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Gewinnspiel zum Filmstart von “Die Misswahl – Der Beginn einer Revolution”

Afterwork

Wir von PLANBAR durften exklusiv den Film vorab einmal begutachten und verraten euch, wie er uns gemundet hat und worum es darin überhaupt geht.

Nicht zu vergessen unser Gewinnspiel! Wenn ihr selber Lust auf den Film habt, könnt ihr hier 3 x 2 Kinokarten gewinnen!

 

Hier eine kurze Inhaltsangabe, die neugierig macht:

Im Jahr 1970 findet zum 28. Mal die internationale Wahl zur "Miss World" in London statt und geht ganz groß durch die Medien der Welt. Das erste Mal nehmen dunkelhäutige junge Frauen aus Grenada (Karibik) und Afrika Süd an dem Wettbewerb teil und sorgen zu einer Zeit, in der in Südafrika noch Rassentrennung herrscht, für großes Aufsehen. Während die beiden Teilnehmerinnen die Show als Möglichkeit betrachten, ein Zeichen in Sachen Gleichberechtigung zu setzen, versucht eine Gruppe Frauen, die sexistische Show zu stoppen und durch die mediale Aufmerksamkeit  die Menschen wach zu rütteln.

Hier unsere Meinungen zum Film.

 

Wie aktuell ist dieser Film, wenn er sich um eine Show von 1970 handelt?

Leider sehr aktuell. Denn auch heute noch werden dunkelhäutige Mitbürger ausgegrenzt und Frauen von Männern ausschließlich auf ihr Äußeres reduziert. Das Thema polarisiert und wirft so viele Facetten auf, dass man stundenlang darüber diskutieren könnte. Doch konzentrieren wir uns auf den Film.

Dieser beleuchtet den Schönheitswettbewerb von beiden Seiten: Als Chance für die Teilnehmerinnen aus Grenada und Afrika Süd und gleichzeitig als sexistisches Mahnmal. Ich konnte mich während des Guckens kaum entscheiden, wem ich seinen Erfolg mehr gegönnt hätte. Den dunkelhäutigen Teilnehmerinnen, die beweisen konnten, dass sie genauso schön sind, wie weiße Frauen? Oder den Feministinnen, die nicht weiter von Männern unterdrückt werden wollten?

Ein wenig Humor ist in dem Film ebenfalls zu finden. Sicherlich, um mehr Zuschauer für dieses so ernste Thema zu gewinnen. Das gelingt ihm in einem angenehmen Maße und wirkt keines Wegs lächerlich. Als Komödie würde ich ihn aber keinesfalls einstufen.

Bereits 50 Jahre ist diese Show nun schon her und noch immer gibt es die jährliche Miss World Wahl. Sind wir mit unseren Frauenrechten noch immer nicht weit genug, um diese Show endgültig zu beenden? In dem Fall ist dieser Film wohl längst überfällig, um uns alle daran zu erinnern, dass es zur Gleichberechtigung noch ein weiter Weg ist.

Vivien Walter

 

„Die Misswahl“ oder noch passender im Originaltitel „Misbehavior“ „Fehlverhalten“, ist mit Sicherheit einer der bewegendsten Filme, die in diesem Jahr in die Kinos gekommen sind.

Warum? Der Film ist ganz einfach eine wahnsinnig wirksame Medizin, gegen das Vergessen. Vergessen, wie klein die Welt der Frauen vor gerade mal 50 Jahren war. Nur so groß, dass Platz zum Kochen, Kinder erziehen und hübsch aussehen bleibt. Eine Welt, in der Frau da ist, damit Mann ein besseres Leben hat. Wie würde unsere Welt heute aussehen, wenn 1970 nicht eine Gruppe von Frauen um Sally Alexander und Jo Ann Robinson während der Miss World Wahl die Revolution ins Rollen gebracht hätte? Ich will es mir nicht vorstellen.

Wie muss es sich für diese Frauen angefühlt haben, gegen eine Weltanschauung zu kämpfen, die es seit jeher gab und die sich mit jedem weiteren Jahr in den Köpfen der Menschen verfestigte? Eine Frau Anfang der 70er zu sein, ist die eine Sache. Eine schwarze Frau Anfang der 70er in Südafrika zu sein, die andere. Während nämlich die Frauenrechtlerinnen in London protestieren und kämpfen, ist die Miss Afrika Süd (Bis 1994(!!!) herrscht in Südafrika die Apartheid), Pearl Jansen, überhaupt froh, mit weißen Frauen an einem Wettbewerb teilnehmen zu dürfen. Eine Show, die nichts anderes als eine Fleischbeschauung ist, wird die Chance der beiden schwarzen Teilnehmerinnen, zu zeigen, dass schwarze Frauen in diesem Wettbewerb gewinnen können und nicht weniger wert sind, als ihre weißen Mitbewerberinnen. So stehen auf beiden Seiten Frauen die kämpfen – für Gleichberechtigung. Beide Seiten erkennen die mediale Macht des Miss World Wettbewerbs und nutzen diese um ihre Botschaft in die Welt zu senden.

Ein Film voller Heldinnen, die für die kommenden Generationen kämpfen – für unsere Generation.

Der Film erzählt die Geschichte dieser Frauen und es ist wichtig, dass wir diese Geschichte nie vergessen und weiter für die Werte kämpfen, für die diese Frauen so viele Opfer gebracht haben. Eine ganz klare Empfehlung für „Die Misswahl – Der Beginn einer Revolution“

Alena Warmschmidt

 

Sorry, da kam wohl jemand zu spät.
Dieses Gewinnspiel hast du leider verpasst. Aber nicht traurig sein. Wir verlosen immer mal wieder Kinokarten. Regelmäßig bei uns reinschauen lohnt also.