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DIE SCHWITZENDEN FISCHE – weil der Name plötzlich da war

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PLANBAR war wieder musikalisch unterwegs. Okay wir waren nicht musikalisch… aber wir waren dabei. Wir hatten die „Schwitzenden Fische“ im Interview. Es war laut, cool und mega mega geil! So beschreiben sich übrigens auch die Jungs.

Die Band bestehend aus 6, ich zitiere: „charismatischen, extrem gut aussehenden, leicht verrückten und dazu noch jungen“ Männern, die ihre Fans fest im Griff haben.

Stellen wir euch kurz die Band vor:

Arthur Lindemann (15) am Schlagzeug, Kevin Klose (21) an der Gitarre und dazu noch Sänger, Karl Weinert (21) am Piano, Carl Seidel (26) an der Gitarre, Richard Schulze (22) als Bassist und Frontmann Oskar Lindemann (20).

Die 6 Jungs stammen aus dem Süden Brandenburgs, alle verteilt um den Ort Ortrand im Landkreis Oberspreewald Lausitz. PLANBAR wollte wissen, was die Herrschaften außerhalb ihres „ich-rocke-mal-eben-schnell-die-Bühne-Leben“ so machen. Oskar, Richard und Karl mit K studieren. Und zwar diese Studiengänge: Bauingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen und Maschinenbau (genau in der Reihenfolge). Carl mit C ist Bauleiter, Kevin macht eine Ausbildung zum Veranstaltungskaufmann und Arthur drückt noch die Schulbank. Hier werden die Auftritte natürlich so gelegt, dass Arthur weiter fleißig zur Schule gehen kann.

 

Bildergalerie

Das hören die Jungs wohl oft genug: „Sagt mal wieso eigentlich schwitzende Fische?“ Es ist aber auch eine berechtigte Frage. Auch PLANBAR musste nerven und das Geheimnis um den Bandnamen lüften. Die Antwort kam kurz und knapp: „Der war halt einfach da. Irgendjemand hat es gesagt, alle fanden es gut und dann waren wir halt die Schwitzenden Fische.

Eigenarten und Bandgeschreie – Auf geht’s mit dem Interview-Wahnsinn

„Was sind eure Eigenarten?“ Die Jungs: „Was denn für Eigenarten?“
Ich: „Na, so Eigenarten halt.“ Manager-Martin: „Ich kann dir so Einiges nennen“. Alle lachen. Dann packen wir mal die Geheimnisse aus, die eigentlich gar keine sind. Arthur hat eine Schnecke die Brutus heißt. Keine Eigenart aber das ist so unfassbar strange, dass man das erwähnen muss. Seine Eigenart ist es allerdings ständig pinkeln zu müssen (aber die Jungs meinten, das hat sich gebessert), Karl mit K knirscht im Schlaf mit den Zähnen -er weiß davon nur nichts, Richard ist der „mal-gern-zu-spät-Kommer“ der Gruppe und Carl mit C reißt zu den unmöglichsten Situationen spontan den besten Spruch. Kevin ist der Nervige mit seiner viel zu lauten E-Gitarre im Probenraum. Und Oskar? Ja, Oskar ist der Peilo der Gruppe, der irgendwie alles vergisst und eben verpeilt ist.

Ich habe sie ALLE kennengelernt und kann sagen: Super coole Freaks (im positiven Sinn) mit viel Talent. Chapeau Jungs, ich hab mich wirklich bei euch wohl gefühlt.
Ich: Als Ihr klein ward, was wolltet Ihr werden? Rockstar? Polizist? Fisch? Arthur wollte Tierpfleger werden, Richard Bauarbeiter und Kevin Kameramann.

Und eins wollten sie alle: GROß werden! Okay und bevor Ihr gewachsen seid, habt ihr alle Musik gemacht.
Karl hat mit 6 Jahren angefangen Klavier zu spielen, Richard trommelte bereits als 4-jähriger am Schlagzeug und ist dann auf Gitarre/Bass umgestiegen. Oskar hatte mit 10 Jahren erfolglosen Gitarrenunterricht (kann aber dennoch ganz gut spielen, zumindest das was ich beurteilen kann), Kevin war in der musikalischen Früherziehung und begann mit Keyboard und Gitarre und Carl begann bereits im Kindergartenalter mit Blockflöte, Cello und Gitarre. Nicht zu vergessen der 15- jährige Arthur der mit 8 Jahren seinen Schlagzeugunterricht begann. Es gibt Menschen die trinken einen Schnaps vor dem großen Auftritt, andere schreiben noch schnell mit ihren Liebsten, manche brauchen eine dicke Umarmung und die schwitzenden Fische? Die machen einen Lit Circle (hier ist jetzt eine Flamme zu sehen). Oh ja, die Fische stellen sich in einen Powerkreis, sagen einen Spruch auf, freuen sich und schießen ihr ganzes Talent auf der Bühne frei!
Und wenn wir die Fische schon mal im Interview haben: Welches Lebensmittel bzw. Speise reflektiert Euch? Puh, Carl wäre auf jeden Fall Pizza, Arthur wäre Flaschen-Pommes, Oskar wäre ein leckerer Nudelteller mit Pesto, Kevin ein Surströmming (schwedischer saurer Hering), Richard wäre ein klassischer Döner und Karl ein Cheeseburger. Nicht zu vergessen Manager-Martin. Er wäre ein Sauerbraten.
Wie fing die Bandgeschichte an, wollte ich wissen.
2012 fing es an. Die Gründung in Konstellation mit den Brüdern Oskar und Arthur, Cousin Karl und Sandkastenkumpel Carl! Mit Kevin und Richard kamen 2017 und dem darauffolgenden Jahr noch zwei weitere Fische dazu. Nun sind die schwitzenden Fische komplett und voller Energie. Die Vorzeigeband begann mit Coversongs, die sie auf Geburtstagen, Veranstaltungen und Jubiläen performten. 2016 begann dann die eigene Song-Schreiberei. Hier hat jeder Ideen. „Die Texte entstehen meist durch diese alltäglichen Dinge, die man bei Familie, Freunden oder bei einem selbst erlebt. So entstehen manchmal nur Fragmente eines Songtextes, die wir dann gemeinsam überarbeiten, bzw. bearbeiten. Bei der Musik ist es meistens so, dass jemand ein Thema oder eine Idee hat und daraus gemeinsam etwas erarbeitet wird.“, so Manager-Martin. Manchmal ist erst die Musik da und manchmal erst der Text. Alles in allem, entstehen so die Songs der Jungs. Den ersten richtigen Durchbruch hatten die Fische durch ihren Sänger Oskar, der 2017 mit Sänger Joris auf dem Helene Beach Festival den Song „Herz über Kopf“ sang. Ein Jahr später waren die Fische Eröffnungs-Act der Main-Stage. Was soll man dazu noch sagen außer: Chapeau, die Herren!
Ich: Was erlebt Ihr so bei Euren Auftritten? Ist da schon mal etwas passiert? Wie sieht es mit Euren Fans aus?

 

Die schwitzenden FischeFoto: Kurt Lindemann

 

Fans haben die Jungs eine ganze Menge und von Auftritt zu Auftritt werden es mehr. Außer ein älteres Rentnerpärchen, welches die Jungs seit 2 Jahren zu allen Auftritten begleitet, die gehören sozusagen zum „Inventar“. Ansonsten passiert der übliche Jungs-Band-Kram. Da ist zum Beispiel Arthur, der einfach sein Schlagzeug umstößt oder sein großer Bruder Oskar, der mit einem Fußball die Scheibe vom Tourbus zerschmettert. Aber nicht nur das, die Jungs haben es selbst schon mal geschafft ihre Anlage zu vergessen. (Und ich glaube, das macht sie mehr als sympathisch.) Manager Martin Hanschick hat auf jeden Fall einiges zu tun mit den Jungs. Sowohl die Tourplanung als auch den wilden Haufen beisammen zu halten. Jungs, wo kann man am besten eure Musik genießen? Zu einer bestimmten Zeit? An einem bestimmten Ort? „Also am besten hört man unsere Musik auf Live-Konzerten.“ Übrigens bis auf Richard, Carl, Kevin und Manager-Martin sind alle verwandt (Wobei diese Band bereits auch ohne Blutsverwandtschaft eine riesige Familie ist.).

Kurt Lindemann, großer Bruder von Oskar und viel größerer Bruder von Arthur ist mit seinen 23 Jahren der, der hinter der Planung der Websites, Bildern und Social-Media Accounts der Fische steht. Natürlich auch hinter der Band selbst. Kommentare und Antworten kommen jedoch von den Fischen.

 

Oskar, Karl, Richard, Arthur, Kevin, Carl (von links nach rechts)

Wie laufen eure Auftrittstage ab? In der Regel treffen sich die Jungs immer im gemeinsamen Proberaum. Dort wird alles eingeladen und dann geht’s gemeinsam zum Auftritt. Viel Männlichkeit braucht viel Platz! Laut Manager Martin sind die beliebtesten Plätze hinten im Bus, weil da mehr Platz ist. Hier gilt das Prinzip: Wer am schnellsten ist, sitzt am besten! Kevin muss immer vorn in der Mitte sitzen, weil er der Kleinste ist. Der beste Autofahrt-Song? „Katy Perry – Firework“. Was soll man hierzu noch sagen außer: SEHR COOL!
Momentan ist der Lieblingssong der Jungs „Nur geträumt“ von Nena. Den sie übrigens perfekt beherrschen. Ihr erster eigener Song: Stadtlaternenlicht. Und auch der kann sich mehr als hören lassen. Die Jungs proben einmal pro Woche, meistens freitags, weil sie am Wochenende erfolgreich durch Deutschland reisen. Wenn die Proben mal ausfallen müssen, wegen eines Auftrittes, dann wird halt am Wochenende gespielt. Und wenn auch da der Terminkalender platzt, treffen sie sich unter der Woche im coolsten Proberaum, den ich je gesehen habe (Okay, ist auch erst der Dritte, den ich überhaupt gesehen habe). Früher probten die Fische im Keller des Elternhauses von Oskar und Arthur, aber das war einfach zu eng. Im „neuen-alten“ Proberaum können die Fische ihre ganze Männlichkeit ausleben. Letzte Frage: Was würdet Ihr tun, wenn Ihr unendlich viel Geld hättet? „Vermutlich würden wir nichts anderes tun als jetzt. Vermutlich würden wir uns mehr Instrumente kaufen und einen eigenen Nightliner. Naja gut, oder vielleicht auch 6!“
Jap, die Jungs haben schon verdammt viel erreicht, viele Mädchenherzen erobert und spielen dazu noch verdammt gute Musik. Dazu kommt noch ihr Lachen, was die Herzen schmelzen lässt.
Also, Ihr lieben musiktreuen-Musikliebhaber: Schaut auf jeden Fall bei einem Konzert, Auftritt und bei ihrem Spotify Account vorbei und genießt die Pop-Rock-Musik in vollen Zügen. Überzeugt Euch selbst und werdet Fan!

Aktuelle Tourdaten für das nächste und kommende Jahr findet ihr auf HIER.

Mit den „Schwitzenden Fischen“ sprach Lena Suse Truppel

Bilder: Kurt Lindemann