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How To: Computerkauf  

How To

Beim Computerkauf gibt es verschiedene Kriterien, die man beachten sollte. Teurer ist nicht immer gleich besser. Was man beachten sollte, wenn man sich eine so große Investition leistet, haben wir hier einmal aufgelistet:

Zunächst einmal: Was brauche ich eigentlich? Man unterscheidet dabei zwischen vier verschieden Varianten:

1. Office: Ob E-Mail lesen, simples Browsen oder mit Office arbeiten: Für komplexe Aufgaben eher ungeeignet aber für diese einfachen ist er gut geeignet. Deswegen ist er auch mehr auf Energiesparen getrimmt als auf Leistung. Der größte Vorteil – er ist billig. Die Preisspanne beginnt beim günstigsten Modell und hat einen fließenden Übergang zur nächsten Kategorie bei etwa 400€. In dieser Klasse sind die meisten Netbooks zu finden.

2. Multimedia/Allrounder: Für die Leute, die schon eher ein bisschen mehr wollen: Eignet sich hervorragend um Filme zu schauen, Musik zu hören usw. . Außerdem kann man auf diesen schon begrenzt Spiele spielen. Ein Mehrkerniger Prozessor ist Pflicht – genauso wie eine leistungsfähige Grafikkarte. In der Preisklasse sind sie schon höher als die Office Varianten angesiedelt aber gute Stücke bekommt man schon für ca. 400€ aufwärts

3. Gaming: Wer immer die neusten Spiele zocken will, muss in den unteren Kategorien gar nicht erst anfangen zu suchen. Allerdings hat das auch seinen Preis. Wer sich langfristig etwas anschaffen will, muss tief in die Tasche greifen. Viel Arbeitsspeicher, eine hohe Grafikkartenqualität und eine gute Prozessorleistung sind hier ausschlaggebend. Die Billigsten gibt es hier ab ca. 800 €, Gamer Laptops sind jedoch immer teurer als Desktops mit gleicher Leistung.

4. Performance/High End: Die Crème de la Crème, die Königsklasse: Jenseits von realistischen Vorstellungen stehen diese vollendeten Geräte. Sie haben alles was man als sich als Nutzer wünschen kann. Diese gibt es jedoch fast nur in der Desktop Variante. Mehrere Grafikkarten sowie Prozessoren, Unmengen an Arbeitsspeicher sowie Festplattenspeicher von dem ein normaler Mensch nur träumen kann. Die Hauptaufgaben dieser Modelle sind Rendering (Video schneiden) und außerdem werden diese viel von Hackern benutzt. Kostenpunkt: 2500€ aufwärts, ohne Limit nach oben.

Aber so viel erst mal zu den einzelnen Kategorien: Worauf muss man jetzt eigentlich genau achten?
Wenn man seine Entscheidung dann getroffen hat, welche Kategorie man will, folgt die Auswahl des Gerätes:

Welches Gerät für welchen Einsatz am besten geeignet ist seht ihr hier in der Tabelle.

Netbook Laptop Desktop
Office  ••••• •••••  •••••
Multimedia  ••  ••••• •••••
 Gaming  -  ••••  •••••
Performance -  -  •••••

Wenn ihr euch entschieden habt, dann bleibt auch noch die Frage nach dem Inhalt des Geräts. Folgende Prioritäten solltet ihr für euer Gerät beachten:

Office Multimedia Gaming
Prozessor ••  •••• •••••
Grafikkarte  •••• •••••
Arbeitsspeicher •• ••• ••••
Festplatte  ••• ••••• •••••
 Energiesparend  •••• ••• ••
 Bildschirm •••• ••••

•Prozessor: Das Kernstück des Computers, er steuert alle Komponenten und liest/schreibt die Daten und sorgt dementsprechend für die Geschwindigkeit. Zurzeit ist es normal mehrere Kerne in einem Prozessor zu haben, sodass die Aufgaben aufgeteilt werden können. Man unterscheidet zwischen Single-(1 Kern), Duo-(2 Kerne), Quad-(4 Kerne), Hexa-(6 Kerne), und Oktacore – Prozessoren (8 Kerne). Die Kerne sind in bestimmten Frequenzen getaktet: Die Spanne reichen bei aktuellen Prozessoren von 1,45 Ghz bis hin zu 7,08 Ghz. Da es jedes Jahr neue und bessere veröffentlicht werden, kann man als Gamer in diesem Bereich sparen, weil hochklassige Prozessoren mit ihren Anforderungen auch noch in mehreren Jahren zurechtkommen werden.

•Grafikkarte: Ein weiterer essentieller Teil des Computers. Sie wandelt die Daten die der Prozessor sendet in ein Bild um, welches auf den Monitor übertragen werden kann. Mittlerweile ist die Technik so weit, dass man Grafikkarten schon in einem Prozessor integrieren kann. Diese Technik eignet sich für Office und auch nicht zu anspruchsvolle Multimedia Geräte. Achtet beim Kauf auf die Zahl hinter dem Herstellername, sie zeigt auf in welcher Klasse sie sich befindet. Auch hier wird unterteilt in Geringe, mittlere und hohe Leistung, ablesbar an der hinteren Zahl. Die Vordere beschreibt zumeist die Serie der Karten (Bsp.: ATI Radeon 9000, Radeon 9500 und Radeon 9700). Zudem ist wichtig wie viel Speicher die Grafikkarte besitzt. Höher ist nicht unbedingt besser sondern die Taktrate. So ist ein Modell mit 2GB Speicher und einer Taktfrequenz von 400 Mhz nicht besser als eines mit 1 GB Speicher und 600 Mhz. Auch hier bestimmt die Taktrate die Geschwindigkeit in der die Daten verarbeitet werden können. Für Gamer ist auch die unterstützte DirectX Version wichtig, da sie bestimmte Prozesse beschleunigt. So sollte die Karte immer die aktuellste Technologie beherrschen. Im Allgemeinen gilt: Lieber in anderen Bereichen sparen und dafür mehr in die Grafikkarte investieren, da sie zumeist über einen längeren Zeitraum bestehen bleibt.

•Arbeitsspeicher: Für den täglichen Gebrauch im Office und Multimedia Bereich reichen normalerweise bis zu 4GB aus, für Gamer sollten es mindestens 8GB sein. Genau wie bei Grafikkarte und Prozessor sind die Taktfrequenzen wichtig, aber trotzdem geht es auch um die Größe.

•Festplatte: Bei Festplatten unterscheidet man zwischen zwei Varianten: herkömmliche und SSD. SSD- Festplatten sind extrem schnelle Versionen, die Daten sehr schnell speichern und lesen können. Wichtige Faktoren hier sind die Umdrehungen pro Minute (U/Min), die angeben wie schnell genau eine Festplatte arbeitet. Desweiteren ist wichtig die Transferrate in Megabyte pro Sekunden (Mbyte/s), die angibt wie schnell Daten übermittelt werden. Letztendlich geht es auch um die Größe: Um festzustellen ob das Angebot günstig ist, teilt man den Preis durch die Kapazität und vergleicht diesen Wert. Die Größe ist abhängig vom individuellen Gebrauch, 750 GB sollten es aber mindestens sein.

•Energiesparend: Bei Laptops und Netbooks sollte man durchaus auch auf die Akkulaufzeit achten, Da sie ja der entscheidende Faktor ist wie lange man den Vorteil der Mobilität besitzt. Die Einzelteile in höherklassigen Modellen benötigen wesentlich mehr Strom um die entsprechende Leistung zu liefern. Als die Einzelteile die in Office Geräten verbaut sind.

•Bildschirm: Während bei Office Modellen jeder 0815 Bildschirm benutzt werden kann, brauchen die anderen Kategorien, die durchaus höher technisch visuell arbeiten, auch eine Möglichkeiten dieses darzustellen. Gamer sollten sich einen großen Bildschirm mit einem hohem Farbspektrum und einer geringen Reaktionszeit und mit einem hohen Kontrastverhältnis zulegen. Dies gilt auch im Allgemeinen für Multimedia Geräte. Die Größe wird angegeben in Zoll (23“) und beziffert die Bildschirmdiagonale.

Ich hoffe dieser Guide hat euch ein Stück weit weitergeholfen bei der Wahl des richtigen Systems und den einzelnen Bestandteile. Letztendlich bleibt es einem immer selbst überlassen auf was man Wert legt und natürlich auch über welches Budget einem zur Verfügung steht.

Matthias Schmidt-Löbbecke, Julia Täuscher