wir sind zu faul zum Laufen und lassen uns überall hinfahren.

Das würde ich so gar nicht mal abstreiten. Ja wir sind nun mal an den Standard gewöhnt. Unsere Bahnen, Busse und Fahrräder fahren nun mal regelmäßig, da müssen wir auch mal meckern, wenn unser Privileg durch den Dorfverkehr gestoppt wird.

2. Stadtkinder wissen nicht wie eine Kuh aussieht.

Bullshit. Natürlich wissen Stadtkinder wie eine Kuh und ein Pferd aussehen. Ich meine, was ist das denn für eine komische Aussage? Stadtkinder gehe n auch auf Bauernhöfe, in den Zoo, in Tierparks oder treiben sich auf Wiesen rum, wo sie natürlich im Ballkleid den Rasen entlang laufen um überhaupt nicht gestellte Bilder zu schießen.

3. Du verkriechst dich nur drinnen. Auf dem Dorf bist du nur draußen.

Ich denke das ist ein Gerücht, das ALLE Stadtkinder nur in ihren Zimmern hocken. Natürlich hängt das auch ein bisschen von der jetzigen Zeit ab, aber mal ganz ehrlich: Ich war gerne draußen auf unserem Hof spielen. Mit meinen beiden Sandkastenfreunden sind wir viel im Sand, auf der Rutsche oder auf der Schaukel herumgetollt und haben die dümmsten Spiele gespielt. Am besten bei Wind und Wetter und auch im Sonnenschein ließ es sich gut leben.

4. Du bist ein Stadtkind, du verträgst sowieso nichts

Liebe Kinder, lasst euch eins gesagt sein: Alkohol ist Böse! –aber mal erlaubt. Ja ihr sollt euch nicht abschießen, aber vielleicht ist das Klischee wirklich bedient, dass die Dorfkinder bzw. in diesem Fall Jugendlichen mehr trinken und somit mehr vertragen. Wobei die Stadtpartys auch zum „Bechern“ einladen und wir dadurch sehr nah an die Trunksüchtigen des Dorfes herankommen.

5. Wir sind so etepetete und schickimicki und sind uns für alles zu schade.

Nee… so würde ich das jetzt nicht nennen. Klar, wenn du nie irgendwo mit anpacken musstest (wie zum Beispiel auf einem Hof oder Garten), dann hast du halt auch nicht lernen können, was harte Arbeit ist. Aber Stadtkinder lernen auf andere Weise. Viele Stadtkinder findest du in Jugendclubs, Vereinen, Musikschulen oder sonstigen Aktionen. Dort lernen sie auch was es heißt hart an einem Traum oder auf ein Ziel hin zu arbeiten.

6. Stadtkinder genießen nicht den Moment.

Ja, okay. Vielleicht sind wir Stadtkinder leicht ablenkbar, was Medien angeht und vielleicht haben wir auch immer das Handy in der Hand um noch schnell ein Influencer-Foto zu machen, bevor es so richtig los geht, dennoch glaube ich, dass auch wie Stadtkinder wissen wie man Momente und Situationen genießt.

7. Stadtkinder sind arrogant

Dazu kann ich nur eins sagen: JA UND? Ein bisschen Arroganz schadet keinem. Ich gebe euch aber recht, wenn es mal wieder über die strenge schlägt. Stadtkinder sind meistens gar nicht so selbstbewusst wie Dorfkinder. Die sind meisten auch "robuster" was Sprüche klopfen und auch  Sprüche annehmen angeht. Hier haben die Dorfkinder den Vorteil. Das dicke Fell wird ihnen mit in die Wiege gelegt. Stadtkinder hingegen sind oft unsicher und verstecken sich hinter Social Media Plattformen. Also so arrogant sind wir gar nicht..

8. Stadtkinder sind viel zu misstrauisch.

Natürlich ist Vorsicht besser als Nachsicht. Ein Dorfkind kennt seine Nachbarn und seinen kompletten Ort. Vor allem die kleinen Dörfer, wo sich Fuchs und Igel sowieso gute Nacht sagen. Ja, wir Stadtkinder sind da vielleicht etwas vorsichtiger, wem wir vertrauen, was „Hilfe annehmen“ angeht oder „wem-kaufe-ich-was-ab“. Die Stadt ist nicht so durchlässig, wie ein Dorf.

Ich wäre aber kein richtiges Stadtkind, wenn ich nicht mindestens alles einmal raushängen lassen würde. Ich meine sind wir doch mal ehrlich, wir unter uns Stadtkindern, verstehen uns so schon ganz gut oder?

Ich bin gerne in der Stadt aufgewachsen und ich bin stolz auf meine Kindheit und Jugend. Ja manchmal hätte ich mir ein Strohballen und Ruhe gewünscht aber ich glaube, so ist nun mal das Leben und wir sollten glücklich sein, so eine tolle Heimat zu haben. Sowohl auf dem Land, als auch in der Stadt. Ich denke nicht, dass Dorfkinder und Stadtkinder diesen „Kampf“ austragen müssen. Stadtkinder können sich was von Dorfkindern abgucken und anders herum.

Life Hack! Verbündet euch mit dem jeweils anderen „Stadt- oder-Dorf-Geschlecht“ dann habt ihr Vor- und Nachteiler beider Seiten!

Schaut doch mal bei der lieben Sarah vorbei: Sie hat nämlich die Dorfsicht!

 

Foto: Fotolia