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Die aufregenden Vorteile eines Semestertickets

Leben

Studieren nur wegen des Semestertickets? Das sollte nicht der Anreiz eines Studiums sein. Jedoch kann ein Semesterticket für Bus und Bahn ausschlaggebend für die Wahl des richtigen Universitätsstandortes sein. Als Werkstudent bei der LAUSITZER RUNDSCHAU verrate ich Euch, was sich mit diesem Fahrausweis alles anstellen lässt und welchen Nutzen es mit sich bringt.

Mit dem Semesterticket durch Ost-Deutschland

Als eingeschriebener Student an der BTU Cottbus-Senftenberg bekam ich mit der Immatrikulation im Jahr 2016 meinen Studierendenausweis. Dieser beinhaltet neben den studentischen Gebühren auch das eigentliche Semesterticket. Zuerst stellte sich mir die Frage, bis wohin ich damit überhaupt komme. Ganz einfach, es ermöglicht mir, alle öffentlichen Verkehrsmittel im gesamten Verkehrsbund Berlin-Brandenburg zu nutzen. Konkret, ich kann mit sämtlichen Bussen, Trams, U-Bahnen, S-Bahnen, Regionalzügen und auch einigen Fernverkehrszügen (sowie Fähren) durch diese zwei Bundesländer reisen. Und das ist immer noch nicht alles: Auch die Regionalexpress-Linien (RE15 und RE18) zum Dresdner Hauptbahnhof sind zusätzlich durch den Ausweis abgedeckt. Somit bin ich in ganz Ost-Deutschland mobil… naja fast 😉 Deutschlandweit gibt es zumindest wenige Semestertickets mit einer derart großen Reichweite.

Mein persönlicher Vorteil

Am Anfang meines Studiums hatte ich meinen Wohnsitz noch zu Hause im Spreewald, bis ich zum 3. Semester nach Cottbus zog. Dabei ist das Semesterticket mein ständiger Begleiter. Egal, ob im Cottbuser Stadtverkehr oder wenn einmal die Oma am Nachmittag Geburtstag hat, kann ich mich bequem in die Bahn setzen…vorausgesetzt sie fährt! 😀 Das tägliche Pendeln von der Wohnung zur Universität würde ohne ihn, schnell das sowieso stark begrenzte Studentenbudget sprengen.

Auch als Spaß-Ticket geeignet

Mit dem Semesterticket habe ich schon viel erlebt. Damit meine ich nicht nur die Gastveranstaltungen auf dem Senftenberger Campus, die ich mit ihm unkompliziert erreichen konnte. Nein, ich komme jetzt auf das wilde studentische Partytreiben zurück, welches sicherlich schon in meinen Argumentationen vermisst wurde. Naja, ganz so schlimm war es bei mir nicht, aber durch das Semesterticket wurden mir schon einige Türen geöffnet. Ich nutzte es schon für Reisen bis hoch in den Norden von Brandenburg oder für zahlreiche Besuche in Dresden.

Gerne erinnere ich mich an die vielen Aufenthalte in der Hauptstadt zurück. Nach der letzten Vorlesung wurde sich einfach in den Zug gesetzt und dort mit Freunden zum Essen und Cocktails trinken verabredet. Vielleicht durfte auch der ein oder andere Disco-Besuch nicht fehlen. So setzte ich mich des Öfteren noch am Abend oder eben am nächsten Morgen wieder in den Zug nach Cottbus und war dabei immer in Begleitung meines Semestertickets.

Selbst am Wochenende wäre ich ohne Ticket aufgeschmissen. Es gestattet mir die Fahrten zu Fußballspielen, Schau-Brauereien oder Helene Fischer Konzerten – was ich dort zu suchen hatte, bleibt mein Geheimnis. 😀

Viele lustige, außergewöhnliche, aber auch studienbezogene Reisen hätte ich ohne mein Semesterticket, aufgrund hoher Fahrtkosten, nie angetreten. Es ist auch keine Lüge, wenn ich sage, dass es mich bei der Wahl der Universität beeinflusste und ich es nach meiner Studienzeit mit am Meisten vermissen werde.

Von Colin Schneider

Foto: Shutterstock.com/smolaw