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Das Auslandsstudium

Allgemein

Im Ausland zu studieren oder lediglich ein paar Semester dort zu verbringen, kann bereichernde Erfahrungen bieten. Wenn du die Möglichkeiten hast, ist es auf jeden Fall eine Überlegung wert. Denn im späteren Prozess sind Auslandserfahrungen in der Vitae immer von Vorteil. Zudem lernst du eine neue Sprache oder verbesserst diese und kannst dabei viel Spaß haben! Dennoch solltest du dich ausreichend informieren, bevor  du dich ins Abenteuer stürzt.

Warum sollte ich im Ausland studieren?

Du kannst während deines Auslandstudiums viele internationale Erfahrungen sammeln, deine Fremdsprachenkenntnisse verbessern und außerdem neue Kulturen kennenlernen. Bei solch einer Gelegenheit gewinnt man Eindrücke, die einem sonst kaum möglich sind. Du wirst das Land, das du für dein Studium auswählst, viel intensiver erleben, als du es in einem Urlaub je könntest.
Mal von den Lifestyle-Erfahrungen abgesehen, bekommt man zudem noch die Möglichkeit, international renommierte Universitäten in die eigene, engere Auswahl mit einzubeziehen. Natürlich besitzt Deutschland viele, qualifizierte Hochschulen und Universitäten. Dennoch ist es von Vorteil, sich auch international zu orientieren. Darüber hinaus ist ein Abschluss im Ausland bei der Bewerbung immer attraktiv für spätere Arbeitgeber. Eine Fremdsprache mehr im Lebenslauf stehen zu haben, kann in vielen Berufen deine Chancen verbessern und zeigt dem Arbeitgeber gleichzeitig dein Engagement und deine hohe Lernfähigkeit. Sprachen lassen sich oft besser lernen, wenn du sie in Gesprächen mit Muttersprachlern trainierst.

Was ist, wenn ich Heimweh bekomme?

Was vielen bei der Entscheidung schwer fällt, ist die Distanz zur Heimat. Auch wenn mehrere Zeitzonen zwischen dir und deiner Familie oder Freunden liegen sollten, ist es nicht für immer. Außerdem wirst du die Möglichkeit bekommen, in den Semesterferien (oder vorlesungsfreien Zeiten) nach Hause zu fahren bzw. zu fliegen. Du wirst feststellen, dass die Zeit viel schneller vergeht als gedacht.
Fürchte dich nicht vor neuen Erfahrungen.  Warum auch?
Es macht wenig Unterschiede, ob man in Deutschland oder im Ausland studiert. Es wird überall unterschiedliche Seminare, Bewertungsmaßstäbe und Arbeitsweisen geben. Wie alles andere auch, ist Bildung sehr dynamisch und wird auch innerhalb von Deutschland sehr unterschiedlich gehandhabt (Stichwort: Bildungsföderalismus). Du brauchst  dir also nicht zu viele Gedanken darüber machen. Früher oder später wirst du dich sicher einleben. Eine Umstellung ist es wahrscheinlich sowieso, wenn du vorher noch nicht studiert hast.

Wird mein Forstschritt oder Abschluss in Deutschland überhaupt anerkannt?

Es ist zwar nicht allgemein gültig und du solltest auf jeden Fall darüber mit den Austauschkoordinierenden sprechen, jedoch werden die Leistungen und Abschlüsse hierzulande bei vielen Studierenden anerkannt. Im Falle von nur wenigen Auslandssemestern können die Ansprechpartner im Vorfeld mit der Hochschule in Deutschland über passende Kurse im Ausland diskutieren.
Diese werden dann im sog. Learning Agreement (eine Lernvereinbarung) festgehalten und dann sollte die Anerkennung problemlos ablaufen.

Persönliche Eindrücke aus Budapest

PLANBAR hat dazu mal eine Zahnmedizinstudentin befragt. Lena Neumann (23) absolviert ihr Auslandsstudium an der Semmelweis Universität in Budapest und kommt ursprünglich aus Cottbus. Sie hat bereits eine Ausbildung in Leipzig (Sachsen) absolviert sowie zwei Jahre Ernährungswissenschaften in Jena (Thüringen) studiert.
Letztes Jahr hat sie sich dann dazu entschieden, nach Ungarn zu ziehen, um an der renommierten Hochschule für ärztliche und Gesundheitswissenschaften zu studieren. Dafür hat sie nicht viele Vorbereitungen getroffen. Nach ein paar Erfahrungsberichten von Freunden und Studenten von den verschiedenen Austauschplattformen, informierte sie sich mehr über die Studieninhalte und die Uni selbst.
Dort konnte sie sich direkt bewerben  für einen glücklicherweise deutschsprachigen Studiengang. Um Sprachbarrieren zu mildern, belegt sie regelmäßig Ungarisch-Sprachkurse, in denen den Studenten Basis-Formulierungen beigebracht werden, die ihnen im Alltag helfen sollen. Es ist, wie vielleicht nur Wenige wissen, eine recht komplexe Sprache und sei laut Lena von der Schwierigkeit her sogar mit Chinesisch (Mandarin) zu vergleichen. Doch auch dabei findet sie sich nach fast zwei Semestern langsam zurecht und hat trotz der großen Herausforderung inzwischen Spaß dabei, eine neue Sprache zu lernen.

 

Bildergalerie

Da die Universität nicht im herkömmlichen Sinne eine Partneruniversität in Deutschland besitzt, sondern lediglich eine Zweigstelle in Hamburg, befinden sich vor Ort mehrere Ansprechpartner, wie eine „Deutsche Studentenvertretung“. Diese organisiert regelmäßig Infoveranstaltungen für sämtliche Studierende und kümmert sich auch bei persönlichen Problemen um eine Lösung. Ein „Deutsches Sekretariat“ ist ebenfalls vorhanden, an das sie sich jederzeit wenden kann und Lena steht im ständigen Austausch mit ihren deutschsprachigen Kommilitonen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland. Dies fällt ihr auch nach eigener Aussage nicht sonderlich schwer, da sie sich für eine WG mit deutschsprachigen Mitbewohnern entschieden hat, die an derselben Uni medizinische Studiengänge belegen.
Auch sie besucht außerhalb der Vorlesungszeit ihre Familie und Freunde in Deutschland so oft wie möglich. Semesterferien hatte sie bisher nicht, da in dem Zeitraum stellenweise ihre Prüfungen stattfinden. Dennoch meint sie, dass sie gern so schnell wie möglich ihr Studium in Deutschland fortsetzen würde, sobald es ihr wohl flexibler Studienplan zulässt. Verständlicherweise, doch sie sagte auch, dass sie kaum Zeit gehabt hätte, sich Sorgen zu machen oder gar Heimweh zu haben. Schließlich soll es viel zu Lernen geben und der Umgang mit freundlichen Mitbewohnern und Kommilitonen gestalte die Umgebung für sie angenehmer.
Auch sie könne diese Erfahrung wirklich empfehlen, wenn man sich dabei sicher fühlt und ein gutes Austauschprogramm gefunden hat oder eine Universität, die einem den Aufenthalt sowie Wert auf die Anerkennung der Leistungen legt, wie es bei ihr der Fall ist.

Wenn das alles immer noch zu vage klingen sollte, dann ist es immer hilfreich, sich mehr Erfahrungsberichte von anderen Studenten oder Absolventen durchzulesen.
Speziell für deine favorisierte Einrichtung wird es sicherlich auf dessen Homepage einen Unterpunkt dazu geben. Weitere Infos findest du auch auf den verschieden Anbieterseiten, wie des DAAD, EF, der iec und vielen mehr.

 

Melanie Girke