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Bewerbungsgespräch: So bereitest du dich darauf vor

Ausbildungsfinder

Veröffentlicht am 12.09.2022

 

Atme einmal tief ein und wieder aus. Herzlichen Glückwunsch. Du wurdest zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Somit konntest du mit deinen Bewerbungsunterlagen und evtl. auch im Assessment Center überzeugen. Nun kommt der nächste Schritt – das Bewerbungsgespräch.

Nutze das Gespräch für dich

Bewerbungsgespräche variieren von Firma zu Firma und sind auch sehr abhängig von den Personen, die sie führen. Es wird Betriebe geben, da ist das Gespräch eher ein lockeres Plaudern und es gibt Betriebe, da sitzt du vor einer Jury, die du überzeugen musst. Dabei sollte dir eins klar sein: Der Ausbildungsbetrieb sollte dich genauso überzeugen, wie du ihn. Wenn du dich aufgrund der Fragen oder der Atmosphäre nicht wohlfühlst, aber dennoch eine Zusage im Anschluss bekommst, musst du diese nicht annehmen. Nutze das Gespräch für dich, um einen Einblick in die Arbeitsweisen und das Arbeitsklima zu erhalten.

Ran an die Vorbereitung!

Dein Ziel im Vorstellungsgespräch ist es, dem Personaler zu zeigen, dass du perfekt zu seinem Unternehmen passt sowie die Werte des Unternehmens zu dir.  Des Weiteren ist es zum Beispiel dafür da, Kenntnisse zu überprüfen oder offene Fragen aus dem Lebenslauf zu klären.

Unabhängig, wie viel Zeit zwischen der Einladung zum Bewerbungsgespräch und dem Termin liegt, solltest du diese Zeit effektiv nutzen. Beginne mit der Recherche über das Unternehmen. Nutze dazu die Unternehmenswebsite, Social Media Accounts, LinkedIn sowie andere Accounts des Unternehmens. Hier findest du jede Menge Informationen zu der Unternehmensgeschichte, Werte und Produkte des Unternehmens, andere Firmenstandorte (evtl. Mutter-/Tochterfirmen) u.v.m. Wenn der Personaler bemerkt, dass du dich intensiv vorbereitet hast, sind das eindeutige Pluspunkte für dich.
Um am entscheidenden Tag des Gespräches Stress zu vermeiden, informiere dich im Vorfeld über deine Anfahrt und kalkuliere Staus oder Verspätungen ein. Damit du pünktlich bist. Gängig sind 5 bis 10 min vor dem Beginn deines Gespräches.
Mache dir auch Gedanken über deine Kleidung. Was du anziehst, sollte zur Position, zum Unternehmen und zu dir passen. Nur so kannst du selbstbewusst auftreten.

Mit einem guten Anzug oder einer schicken Bluse kannst du nichts verkehrt machen. In vielen kleineren Unternehmen kommt auch ein Blazer mit einer hochwertigen Hose gut an. Besonders die Unternehmen im Bereich der Finanzen wünschen sich ein besonders schickes Erscheinungsbild. Du musst mit deinem Outfit auch nicht übertreiben. Vermeide knallige Farben. Es benötigt auch keine große goldene Uhr oder anderer teurer Schmuck. Das könnte protzig wirken. Achte auch unbedingt auf saubere Schuhe.

Jetzt geht es los!

In der Regel spielt sich folgendes Schema ab. Dies kann aber vom Unternehmen variieren.  Es kann zum Beispiel sein, dass du im Vorfeld eine Aufgabe bekommst und diese im Gespräch präsentieren musst.

  1. Phase: Die Begrüßung / Smalltalk

Wie der Name schon sagt, findet eine kurze Begrüßung statt. Die Anwesenden werden sich kurz mit Namen vorstellen und dich zum Beispiel fragen, wie deine Anreise war oder wie es dir gerade geht. Das soll die Stimmung etwas auflockern und dir die Aufregung nehmen. Steige ruhig auf die Plaudereien ein. Das hinterlässt auch direkt einen kommunikativen Eindruck von dir.

  1. Phase: Das Kennenlernen / Selbstvorstellung des Unternehmens und von dir

Dann geht es richtig los. Das Bewerbungsgespräch startet meistens mit einer konkreten Vorstellung aller Parteien. In dieser Zeit kannst erstmal durchatmen, aber höre gespannt zu. Versuche dir auch die Namen von den Personen zu merken, die mit in deinem Vorstellungsgespräch sitzen. Der Grund ist folgender: Bei Rückfragen an eine bestimmte Person im Anschluss, kannst du sie auch mit Namen ansprechen. Das zeigt, dass du interessiert zu gehört hast.

Auch du bekommst die Chance dich selbst zu präsentieren. Nenne deinen Namen, dein Alter, deine Herkunft und gehe danach über zu deinem Schulabschluss sowie bisherige Erfahrungen durch deine Freizeit oder Praktika. Bedenke aber, dass deine Gesprächspartner bereits deine Bewerbung und deinen Lebenslauf vor sich liegen haben. Bau also gern noch ein zwei Infos über dich ein, die sie noch nicht über dich gelesen haben, aber trotzdem zum Bewerbungsgespräch passen: Hast du vielleicht seit dem Versenden der Bewerbung erfolgreich deinen Schulabschluss gemacht?

Dann beginnt die heiße Phase des Bewerbungsgesprächs: Die Fragerunde. Die Personaler und Mitarbeiter stellen dir abwechselnd Fragen zu deinen Unterlagen oder die üblichen Bewerbungsfragen wie „Warum haben Sie sich bei uns beworben?“, „Was sind Ihre Stärken/ Schwächen?“, „Warum sollten wir ausgerechnet Sie nehmen?“

Wie du mit diesen schwierigen Fragen am besten umgehst und auf welche Fragen du rechtlich gesehen gar nicht antworten musst, erfährst hier.

  1. Phase: Die Zeit für Rückfragen

An dieser Stelle solltest du auf jeden Fall Fragen stellen. Mit klugen Fragen kannst du wirklich punkten. Stelle jedoch nicht nur Fragen, weil du unbedingt eine Frage stellen willst (weil PLANBAR hat gesagt, das macht einen guten Eindruck). Statt zu fragen, wie viele Mitarbeiter das Unternehmen hat, was du auf der Website vielleicht schon gelesen hast, frage wie die Probezeit der Ausbildung ablaufen wird bzw. ob es eine Einführungswoche gibt. Auch empfehlenswert sind: „Was wären die nächsten Schritte im Bewerbungsprozess?“ oder „Mit wem kann ich in Kontakt bleiben, um eventuellen Rückfragen zu besprechen?“. Wenn es zuvor im Verlauf des Gespräches noch nicht deutlich angesprochen wurde, kannst du dich über deine Berufsschule informieren. Du kannst auch deine Vergütung, Arbeitszeit, Urlaubstage und andere Benefits erfragen. Vermeide dabei, nur solche Fragen zu stellen. Sonst erhalten die Personaler den Eindruck, du wärst nur wegen des Geldes da.
Ein weiteres Beispiel ist, ob es Projekte mit den anderen Azubis gibt. Natürlich kannst du dich erkundigen, wie hoch die Übernahmechancen sind oder welche Weiterbildungsmaßnahmen im Anschluss möglich sind.

  1. Phase: Der Abschluss

Das Gespräch ist vorbei und es findet die Verabschiedung statt. Vergiss nicht, dich für das Gespräch zu bedanken und verabschiede dich mit Blickkontakt und einem Lächeln. Erwähne beiläufig, wenn es sich anbietet, dass du dich freuen würdest, wenn es mit der Ausbildungsstelle klappt.

 

Geduld ist gefragt

Meldet sich das Unternehmen nicht, solltest du dich 2 Wochen nach dem Bewerbungsgespräch telefonisch erkundigen, ob es schon eine Entscheidung gibt. Manchmal dauert der Prozess etwas länger. Deshalb solltest du nichts überstürzten. Beachte dabei, wenn das Unternehmen erwähnt hat, dass sie sich frühestens in einem Monat melden, solltest du nicht nach 2 Wochen anrufen.

 

Team-PLANBAR Tipps

Im Vorfeld solltest du dir unbedingt deine Bewerbungsunterlagen noch einmal durchlesen, damit du weißt, was du genau geschrieben hast. Desweitern wirkt es sehr professionell, wenn du dir während des Interviews Notizen machst. Selbstverständlich darf dadurch deine Aufmerksamkeit am Gespräch nicht verloren gehen.

Wir wünschen dir viel Erfolg. Wenn es mal nicht klappt, probiere es weiter.

Lisa Lutzer