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Fake News – Wie du sie am besten erkennst

Im Netz

Veröffentlicht am 21.11.2022

Fake News oder nicht? Mit diesen 5 Tipps kannst du es überprüfen
Spätestens wenn die nächste Präsentation in der Schule ansteht, suchst du im World Wide Web nach Informationen.

Aber auch beim Zwischendurch-Surfen in sozialen Netzwerken stößt du immer wieder auf Bilder, Videos und Texte, bei denen es sich lohnt, einmal genauer hinzuschauen: Denn hinter einigen Fotos, Tweets oder anderen Beiträgen können Fake News stecken. Das sind gezielte Desinformationen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Falschmeldungen werden meist mit Absicht in Umlauf gebracht, um Menschen zu täuschen und um ein falsches Bild einer Situation beim Betrachter zu erzeugen.

Werden unwahre Behauptungen aus monetären Gründen geschaltet, bezeichnet man sie als „Clickbait“. Dabei soll die Schlagzeile neugierig machen und die Leserschaft dazu
motivieren, immer weiterzuklicken, sodass ihr möglichst viel Werbung angezeigt werden
kann.

Fake News können aber auch politische oder ideologische Gründe haben. Mit dem
Verbreiten von falschen oder einseitigen Darstellungen möchten die Autoren von
Falschmeldungen ihre eigene Ansicht zu einem bestimmten Thema verbreiten, ungeachtet des Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen.

Auf diese Weise soll die Wählerschaft manipuliert und idealerweise ein politischer Wandel herbeigeführt werden.
Häufig sind Fake News nicht auf den ersten Blick als solche erkennbar.

Mit ein paar Kniffen kannst du aber herausfinden, woher eine Information kommt, in welchem Kontext sie entstanden ist und dir so selbst ein Bild machen. Dazu kannst du die folgenden Methoden
nutzen:

1. Wie ist die Nachricht formuliert?

Bevor du einer Meldung Glauben schenkst, kannst du versuchen, sie erst einmal auf dich wirken zu lassen.

Wie ist die Nachricht aufbereitet? Sind die Sätze neutral gehalten und wird das Thema aus mehreren Blickwinkeln beleuchtet?

Werden weiterführende Hintergrundinformationen geliefert?

Gibt es Widersprüche in der Darstellung? Beiträge, die mit sehr emotionalen Formulierungen und Bildern arbeiten, sollen die Leserschaft betroffen
machen und sie dazu anhalten, die Nachricht weiterzuleiten. Wenn dir etwas zweifelhaft
erscheint, teile den Inhalt nicht, sondern recherchiere zuerst weiter zu dem Thema.

2. Quelle prüfen

Um den Zweck einer Mitteilung besser nachvollziehen zu können, hilft es, einen Blick auf
den Absender zu werfen. Handelt es sich um den Urheber der Nachricht oder ist der Beitrag zuvor schon mehrere Male geteilt worden?

Handelt es sich beim Absender um ein Profil mit einem Klarnamen oder wird ein Pseudonym verwendet?

Ein echter Name kann, muss aber nicht auf die Authentizität eines Profils hinweisen. Besser ist es, nach dem blauen Haken Ausschau zu halten. Dieser zeigt verifizierte Accounts von offiziellen Stellen und Institutionen an.

Außerdem lohnt sich ein Blick auf die Website, von der eine Information stammt.

Klicke auf das Impressum!

Hier muss eine für die Website-Inhalte verantwortliche
Person und eine vollständige Anschrift enthalten sein.

Auch diese Angaben kannst du in eine Suchmaschine eingeben und so mehr über die jeweilige Person erfahren.

3. Deckt sich die Nachricht mit anderen Berichten zum Vorfall?

Es lohnt sich bei fraglichen Nachrichten, nach weiteren Quellen zum Ereignis zu suchen und sie miteinander zu vergleichen. Wie berichten Andere über die Thematik?

Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede?

Was könnten die Gründe dafür sein?

Auch bei den anderen Berichten gilt es begleitend die Quelle zu prüfen und sachliche Informationen zu bevorzugen.

Gerade, wenn es um internationale Ereignisse geht, kann es von Vorteil sein, die Medienberichte aus anderen Ländern, zum Beispiel in englischsprachigen Zeitungen, zu sichten.

4. Rückwärtssuche für Bilder bei Google und Alternativen

Gibt es Bilder in der Nachricht, kannst du mithilfe einer Rückwärtssuche überprüfen, ob es sich um Originale handelt: Die Bilddatei oder die URL werden zu diesem Zweck zum
Beispiel bei Google hochgeladen.

Das funktioniert so: Zuerst öffnest du die Seite der Google Bildersuche.

Dann klickst du auf das kleine Kamerasymbol neben dem Lupensymbol.

Es öffnet sich ein Suchfenster.

Nun wählst du den Bereich “Bild hochladen” aus und klickst auf das entsprechende Foto, dass du zurückverfolgen möchtest.

Die Datei wird hochgeladen.

Anschließend zeigt dir eine neue Seite mögliche Treffer an, bei denen das Bild schon einmal verwendet wurde.

So kannst du beispielsweise herausfinden, ob das Bild überhaupt aktuell ist oder vielleicht aus früheren Veröffentlichungen stammt und in welchem Zusammenhang es bereits publiziert wurde.

5. Gibt es Faktenchecks und wenn ja, was sagen sie?

Neben den aufgeführten Methoden gibt es eine Reihe von Organisationen und Institutionen, die ihrerseits einzelne, bekannte Beiträge sehr intensiv auf Fake News prüfen.

Dazu gehören das Recherchezentrum Correctiv, die Faktencheck-Redaktion der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und der Verein Mimikama, aber auch einzelne Abteilungen der öffentlich-rechtlichen Medien wie der Faktenfuchs des Bayrischen Rundfunks und der Faktenfinder der Tagesschau. In diesen Redaktionen werden die Aussagen einer oder mehrerer Personen anhand von recherchierbaren und nachprüfbaren Fakten überprüft.

Autor: Heike Reiß

 

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