Erstellt am 21. Oktober 2010

Fast schon Time to say goodbye

Nun ist auch schon fast die letzte Woche vorbei und wie immer bei einem großem Projekt stellte sie sich als stressigste heraus. Kleinere Probleme, spontane Änderungen und Komplikationen mit den einzelnen Programmen, raubten einen bei der Erstellung einer DVD für die Feuerwehr, kurzweilig den letzten Nerv.

Aber außerhalb der Arbeit gab es auch diese Woche sehr viele schöne Momente. So verabschiedete uns am gestrigem Abend die Gemeinde von Coliscipolli mit einem ausgiebigem Abendessen. Und das ist nicht einfach nur so daher gesagt. Die Frauen der Gemeinde kochten über die gesamte Woche, ausgezeichnete, italienische Gerichte. Am ende kamen so viele Gänge auf den Tisch, dass ich sie gar nicht mehr zählen konnte.

Heute ist es an der Zeit, die erstellte Arbeit zu präsentieren. In einem modernem Theater in Terni, erwarten uns alle, die uns direkt und indirekt in unserem Monat in Italien begleitet haben. Auch heute wird es wieder ein ausgiebiges Abendessen geben.

Am Samstag geht es dann am morgen nach Rom zum Flughafen, wo gegen 16 Uhr unser Flieger in Richtung Heimat geht. Und um 18.45 Uhr hat uns unsere Heimat dann endlich wieder.

In diesem Sinne: Wünscht mir für heute Abend Glück und verbringt einen tollen Donnerstag.

ciao





Erstellt am 18. Oktober 2010

Sweet like Chocolate … oder so

Und schon wieder hat uns Petrus mehr Wasser gespendet als wir trinken wollten. Und das ausgerechnet auch noch auf der Schokoladenmesse in Perugia. Die Messe für Schokolade in Europa. Die Eurochocolate. Eine Messe auf der das who is who der süßen Freunde des braunen Goldes vertreten sind. Milka, die alten Maya (im übrigen die beste Schokolade wie ich fand), die berühmten perugia Küsse, Coca Cola (?), Skoda (?), perugia Brot(???). Ja die Eurochocolate war irgendwie weniger schokoladig als man erwartet hätte. Denn zwischen den ganzen ständen mit leckerer Schokolade (aber ohne Kostprobe 🙁 ) fanden sich ständig auch Stände wo man sich einfach dachte „ hä??? Hätte ich jetzt nicht direkt bei einer Schokoladenmesse erwartet“ Und so schlich man sich durch die Menschenmassen, achtete darauf das die überall gegenwärtigen Regenschirme sich nicht mit dem eigenem verhakten und war leider eher auf der Suche nach einem trockenem Plätzchen als am Naschen.

Aber natürlich war trotz des Wetters und der zu erwartenden Menschenstürme der Tag nicht total ins Wasser gefallen, sondern bot auch viel Positives. Wie zum Beispiel die Stände in der alten, unterirdischen Burg von Perugia, an denen man mehrmals die (wie ich finde) beste Schokolade der ganzen Messe essen konnte. Aber die alten Maya präsentierten uns nicht nur ihre Schokokunst, sondern auch ihre Kultur und so standen mehrere bunte Puppen und ein Lama aus Holz und Garn um die Stände herum.

So viele Leute wie zu der Schokomesse wollten, wollten im Anschluss auch wieder zurück und so war nicht nur die Mini Metro auf dem Weg zurück zum Parkplatz überfüllt, sondern auch die Autobahn. Da kann es schon einmal passieren, dass ein mehrere Kilometer langer Stau entstehen kann, da an irgend einer Baustelle ein Reissverschlussverkehr vorherrscht und die Italiener immer auf ihr recht pochen… sprich einen nie auf die andere Spur lassen.

Und nachdem so auch der späte Nachmittag erfolgreich mit warten verbracht wurde, gibt es zum Sonntag nicht mehr viel zu erzählen. Aber dafür war ja heute auch schon Montag und die letzte Woche bricht in Italien an. Die Projekte stehen kurz vor der Vollendung und die Präsentationen müssen ausgearbeitet werden. Denn am Dienstag stellt unsere Gruppe der Feuerwehr die DVD vor und am Donnerstag wird das Projekt dann der Gemeinde von Terni vorgestellt.

Und um auf das alles gut vorbereitet zu sein, werde ich mich jetzt verabschieden und mir die Grundlage für jedes erfolgreiche Projekt aneignen – ausreichend Schlaf. Na dann wieder einmal beste Grüße aus dem Land der gemütlichen Leute und

ciao





Erstellt am 16. Oktober 2010

Es wird Herbst in Italien

Wenn das nicht mal ne Aussicht ist...

Auch Italien erwischt langsam aber sicher der Herbst. Jedoch muss hier noch keiner am Morgen seine Autoscheiben frei kratzen 😉 Dennoch passiert es in den letzten Tagen immer öfter, dass uns das liebe Wetter mit Regen beglückt. Und selbst in den örtlichen Parks kleidet sich schon mancher, laubtragende Schattenspender in den alt gewohnten Herbstfarben.

An diesem Samstag Morgen überraschte uns Petrus auch wieder einmal mit dem bestem Wasser aus seinem Hause. Aber eine Reisegruppe bestehend aus 15 Mediengestaltern lässt sich von einem so kleinem Fopa natürlich nicht einschüchtern. Gut gesättigt vom Frühstück machten wir uns also auf den Weg in die schöne Touristenstadt Orvieto. Eine kleine, mittelalterliche Stadt (und wie sollte es auch anders sein) auf einem Berg. Dieses mal jedoch auf einem Sandsteinberg. Nachdem wir auf einem öffentlichen Parkplatz, vor dem Bahnhof geparkt hatten, fuhren wir mit einer Seilbahn auf den Berg. Um nicht in die Zeit der Siesta zu kommen, beeilten wir uns um noch den Dom, dass Highlight der Stadt ansehen zu können.

Der Dom ist im Barockem Zeitalter erbaut wurden und somit wesentlich weniger mit Skulpturen und Gemälden überladen, wie beispielsweise eine typische Kirche aus der Zeit der Renaissance. Dennoch war sie keineswegs weniger schön. Mit ihren Gemälden und Skulpturen bot sie auch schon Michael Angelo Inspiration für die sixtinische Kapelle. Allein in der Zeit, in der wir im Dom waren, erlebten wir eine Hochzeit mit und sahen im Anschluss auch schon, wie der Kranz für die folgende Trauerfeier aufgestellt wurde.

Nach der Besichtigung des Doms zog es uns auf die Stadtmauer. Trotz Wolken war die Aussicht auf den neueren Teil von Orvieto traumhaft und das Licht, was durch die Wolken viel, bestrahlte wie gerufen die Kirche des älteren Stadtteils.

Morgen geht es dann wieder nach Perugia, wo eine Schokoladenmesse statt findet.

Mit einem tropfendem Gaumen und großer Vorfreude auf die Schokolade möchte ich mich für heute verabschieden. Wie immer mit einem

ciao





Erstellt am 14. Oktober 2010

schöne Burg

Arbeit,Arbeit, Arbeit

Nachdem es die letzten 2 Wochen, aufgrund von Zulieferungsproblemen, eher schleppend mit unserem Projekt voran ging, heißt es diese Woche STRESS PUR. Den bis nächsten Montag muss die DVD stehen und nur noch wenige Korrekturen dürfen dann noch daran vorgenommen werden. Weiterhin erschwert auch die Sprachbarriere ein produktives Arbeiten. Dennoch haben wir die letzten Tage gut gearbeitet, so dass ein scheitern keine Option ist. Sind ja Profis 😉

Und so war es am Dienstag auch möglich mit nach Spoleto zu fahren. Und was uns da erwartete waren Treppen! Treppen in sämtlichen Formen und Farben. Flache Treppen, lange Treppen, Treppen aus Holz, aus Metall, aus Stein, manuell begehbar und auch Rolltreppen. Zur Abwechslung nutzten wir auch einmal einen Fahrstuhl. Aber nur um nach unten zu fahren, nachdem wir die gefühlten 6000 Stufen nach oben gegangen sind. Die Treppen wurden natürlich nicht nur aus Langeweile errichtet, sondern hatten einen guten Grund. Spoleto ist die steilste Stadt in Umbrien!

Aber nicht nur das zeichnet die im Mittelalter errichtete Stadt aus. Sie besitzt auch noch eine Menge Sehenswürdigkeiten. Die wohl interessanteste ist die mittelalterliche Burg auf der Spitze des Berges. Auf der Burg hat man natürlich eine herrliche Aussicht. Vor allem auf die zweite Sehenswürdigkeit. Eine Brücke, die zwei Berge miteinander verbindet. Früher auch als Wasserleitung benutzt.

Kurz vor der Brücke meinte unser Lehrer zu uns „Lest doch mal vor was da steht“. Als ich die Schrift noch nicht ganz erkannte, dachte ich mir noch „hö hö… So gut ist mein italienisch dann doch nicht“. Doch was auf der Tafel stand war kein italienisch. Im tiefstem Italien fanden wir eine Tafel auf der nur deutscher Text stand. Denn Spoleto ist nicht nur durch seine Burg, den Treppen und der Brücke bekannt geworden, sondern auch durch einen berühmten, deutschen, Dichter. Goethe!

Um die Säulen des Schildes war eine dicke Kette gebunden, die voll mit Vorhängeschössern war. Auf den Schlössern standen immer die Namen zweier verliebter, mit dem Datum der Zusammenkunft. Dies ist eine lange Tradition. Wenn ein Paar ein Schloss an die Kette hängt, soll das bindende Element als Glücksbringer für eine ewig andauernde Beziehung stehen.

Am Mittwoch ging es jedoch direkt wieder zur Feuerwehr, in der wir uns, in einem kleinem Raum, jeden Tag aufs neue eine Art „Kreativ-Büro“ einrichten. Auch morgen werden wir den Tag wieder durch rackern, in der Hoffnung ein Film freies Wochenende genießen zu dürfen.

Mit diesem Gedanken im Kopf und der einen Hand schon wieder am Videoschnitt, möchte ich mich für heute verabschieden. Und das mach ich wie immer mit einem sonnigem

ciao





Erstellt am 12. Oktober 2010

Vor der Arbeit Händeschütteln

Gestern begann die vorletzte Woche für uns in Italien und so langsam muss auch unser Projekt gemeinsam mit der Feuerwehr in Gang kommen. Denn die ersten 2 Wochen ist aufgrund von Zulieferungsproblemen leider nicht viel passiert. Gestern Vormittag fuhren wir deshalb zur Feuerwehr. Dort bekamen wir dann endlich das Filmmaterial, dass wir zum schneiden benötigen. Leider konnten wir dann immer noch nicht mit der Arbeit loslegen. Zuerst wurde uns ein neuer Ansprechpartner für das Projekt zugeteilt. Robert ist ein Feuerwehrmann, der sich, neben seinem Dienst, auch mit der Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt. Jedoch kann Robert leider nicht sonderlich gut englisch, so dass die Sprachbarriere noch ein Stück gewachsen ist. Gestern fungierte unsere ehemalige Sprachlehrerin zum Glück noch als Dolmetscherin. Jedoch werden wir uns die nächste Zeit alleine mit Robert verständigen müssen, was die Arbeit an dem Projekt nur bedingt erleichtert.

Mit Robert wurden die Bilder, die wir am Donnerstag vor 2 Wochen gemacht hatten aussortiert. Im Anschluss ging es dann noch zum Chef der Feuerwehrwache. Zum Händeschütteln und bedanken. Der Chef der Feuerwehrwache plant mit uns außerdem noch eine Pressekonferenz und einen Zeitungsartikel in der Lokalpresse, in der wir unsere fertige Projektarbeit vorstellen.

Nach dem Meeting teilte man uns außerdem mit, dass unsere fertige DVD am 20. Oktober fertig vorliegen muss. Somit haben wir nur noch eine Woche intensiv, in der wir das Projekt betreuen können.

Am Nachmittag vergaßen wir jedoch für eine kurze Zeit unsere Probleme mit dem Projekt und fuhren in die Stadt um die örtlichen Läden ein wenig zu durchstöbern. Mit Erfolg. Denn in einer kleinen Seitengasse, in einem Szeneladen, kaum größer als 15 m² fanden wir dann etwas tragbares, sogar zu einem humanen Preis (was in Italien, zwischen all den Nobelmarkenläden echt eine Seltenheit ist). Im Gespräch mit dem Verkäufer stellte sich sogar heraus, dass wir nicht irgendetwas gekauft haben, sondern die von ihm designten Sachen. In seinem Laden verkauft er nämlich auch Sachen, die seinem eigenem Geist entsprangen und sogar in Italien produziert werden. Mit einem reinem gewissen, mal keine Sachen, gefertigt von unterbezahlten Asiaten zu tragen, möchte ich mich hiermit von euch verabschieden, wünsche euch noch einen kühlen Tag (bei uns sind es nämlich immer in etwa 10 – 12 Grad mehr 🙂 ) und schicke euch ein sonniges

ciao





Erstellt am 10. Oktober 2010

Und so war Rom …

Boah ist das groß

Am Samstag dem 9. Oktober ging es für uns nach Rom. Eine Stadt die mit kulturellen und historischen Gütern aufwartet wie wohl keine andere. Nicht nur der Vatikan, der der bekanntlich kleinste Staat der Welt ist, sondern auch das Kolosseum, die spanische Treppe und  die Fontana di Trevi mit ihrem Glücksbrunnen. Da Rom schon früher eine reiche Stadt war und die katholische Kirche schon immer in prunk- und  kunstvolle Bauten investierte, findet man auf kleinstem Raum die bekanntesten Kunstschätze der Welt. Den das sehenswerte Zentrum von Rom ist gar nicht so groß. Fast alle Sehenswürdigkeiten sind bequem zu fuß zu erreichen. Raus aus dem Vatikan, paar Meter gelaufen und schwups war man auch schon bei der spanischen Treppe. Also zumindest laut Stadtplan.

Denn ein großes Problem hatten wir alle mit der Stadt: Am Samstag ist sie nämlich so was von überfüllt, dass man die ganzen Kunstschätze gar nicht genießen konnte, sondern mehr damit beschäftigt war auf seine Tasche aufzupassen und niemanden übern Haufen zu rennen. Und so war auch die spanische Treppe keine erkennbare Treppe mehr, sondern eher die größte, menschliche Pyramide der Welt. Aber wir ließen uns davon nicht demotivieren und liefen weiter einen Touristenanziehungspunkt nach dem anderen ab.

Vatikan

Aber fang ich endlich mal von vorne an. Den Anfang machte der Vatikan. Hier warteten wir 2 Stunden um dann die wohl größte, katholische Abzocke zu Gesicht zu bekommen die es wohl gibt. Denn wenn man sich die sixtinische Kapelle angucken möchte muss man erst einmal tief in die Geldbörse greifen. 15 Euro pro Person betrug der Preis zum angucken von gestohlenen Kunstschätzen und Gemälden, für die die Kirche bereits seit mehreren Jahrhunderten kassiert. So gern wie ich mir die sixtinische Kapelle auch angesehen hätte aber 15 Euro um in ein mit Menschen überfülltes Museum zu gelangen, wo man dann wegen der Fülle das wohl bekannteste Deckengemälde der Welt nicht einmal genießen konnte, waren mir ehrlich zu viel. Also beschloss ich kurz vorm Ziel, diesen Stichpunkt auf meiner ToDo-Lebensliste später zu erfüllen.

Nachdem wir die ersten 2 Stunden in Rom verschenkt hatten, gingen wir einmal um die Mauer um den Vatikan herum und waren auf dem Vorplatz. Dem Platz, den man immer im Fernsehen sieht, wenn der Papst eine Rede hält. Die über 100 Figuren auf dem Kranz, der sich um den ganzen  Platz aufstellt, sind atemberaubend und lassen jeden Betrachter eine angenehme Reizüberflutung erleben.
Dennoch störten auch hier die gefühlten 10.000 Menschen.

Fontan di Trevi

Im Anschluss machten wir uns auf den Weg zur spanischen (Menschen-) Treppe. Auf dem Weg zur Fontana di Trevi, liefen wir an sämtlichen Skulpturen vorbei, von denen ich noch nie etwas gehört hatte. Am Glücksbrunnen angekommen war es dann wieder an der Zeit sich durch die Menschenmasse zu kämpfen um gute Fotos zu bekommen.  Und es hat einigermaßen geklappt.

Piazza Venezia

Die letzte große Sehenswürdigkeit auf unserem Plan war das Kolosseum. Wovon wir aber noch nie bewusst etwas gehört hatten war die Piazza Venezia und die Foro Romano. Die Piazza Venezia schien ein Regierungsgebäude zu sein und die Foro Romano eine Ausgrabungsstätte. Sehenswert! Das Kolosseum war jedoch das ungekrönte Highlight unserer Stadttour. Gegen 17.30 Uhr kamen wir bei dem Schauplatz für Gladiatorenkämpfe an und das gesamte Stadion war durch die Tiefstehende Sonne in einen leichten Gelbton getaucht. Um das Kolosseum war zum Glück auch endlich einmal genug Platz, dass sich die Menschenmassen gut verteilten und man endlich den Freiraum hatte diesen Schatz des Weltkulturerbes voll und ganz zu genießen.

Mein letztendliches Fazit für diese Stadt: Es ist ein Fehler Rom an einem Samstag zu besuchen! Rom ist schmutzig und teuer. Jedoch bietet es nicht nur diese auffallende Schattenseite, sondern macht das meiste negative durch seine Schätze wieder weg. Rom schafft es alle hundert Meter jeden Touristen den Atem zu verschlagen. Denn es ist schon beeindruckend, wenn man durch eine enge, schmutzige, sanierungsbedürftige Seitenstraße geht und sich auf einmal ein Weltkulturerbe vor einem Aufbaut.

Mit diesem Fazit zu dem gestrigen Tag  möchte ich mich von euch verabschieden, wünsche euch einen guten Start in die Woche und schreibe nur noch

ciao





Erstellt am 8. Oktober 2010

“Hier will ich ein Haus am See”

Und genau hier bau ich mein Haus hin 😉

Am gestrigem Nachmittag war es dann mal wieder an der Zeit für etwas Kultur. Denn es ging nach Piediluco. Piediluco ist eine kleine, idyllische Stadt an einem See. Für Umbrien typisch, liegt auch diese kleine Stadt auf einem Berg, dessen Spitze von einer alten Burgruine dominiert wird. Die kleine, malerische Stadt die sich am Ufer des 13 Kilometer langen Sees schlängelt, lebt von der Fischerei. Jedoch blieben uns die Fischer verborgen. Den die gehen erst bei Einbruch der Dunkelheit an ihr Werk. Was uns jedoch bei dem Spaziergang entlang dem blauem Wasser offenbarte, waren kleine Anglerboote und Fischerhäuschen.

Auch typisch für italienische Städte war die im Mittelalter erbaute, katholische Kirche. Obwohl es nur eine kleine Kirsche war, wies sie verhältnismäßig viele, schmuckvolle Skulpturen und wunderbare Gemälde auf.

Mit einem neu erlangtem Traum, in Piediluco irgendwann ein Haus am See zu haben, verabschiede ich mich für heute von euch mit einem verträumtem

ciao





Erstellt am 7. Oktober 2010

Projektarbeit auf italienisch

Am gestrigem Mittwoch hatten wir unseren ersten Termin bei der Feuerwehr von Terni. Wir hatten große Erwartungen, wie z. B. ein Rebriefing um die Aufgabenstellung noch einmal genauer zu definieren oder das erlangen des Videomaterials zum schneiden der DVD. Jedoch machte uns auch hier die italienische Gelassenheit einen Strich durch die Rechnung. Aber fangen wir mit etwas positivem an. Die Feuerwehrkantine hat eine Billardplatte, sowie einen Tischkicker und unsere Aufgabe wurde klarer definiert. Wir sollen eine Lern DVD für die Feuerwehr erstellen, in der gezeigt wird, wie man bei einem radioaktivem Angriff vorgeht. Das Filmmaterial wurde vor einer Woche in Perugia aufgezeichnet (ich berichtete). Nun jedoch zum negativem. Das Filmmaterial wird digitalisiert, da es während der Aufnahmen auf Band aufgezeichnet wurde. Dies geschieht aber keineswegs durch uns oder durch die Feuerwehr in Terni, sondern durch die Feuerwehr in Perugia. Das heißt für uns wieder einmal warten, bis dass Material mit dem wir arbeiten dürfen auch bei uns ist. Unser Ansprechpartner bei der Feuerwehr war jedoch zuversichtlich, dass die Filmdaten in der nächsten  Woche da sind.

Nach dem Treffen war es dann bereits wieder später Nachmittag und unser Mietwagen wurde umgetauscht. Da wir bis jetzt immer nur einen Benziner gefahren sind, was bei diesen Bergen manchmal echt ein Krampf ist, sollten wir endlich einen Diesel bekommen. Martin (der Fahrer unseres Mietwagens) fuhr zum Mietservice und wollte das Auto tauschen. Jedoch wartete dort bereits die nächste Überraschung. Wir bekamen nämlich keinen  Diesel sondern wieder einen Benziner. Einen Fiat Punto in einem dunklem Grauton. Vorher hatten wir einen Fiat Punto in schwarz. Na wenn das nicht mal ein lohnenswerter Tausch war.

Mit dieser ernüchternden Feststellung verabschiede ich mich in einen hoffentlich erfolgreicheren Tag mit einem herzlichem

Ciao

PS: Positiv: Die Sonne scheint und es sind  24°





Erstellt am 6. Oktober 2010

Und die Sonne scheint wieder!

Nachdem am gestrigem Dienstag morgen in Italien die Welt unter zu gehen schien und sämtliche Keller im Tal von Terni durch das sinnflutartige Wetter abgetaucht sind, ist heute wieder Sonnenschein pur. Auch die Aufgabensituation bei unserem Projekt hat sich gebessert. So konnte ich bereits ein 2 Minuten umfassendes Video erstellen und sogar einen kleinen Spezialeffekt einbauen. Und heute geht es weiter. Denn was wäre ein gutes Video ohne die entsprechende Musik?

Am Nachmittag haben wir dann unseren ersten Termin bei der Feuerwehr. Die Hoffnungen die wir in diesen Termin setzen sind nicht zu gering. Wir erwarten das Filmmaterial, dass die Feuerwehr von ihrer Übung machte und eine genauere Aufgabenbeschreibung als die beim erstem Briefing.

Hmmmmm... das wird schmecken

Auch die Freizeit wurde gestern gut genutzt, denn es war für das “triple M”-Team (Markus, Martin, Marcus) wieder einmal an der Zeit, 15 hungrige Mäuler zu stopfen.  Mit 3 Kilo Hähnchenfilet, 1 Kilo Reis, Letscho und Currysauce war das aber auch kein Problem.

Nachdem ich euch nun den Mund wässrig geschrieben habe, möchte ich mich in den italienischen Arbeitsalltag verabschieden und mache dies wie immer mit einem herzlichem

ciao





Erstellt am 5. Oktober 2010

Regen in Italien

Seit Montag regnet es in Italien durchgehend

Bereits seit gestern regnet es hier in Umbrien unaufhörlich. Blitze und Donner tragen ebenfalls nicht zur Verbesserung der Stimmung bei. Dabei hätte alles so schön sein können. Denn diese Woche geht es endlich mit dem Arbeiten in Italien los. Unsere Gruppe kümmert sich um das Projekt der Feuerwehr, dass sich fast ausschließlich mit Non-Print-Erzeugnissen beschäftigt. Wir erstellen 2 DVDs für die Feuerwehr von Terni. Die erste beschäftigt sich mit einer Übung, die am letztem Donnerstag statt fand und die zweite mit der Vorstellung der Feuerwehrschule.

Leider machte uns bereits gestern die italienische Gemütlichkeit einen Strick durch unseren Arbeitseifer. Da der genaue Auftrag noch nicht fest steht und das Material der Feuerwehr noch nicht vollständig bearbeitet ist, sitzen wir momentan wartend in der Sprachschule „Gruppo L2“, die uns freundlicher weise einen Raum mit W-Lan zum arbeiten bereit stellte. Mit Kleinigkeiten wie dem Austauschvon Bilddaten und der Verbesserung der Laptop-Leistung beschäftigen wir uns bereits seit gestern vormittag. Andere, Zeitaufwendige arbeiten, wie das Umwandeln der Videoformate laufen nebenbei.

Abwechslung bietete am Montag die Siesta, die wir nutzten um die bereits angefallene schmutzige Wäsche in einem Waschsalon in der Nähe der Sprachschule zu waschen. In einem Selbstbedienungs-Waschsalong gab es für uns die Möglichkeit, für ein humanes Endgelt, unsere bereits getragene Wäsche in einen gut duftenden Zustand zu bringen. Jetzt wo der Kleiderschrank wieder gefüllt ist und wir wieder in der Sprachschule in unserem improvisiert eingerichtetem 15 m² Büro sitzen, werden wir uns nun einem kleinem Übungsprojekt annehmen, dass die Zusammenarbeit in der Gruppe und das Arbeiten mit der entsprechenden Software testen soll.

Mit diesen Worten verabschiede ich mich für heute und wünsche euch allen noch einen schönen Tag.

ciao





Erstellt am 3. Oktober 2010

Der ruhige Sonntag

War das gestern eine Nacht! Ganz Terni war auf den Beinen und die Kneipen, Bars und Caffees waren so voll wie schon mindestens ein Jahr nicht mehr. Ein großes kulturelles Program zog sich durch die gesammte Stadt. An der einen Ecke beschalte eine kleine Bar die gesammte Straße, an einer anderen Ecke tanzte ein gut 60 jähriger mit einer futuristisch gekleideten Frau zu den bekanntesten Liedern des „King of Pops“ und an einer anderen Ecke stand eine große Bühne mit Live-Konzerten. Nur ein Probnlem gab es da an der Sache. Der Transport! Der Bus fuhr nicht mehr und so blieb unserem Reiseleiter nichts anderes übrig als alle Leute in mehreren Touren in das Stadtzentrum zu bringen. Nach gut einer Stunde hin- und her-Fahrerei waren alle beieinander und man konnte die Stadt erkunden.

Nachdem um 3 die Stadt wieder leer war und das Programm sich dem Ende neigte, war es an der Zeit wieder zurück zu fahren. Aber moment… „Wo hab ich jetzt eigentlich geparkt?“ (Zitat: Reiseleiter). In Terni leben 120.000 Menschen. Die Stadt hat bereits seit Jahrhunderten eine blühende Metallindustrie und ist auch dementsprechend groß und, für Italien typisch, sehr verwinkelt. So kam es, dass wir eine dreiviertel Stunde durch die gesammte Innenstadt gezogen sind und nach blanken Nerven und schweren Füßen das Auto fanden. Da wir auch dementsprechend erst spät im Bett waren, kam es, dass wir heutte erst halb eins wach waren. Aber wir konnten es uns auch leisten, da der Sonntag der einzige komplett freie Tag ist. Wir verbrachten ihn mit Volleyball spielen auf dem öffentlichem Sportplatz.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag Abend, einen guten start in die Woche und verabschiede mich mit einem

ciao





Erstellt am 2. Oktober 2010

Samstag mit Kultur

Doppelbasilika des heiligen Franziskus in Assisi

Obwohl heute Samstag war, war unser Programm trotzdem recht gut gefüllt. Den heute ging es nach  Assisi. Assisi ist eine Stadt, die gute 1,5 Autofahrstunden von Terni entfernt liegt. Da auch diese Stadt lange vor den Römern erbaut wurde, lag sie natürlich einmal wieder auf einem Berg. Aber auch daran gewöhnen sich meine Beine langsam. In Assisi erwateten uns 2 Kirchen.

Die erste war die Doppelbasilika des heiligen Franziskus. Aber wer war dieser Franziskus? Geboren als Sohn einer reichen Familie, wurde Franziskus im Jugendalter zum Rebellen. Ihm widerstrebte der ganze Prunk und die Geldverschwendung. Er fing an zu Pilgern. Auf seiner Reise verbrachte er viele Wunder und besaß auch die Fähigkeit mit Tieren zu sprechen. Jedoch verbrachte er nicht nur Wunder sondern hatte auch eine starke Überzeugung. Entgegen der damaligen Führung der katholischen Kirche, waren für ihn alle Menschen gleich. Egal ob Protestant, Sünder oder Gläubiger. Er war gegen Kriege und Kreuzzüge die die katholische Kirche damals führte. Seinen Brüdern lernte er so zu leben und diese verkündeten seine Botschaft noch weiter hinaus. Er wurde so zum Heiligen. Als er starb, setzte man ihn in seiner Heimatstadt Assisi bei. Zu seinem Andenken errichtete die katholische Kirch zwei Kirchen in seinem Geburtsort.

Die Doppelbasilika ist ein riesiges Gebäude welches 1228 erbaut wurde. Nur zwei Jahre später, war sie bereits soweit fertig gestellt, dass die Gebeine des heiligen in die Basilika umgebettet werden konnten. Entgegen den Ansichten des heiligen Franziskus, ist sie jedoch dennoch recht Prunkvoll ausgefallen.

Um auch sonst noch etwas über Assisi mit auf den Weg zu nehmen, hatten wir 2 Stunden Freilauf. Gerade genug Zeit um die Einkaufsmeile neben der Kirche etwas näher in Augenschein zu nehmen. Was jedoch diese Einkaufsmeile bietet, ist wohl für die meisten, nicht Katholiken von uns, reiner Kitsch. Kleine Statuen des heiligen, Seife, Kristallsteine etc zu überteuerten Preisen. Das einzig interessante war wohl das “Bio-Fest”, dass dieses Wochenende veranstaltet wird und mit gratis Kostproben und (für uns Mediengestalter besonders interessant) sehr gut Gestaltete, umfangreiche Broschüren, die sogar in einer Sprache sind, die wir zumindest teilweise verstehen – nämlich Englisch.

Nach dieser kleinen Stadtrundtour besuchten wir die zweite Kirche, die zu ehren des heiligen Franziskus errichtet wurde. Die einzige Kathedrale, die in der Kathedrale noch eine kleine Kathedrale hat! Diese wurde im vergleich zur ersten einige hundert Jahre später erbaut und besaß so den vollen Prunk der Renaissance. Hohe Decken, Skulpturen und Gemälde luden zum längerem verweilen ein. Leider durfte man offiziell keine Fotos machen. Das einhalten dieser Vorschrift wurde auch streng von Sicherheitskräften überwacht, so dass man, sobald man den digitalen Knipser zog, sofort einen dieser Kunstbanausen an den Fersen hatte. Ein paar gute Fotos konnte ich trotzdem schießen.

Foto der zweiten Kapelle in Assisi

Und wie verläuft so ein Samstagabend  in Terni? Heute findet der krönende Abschluss eines Stadtinternen Festivals statt. Von 10 Uhr abends bis 3 Uhr in der Früh ist die ganze Stadt wach wie sonst nie. Mit einem ausgefeiltem kulturellem Programm aus Musik, Konzerten, Theater und Kunst werden wir heute die Nacht zum Tag machen.

Ich stürze mich jetzt also in die Nacht und verlasse euch in den späten Abend mit einem herzlichem

ciao





Erstellt am 1. Oktober 2010

Leichenkeller und Wasserfall…

Europas höchster Wasserfall, nahe Terni


Auch heute ging es mit der Datensammlung von digitalen Bildern in Form von Sightseeingtouren weiter. Anfangs trieb es uns auf einen alten Friedhof. Früher wurden die Toten aus einer Stadt unter der Kirche verbuttert. Als Dann im 19.Jahrhundert ein Gesetz dagegen aufgestellt wurde, wurden die Leichen unter der Kirche ausgebuddelt. Dabei stellte man fest, dass ein bestimmter Stoff im Boden die Leichen mumifiziert hatte. In der Grotte der Gruft werden die Leichen heute zur Show gestellt. Nach dieser Magenumdrehenden Erfahrung mit Leichenteilen von weit über 100 Menschen, ging es nach Ascata delle Marmore. Denn dort befindet sich nicht weniger als der höchste Wasserfall Europas. Die alten Römer bauten dieses Meisterwerk um ihre Städte vorm Überfluten zu beschützen. Der Wasserfall mist 165 Meter. Für uns hieß das wieder einmal mehr, Treppen laufen. Die ganzen 165 Meter hoch. Aber es hatte sich gelohnt! Denn von oben hatte man einen wunderbaren Ausblick auf die volle Macht des Wasserfalls.

Auch wenn es heute leider nur ein kurzer Blogeintrag wurde, möchte ich mich dennoch an dieser Stelle verabschieden (ich merke momentan jede einzelne Stufe die ich heute gegangen bin) mit einem herzlichem

ciao





Erstellt am 30. September 2010

Chemieanschlag auf Perugia

Die Feuerwehr von Terni

Am heutigem Donnerstag führte uns eine 1,5 Stunden andauernde Autofahrt nach Perugia. Perugia ist eine Stadt die besonders vom Mittelalter, speziell der Zeit vom 14.-16. Jahrhundert geprägt wurde. Wie so viele Städte in Umbrien, die nicht von den Römern erbaut wurden, ist auch Perugia eine Stadt, hoch auf einem Berg. Dies verschaffte uns nicht nur eine gute Aussicht, sondern auch viele Treppenstufen.

Aber angefangen hat unser Tag anders. In aller Früh, um 6 Uhr morgens klingelte der Wecker. Nach einem heute eher schnell rein geschlungenem Frühstück ging es dann auch schon auf nach Perugia. Denn punkt 9 hatten wir einen Termin mit der Feuerwehr von Terni. Wie bereits gestern in diesem Blog gepostet, ist eine von drei Projektgruppen damit beschäftigt, 2 DVDs für die Feuerwehr zu erstellen. Die eine befasst sich mit dem Gebäude und den Schulungen der italienischen Männer mit den großen, roten Autos und die andere DVD befasst sich mit einer Dokumentation einer Katastrophenübung. Und eben diese fand heute auf einem Parkplatz vor der “Minimetro” (eine Seilzugbahn, mit der man von außerhalb der Stadt direkt in das Zentrum kommt) statt. Die Ausgangssituation war ein Chemieanschlag auf die Metrostation. Ohne Vorahnung wurden die Feuerwehrmänner aus Terni und Perugia angefordert um dieser Katastrophe Herr zu werden. Die Einzelnen Arbeitsvorgänge waren für einen Außenstehenden jedoch nur schwer zu verstehen. Was man jedoch sah, waren Männer in Schutzanzügen, die futuristischer nicht hätten aussehen können. Opfer des Anschlags wurden geborgen, von den Personen in Schutzkleidung untersucht (nach radioaktiver Strahlung etc.) und anschließend behandelt. Die Personen, die in ihren Anzügen am seltsamsten wirkten, hatten die Aufgabe das verseuchte Gebiet zu kontaminieren.
Die Feuerwehr von Terni schlug sich gut und benötigte sogar weniger Zeit als vorgesehen.

Aussicht von der Altstadt auf die Stadt Perugia

Nach dieser spektakulären Veranstaltung, bei der wir ausreichend Film- und Bildmaterial sammeln konnten, fuhren wir mit der “Minimetro” in das Zentrum der Stadt. Das historische Zentrum beinhaltet eine Burg, die jedoch nicht zum Schutz vor externen Feinden erbaut wurde, sondern vom damaligem Papst erbaut wurde um die aufmüpfigen Perugianer unter Kontrolle behalten zu können. Außerdem sahen wir das Rathaus, das mit einem Prunkvollem Brunnen und einer stattlichen Bauhöhe ordentlich vor unseren Kameras posierte. Wir trafen sogar 2 Studenten aus Deutschland die in der Universitätsstadt Perugia ein Auslandssemester absolvieren.

Völlig kaputt von der langen fahrt, den vielen Treppenstufen und der spannenden Vormittagsveranstaltung ging es anschließend, am spätem Nachmittag, zurück in unsere Herberge.
Und mit diesen Worten verabschiede ich mich jetzt zu später Stunde (Es ist 2.29 Uhr) in mein gemütliches Bett und verabschiede mich mit einem freundlichem

ciao





Erstellt am 29. September 2010

Endlich mal Ruhe!



Die Straßen von Terni




Nach den letzten, doch recht stressigen Tagen, kehrte heute erstmals etwas Ruhe ein. Zwar begann der Tag heute wieder, wie auch die letzten beiden Tage, mit einer Sprachlektion bei Sabrina (unserer Sprachlehrerin), jedoch immerhin nur 2.5 Stunden statt 3. Nach dem erlernen der Monate, Tage und Jahreszahlen im Italienischem, schrieben wir einen Test. Gut vorbereitet wie wir alle waren, war auch diese Hürde machbar.

Im Anschluss fuhren wir dann zur Feuerwehr von Terni. Vor Ort stellte uns Daniele eins der zukünftigen drei Projekte vor. Die Aufgabe: Wir filmen am morgigen Donnerstag, dem 30.September, eine Übung der Feuerwehr. Die Übung besteht aus der Simulation der Nachwirkungen eines Bio- bzw. Chemieangriffs. Welche Maßnahmen trifft die Feuerwehr vor Ort? Die groß organisierte Übung findet in einer U-Bahn-Station in Perugia statt. Unsere Aufgabe dabei wird es sein möglichst viele Bilder und Filme zu drehen, die die Feuerwehr von Terni am Ende zur Vermarktung verwenden kann. Weiterhin umfasst die Aufgabe das Erstellen einer Dokumentation über die Feuerwehr in Terni direkt. Das Resultat soll es sein 2 DVD´s erstellt zu haben. Auch ich werde als eins von 6 Gruppenmitgliedern an diesem Projekt teilnehmen.

Nach dem Besuch der örtlichen Feuerwehr bekamen wir Freizeit. Da wir jedoch vor 17 Uhr nie in unsere Zimmer kommen, nutzten wir die Gelegenheit und erforschten Terni aus der sicht eines Jugendlichen. Da auch Terni eine Studentenstadt ist, gibt es eine große Jugendkultur. Wir entdeckten so dutzende Läden, in denen es die neuesten Klamotten gibt. Von dem kleinem, 9 m² großem Seitengassen-Geschäft, dass sein Dasein als Insidertipp verlebt, bis hin zum großem, unüberschaubarem Einkaufsgeschäft mit so ziemlich jeder Marke von der man je gehört hat. Jedoch musste man traurig feststellen, dass das Schoppen in Italien nicht günstiger als in Deutschland ist.

Aber auch schöne Jugendkaffees bietet die Stadt. Wir besuchten heute ein Geschäft, dass einen jungen Stil und eine Bücherei vereinte. Und auch die Preise sind in diesen Lokalen recht human gehalten.

Mit dieser Erkenntnis möchte ich mich für heute in mein gewöhnungsbedürftiges Bett verabschieden.

Ciao





Erstellt am 28. September 2010

Die Chroniken von Narnia

Oggi é martedi. Das heißt “Heute ist Dienstag”. Und was es für ein Dienstag war! Begonnen hat er wieder mit einer 3 Stunden andauernden italienisch Lektion, in der wir trauriger weise feststellen mussten, dass unser italienisch seit gestern kein Deut besser geworden ist. Nachdem der gestrige Tag schon durch sämtliche Erlebnisse geprägt wurde, blieb leider auch nur wenig Zeit um sich in die neue Sprachkultur reinzufuchsen. Sabrina, unsere Lehrerin zum erlangen der neuen Sprache, zeigte sich jedoch human und machte nach ein paar Wiederholungen mit neuem Stoff weiter. Schon nach kurzer Zeit besuchten uns außerdem noch 2 Studenten der Sprachschule in Terni und wurden sofort in den Unterricht integriert. Welch ein Zufall – Die Studenten lernen seit 2 Jahren die deutsche Sprache, so dass der weitere Unterricht für beide Parteien unterhaltsam wurde. Durch gegenseitiges Ausfragen und gemeinsame Dialoge blieben so auch bei mir noch ein paar Sprachschnipsel hängen.

Die christliche Kirche in Narnia

Halb eins war es dann auch schon wieder Zeit für die Siesta. Auch heute hieß es während dieser Zeit wieder Essen und dann ganz lange warten. Jedoch heute vor anderer Kulisse. Den es zog uns heute nach Narnia. Eine im Mittelalter erbaute und sehr historisch wertvolle Stadt mitten auf einem Berg. Wie man es sich bei der Lage schon denken kann – Wir erklimmten heute mehr Treppenstufen als ich überhaupt Zählen konnte. Um die Siesta doch noch mit ein wenig kulturellem Programm füllen zu können besuchten wir eine christliche Kirche. Schon rein von der Religion her war diese leider weniger Prunkvoll als die gestrige, katholische, aber deshalb nicht weniger interessant.
Im Anschluss trafen wir uns wieder mit unserer Reiseführerin Ellena (die uns auch schon den Tag zuvor die Stadt Terni nahe brachte), die uns diesmal in eine Gruft brachte. Eine alte Gruft, betrieben von den Freimaurern und einer Menge zu sehen. Zu der Geschichte: Im 2. Weltkrieg bleib leider auch diese Gruft nicht von den Bomben der feindlichen Flugzeuge verschont. Eine Gruppe von Archäologen machte sich nach mehreren Jahrzehnten jedoch die Mühe und legte die zu geschüttete Gruft wieder frei. Was dabei zu Tage kam war nicht weniger eine kleine Kapelle und eine Folterkammer mit Kerker. Nichts für sanfte Gemühter waren die Geräte die detailgetreu rekonstruiert wurden. Ich möchte an dieser Stelle jedoch keine genauere Beschreibung niederlegen. Im Kerker waren an die Wände die letzten Notizen eines ehemaligen Freimaurers eingeritzt, in denen er ausführlich seine Unschuld beteuert. Angefangen mit der Zahl 7, in allen verstecken Variationen (stand bei den Freumaurern für Unschuld) bis hin zu versteckten Codes, die bis heute noch nicht Interpretiert werden konnten. Der Gefangene zählte in seinem Kerker jede Stunde und jeden Glockenschlag des darüber liegenden Glockenturms und hielt diese in seinen aufwendigen “Wandgemälden” fest. So fanden die Archäologen die genaue Haftzeit vor seiner Todesstrafe heraus. 3 Monate. 3 Monate in einem 10 m² großem Loch mit einem nur sehr kleinem, vergittertem Fenster. An anderen Wänden waren die Namen weiterer ehemaliger Insassen eingeritzt.
Diese Gruft brachte einem den Kampf der katholischen Kirche gegen die Aufteilung durch Martin Luther anschaulich näher.

Im Anschluss war es dann auch schon wieder sehr spät und wir machten uns auf eine abenteuerliche Reise zurück in unser Hostel. Diese Reise sollte ein die “Baugunst” der italienischen Straßen näher bringe. Straßen deren Gefälle eine Belastung für Fahrer, Beifahrer, Insassen und Auto ist. Straßen, die so schmal sind, dass nur platz für ein Auto ist. Straßen die einen immer wieder in ein Verkehrs-Fopa leiten.

Aussicht auf Narnia

Aber auch Straßen die einem einen Ausblick auf die umliegenden Städte bieten, wie man ihn nur selten zu Gesicht bekommt. Idyllisch verlaufen diese Straßen rund um die Berge und lassen die Fahrer der Mietwagen oft verzweifeln. Aber sowohl die italienischen wie auch wir als Straßenteilnehmer beherrschten diese Situation, so dass alle – nach mehreren Schocks – lebend und unversehrt an unserem Bestimmungsort ankamen.
Mit diesen beruhigenden Worten möchte ich mich für heute verabschieden.

Buonna Notte é ciao





Erstellt am 27. September 2010

Sprache und Kultur

katholische Kirche in Terni

Dieser erste Tag in Italien war für unsere kleine Reisetruppe geprägt von Kultur und Sprachunterricht. Um 10 Uhr, nach einem ausgiebiegem Frühstück, ging es in der Sprachschule in Terni los, mit dem Kennenlernen einer neuen Sprache. Italienisch! Am Anfang unseres Sprachkurses standen heute die Standarts. Grundlegende Sätze die man einfach drauf haben muss. Im Anschluß folgte die berühmt, berüchtigte Siesta. Siesta ist in Italien die drei stündige Mittagspause von 13-16 Uhr, in der man außer Mittagessen nichts weiter machen kann. Sämmtliche Läden haben geschlossen und auch leider nirgends befindet sich ein Bett, in das man sich einfach mal legen könnte.
Nach also 3 Stunden durch die Stadtziehen ging es mit unserem Tagesprogramm weiter. Als nächster Punkt auf der Tagesordnung stand eine Stadtreise durch Terni. Unsere Reiseführerin zeigte uns die Altstadt und führte uns in die Geschichte von Terni ein. So erfuhren wir, dass die Stadt, während des 2. Weltkriegs, zu 80 prozent weg gebombt wurde.
Nach 2 Stunden Kultur ging es dann zurück in unsere Herberge. Gemeinsam mit Markus und Martin waren heute wir mit dem Abendbrot an der Reihe. Schnitzel mit Rosmarienkartoffeln und Champiniog-Rahmsauce für 15 Personen. Keine leichte Aufgabe aber wir haben sie gut gemeistert.
Und mit diesen beruhigenden Worten möchte ich mich für heute verabschieden.

ciao





Erstellt am 27. September 2010

Und so siehts in Bildern aus





Erstellt am 26. September 2010

Aus dem Regen in den Süden

Bereits am Samstag nachmittag ging die Reise nach Italien für meine Freunde Martin, Markus und mich los. Unsere erste Station war hierbei Berlin. Dort konnten wir bei einem gutem Freund übernachten und mussten um 3 Uhr morgens (nach nur 3 Stunden schlaf) schon wieder aufstehen. Während die meisten Mitreisenden in S- und U-Bahn sich gerade erst auf den Weg nach Hause machten, hatten wir ein anderes Ziel. Pünktlich am Flughafen sein! Nach nur erschreckend wenig Orientierungslosigkeit im Flughafen, stoßten wir auch nur eine halbe stunde zu spät zu unserer Gruppe.

Und um 7 Uhr war es dann soweit. Marcus Scheib begab sich zum erstem mal in seinem Leben über die Wolken. Auch dieses Erlebniss ging relativ reibungslos von statten. Gegen 9 Uhr hatte ich dann auch schon wieder festen Boden unter den Füßen. Römischen, festen Boden. Am Flughafen in Rom erwarteten unsere 15 Personen starke Gruppe bereits zwei kleine Busse, die uns in einer 2,5 Stunden andauernden Fahraktion an unser eigentliches Ziel nach Terni brachten.

Nun bin ich bereits 4 Stunden in dieser Stadt und will euch ehrlich sagen – Es ist Traumhaft! Unser Hostel befindet sich in einem Stadtteil, in dem seit der Rennaissance die Uhren stehen zu blieben schienen. Wir hausen in einem altertümlichen Charme, wie ihn ein Mensch aus unserem Lande wohl nur selten zu gesicht bekommt.

Und was steht heute noch weiter so an? Größtenteils besteht der heutige Tag nur noch aus ausruhen. Um 17 Uhr geht es nocheinmal direkt in die Stadt um 3 Mietwagen abzuholen. Anschließend werden noch Grundnahrungsmittel und Getränke gekauft. Und das wars dann auch schon mit dem Programm für diesen Tag. In diesem Sinne möchte ich mich verabschieden und gehe jetzt raus die Sonne geniesen 😉

Ciao

Und ab ging der Vogel





Erstellt am 25. September 2010

Und ab geht die Reise

Heute ging es um 15.27 am Forster Bahnhof los mit der Reise nach Italien. Zuerst geht es mit dem Zug nach Berlin, bevor ich dann morgen früh um 7 nach Italien abhebe.
Zusammen mit einem Lehrer vom Oberstufenzentrum Cottbus und 15 weiteren Mediengestaltern in der Ausbildung werden wir dort an verschiedenen Projekten arbeiten.

Momentan noch wage ich jedoch nur ungern den Blick aus dem Fenster. Denn dort regnet es in strömen! Da freut man sich gleich um so mehr auf die warme Sonne in Italien.





Erstellt am 23. September 2010

Hallo und herzlich Willkommen…

… auf meinem Auslandsblog. Mein Name ist Marcus Scheib und ich begebe mich ab dem 26. September, für einen Monat, auf eine Reise nach Italien. Das natürlich nicht einfach nur um mir einen hübschen Urlaub zu machen, sondern im Rahmen des Projektes „Azubimobil“ von der IHK. Wenn du auch einfach mal einen Monat raus aus dem Arbeitsalltag willst, klick einfach auf das Flugzeug im Header und erfahre mehr über das Projekt.

Wenn du mehr über meine Person erfahren willst, klicke einfach auf mein Bild im Header.

Und was erwartet dich als Leser dieses Blogs? Das kann ich ehrlich gesagt noch nicht sagen 🙂 Ich werde mich jedoch bemühen regelmäßig das neueste, rund um meinen Aufenthalt in Italien zu posten.

Na dann wünsch ich euch und mir einen angenehmen Monat.

Ciao