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Nahaufnahme eines Tierarztes, der sich um den Hund k√ľmmert

Tiermedizinischer Fachangestellter/Tiermedizinische Fachangestellte: Ausbildung und Beruf

Zahlen, Daten, Fakten
Ausbildungsdauer:
3 Jahre
Ausbildungsform:
Duale Ausbildung
Schulabschluss:
Hochschulreife
Gehaltsentwicklung während und nach der Ausbildung
1. Jahr
√ė 790
2. Jahr
√ė 870
3. Jahr
√ė 950
Ein­stiegs­gehalt
√ė 1.700
Gehalts­ent­wicklung
√ė 2.160
Karrierechancen und Zukunftsperspektiven

Tiermedizinische/-r Fachangestellte/-r: Aufgaben

Tiermedizinische Fachangestellte sind verantwortlich f√ľr die Betreuung von Tieren vor, w√§hrend und nach einer Behandlung. Dazu geh√∂rt unter anderem die Anfertigung von R√∂ntgenaufnahmen, die Durchf√ľhrung von Laborarbeiten und die Pflege von Tieren auf der Krankenstation. Sie beraten Tierhalter zu Fragen der artgerechten Haltung, der Krankheitspr√§vention und der Rehabilitation. Zudem gew√§hrleisten sie die Einhaltung von Hygienevorschriften in der Praxis, verwalten die tier√§rztliche Apotheke und sind in der Lage, Erste Hilfe in Notf√§llen zu leisten. Zu ihren Aufgaben z√§hlen auch Verwaltungsarbeiten und die Organisation der Praxisabl√§ufe, wie die Terminvergabe, der Empfang von Tierhaltern und ihren Tieren, die Dokumentation von Behandlungsverl√§ufen in den Patientenakten sowie die Abrechnung erbrachter Leistungen.

Tiermedizinische/-r Fachangestellte/-r: Gehalt

Gehaltsentwicklung während und nach der Ausbildung

1. Jahr
√ė 790‚ā¨
2. Jahr
√ė 870‚ā¨
3. Jahr
√ė 950‚ā¨
Ein­stiegs­gehalt
√ė 1.700‚ā¨
Gehalts­ent­wicklung
√ė 2.160‚ā¨

In einer dualen Ausbildung wird die Ausbildungsverg√ľtung vom Ausbildungsbetrieb gezahlt und orientiert sich bei tarifgebundenen Unternehmen an den tarifvertraglichen Bestimmungen. Auszubildende haben Anspruch auf eine angemessene Verg√ľtung. Sollte die Ausbildung haupts√§chlich in schulischer Form stattfinden, beispielsweise an einer Berufsfachschule oder im Berufsgrundbildungsjahr (BGJ), wird in der Regel keine Ausbildungsverg√ľtung gezahlt.¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†

1. Ausbildungsjahr: 790
2. Ausbildungsjahr: 870
3. Ausbildungsjahr: 950

Tiermedizinische/-r Fachangestellte/-r: Ausbildung

1.Lehrjahr

  • Informations- und Kommunikationssysteme

  • Betriebsverwaltung und Abrechnung

  • tier√§rztliche Hausapotheke

  • Ma√ünahmen bei Diagnostik und Therapie unter Anleitung und Aufsicht des Tierarztes oder der Tier√§rztin

  • Patienten und Klienten empfangen und bis zur Behandlung begleiten

2.Lehrjahr

  • Laborarbeiten begleiten und durchf√ľhren

  • R√∂ntgen und Strahlenschutz

  • Gebrauchs- und Verbrauchsg√ľter beschaffen und verwalten

  • bei Diagnostik und Therapie von Erkrankungen der Haut und der Sinnesorgane mitwirken

  • bei der Diagnostik und der Therapie von Erkrankungen des Harn- und Verdauungstraktes mitwirken

  • Praxisabl√§ufe organisieren

3.Lehrjahr

  • bei der Diagnostik und der Therapie von Erkrankungen des Bewegungsapparates mitwirken sowie R√∂ntgen und Strahlenschutzma√ünahmen durchf√ľhren

  • bei operativen Eingriffen assistieren, das Tier postoperativ betreuen und die erbrachten Leistungen abrechnen

  • Klienten beraten und betreuen

  • Praxisprozesse im Team planen und gestalten und bei Marketingma√ünahmen mitwirken

Tiermedizinische/-r Fachangestellte/-r: Fachrichtungen

Parasitenbehandlung

Als zuk√ľnftige Fachkraft im Bereich der Tiergesundheit ist es entscheidend, die verschiedenen Arten von Parasiten zu erkennen und effektive Behandlungsmethoden anzuwenden.

W√§hrend deiner Ausbildung wirst du lernen, wie du Parasiten wie Fl√∂he, Zecken, W√ľrmer und Milben identifizierst. Du wirst verstehen, wie sich diese Parasiten auf die Gesundheit von Tieren auswirken k√∂nnen und wie du sie sicher und wirksam behandeln kannst.

Die Parasitenbehandlung umfasst sowohl pr√§ventive Ma√ünahmen als auch die Behandlung von akuten Bef√§llen. Du wirst lernen, wie du Parasitenbefall vorbeugen kannst, indem du regelm√§√üige Untersuchungen durchf√ľhrst, Hygienema√ünahmen implementierst und geeignete Pr√§ventivma√ünahmen wie Spot-On-Pr√§parate oder Wurmkuren empfiehlst.

Zahnbehandlungen

Zu den Aufgaben eines tiermedizinischen Fachangestellten im Bereich der Zahnbehandlung geh√∂ren die Unterst√ľtzung bei zahn√§rztlichen Untersuchungen, Reinigungen und Behandlungen. Du wirst lernen, wie man Z√§hne reinigt, poliert und fluoridiert, um Zahnbelag und Zahnstein zu entfernen und die Mundgesundheit des Tieres zu erhalten.

Dar√ľber hinaus wirst du lernen, wie man R√∂ntgenaufnahmen von Tierz√§hnen macht, um Zahnprobleme wie Karies, Zahnfleischerkrankungen oder Verletzungen zu diagnostizieren. Du wirst auch in der Lage sein, Zahnextraktionen durchzuf√ľhren, wenn dies erforderlich ist, und den Tierbesitzern Empfehlungen zur Mundhygiene und Zahnpflege f√ľr ihre Tiere geben.

Narkose

Die Verabreichung von Narkosen ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung zum tiermedizinischen Fachangestellten. Die sichere und effektive Verwendung von Anästhetika ist entscheidend, um Tierpatienten während chirurgischer Eingriffe oder diagnostischer Verfahren zu sedieren und schmerzfrei zu halten.

Es ist auch wichtig, dass du lernst, wie du die Narkosegeräte richtig bedienst und wie du die Dosierung der Anästhetika entsprechend dem Gewicht und dem Gesundheitszustand des Tieres anpasst. Du wirst auch lernen, wie du die Tiere vor der Narkose vorbereitest und nach der Narkose betreust, um sicherzustellen, dass sie sich schnell und sicher erholen.

Tiermedizinische/-r Fachangestellte/-r: Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Nach der Ausbildung gibt es verschiedene M√∂glichkeiten, um dich weiterzubilden. Sowohl ein Studium als auch eine Weiterbildung kommen hier¬† in Frage. Beispiele f√ľr berufliche Anpassungen k√∂nnen sein: Medizinischer Assistenz, Praxismanagement oder Qualit√§tsmanagement. Solltest du dich f√ľr ein Studium entscheiden, gibt es auch hier eine gro√üe Auswahl. Beliebte Studieng√§nge sind Tiermedizin (grundst√§ndig) oder Biologie (grundst√§ndig).

Tiermedizinischen/-r Fachangestellte/-r: Häufig gestellte Fragen

Welche Voraussetzungen sollte ich mitbringen?

Um eine Ausbildung als tiermedizinische Fachangestellte zu beginnen, sollten Sie √ľber bestimmte Voraussetzungen und F√§higkeiten verf√ľgen, die f√ľr diesen Beruf wichtig sind. Eine der grundlegenden Anforderungen ist die Liebe und das Verst√§ndnis f√ľr Tiere. Als tiermedizinische Fachangestellte werden Sie t√§glich mit verschiedenen Tieren arbeiten und es ist daher wichtig, eine starke Verbindung zu Tieren zu haben und einen einf√ľhlsamen Umgang mit ihnen zu pflegen.

Des Weiteren ist Teamfähigkeit eine wichtige Eigenschaft, die Sie mitbringen sollten. In einer tiermedizinischen Praxis arbeiten Sie eng mit Tierärzten, anderen Fachangestellten und Tierbesitzern zusammen. Eine gute Teamarbeit ist entscheidend, um effektiv im Team arbeiten zu können und einen reibungslosen Ablauf in der Praxis zu gewährleisten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Organisationstalent. Als tiermedizinische Fachangestellte sind Sie f√ľr die Organisation von Terminen, Behandlungen und Bestellungen von Medikamenten zust√§ndig. Ein gutes Organisationstalent ist daher unerl√§sslich, um den √úberblick zu behalten und die Abl√§ufe in der Praxis effizient zu gestalten.

Zusätzlich ist eine gute Kommunikationsfähigkeit von großer Bedeutung. Sie werden täglich mit Tierbesitzern kommunizieren und diesen Informationen zu Behandlungen und Medikamenten vermitteln. Eine klare und verständliche Kommunikation ist daher essentiell, um das Vertrauen der Tierbesitzer zu gewinnen und eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten.

Des Weiteren ist Belastbarkeit eine wichtige Eigenschaft, die Sie als angehende tiermedizinische Fachangestellte mitbringen sollten. Der Beruf kann k√∂rperlich und emotional anstrengend sein, daher ist es wichtig, belastbar zu sein und auch in stressigen Situationen einen k√ľhlen Kopf zu bewahren.

Wo arbeitet man als Tiermedizinischen/-r Fachangestellte/-r?

Als tiermedizinische Fachangestellte haben Sie verschiedene Arbeitsm√∂glichkeiten in der Tiermedizin. Die meisten tiermedizinischen Fachangestellten arbeiten in Tierarztpraxen, wo sie Tier√§rzten bei der Untersuchung, Behandlung und Betreuung von Tieren assistieren. In einer Tierarztpraxis sind Sie f√ľr die Pflege und Versorgung der Tiere zust√§ndig, unterst√ľtzen bei medizinischen Eingriffen und Laborarbeiten und √ľbernehmen organisatorische Aufgaben wie Terminplanung und Kundenbetreuung.

Ein weiterer Arbeitsort f√ľr tiermedizinische Fachangestellte sind Tierkliniken, in denen oft komplexere medizinische Eingriffe und Behandlungen durchgef√ľhrt werden. Hier arbeiten Sie eng mit Tier√§rzten zusammen, um die bestm√∂gliche Versorgung der Tiere sicherzustellen. In Tierkliniken k√∂nnen die Arbeitszeiten aufgrund von Notf√§llen und rund um die Uhr laufenden Betrieb auch Nacht- und Wochenendarbeit beinhalten.

Tiermedizinische Fachangestellte finden auch Besch√§ftigungsm√∂glichkeiten in Tierheimen, in denen sie f√ľr die Betreuung und Pflege von Tieren zust√§ndig sind. Hier unterst√ľtzen sie bei der F√ľtterung, Reinigung der Gehege, medizinischen Versorgung und Vermittlung von Tieren an neue Besitzer.

Welche Arbeitszeiten hat man bei diesem Beruf?

Als tiermedizinische Fachangestellte können die Arbeitszeiten je nach Art der Einrichtung, in der Sie tätig sind, variieren. In der Regel arbeiten tiermedizinische Fachangestellte in Tierarztpraxen, Tierkliniken oder auch in Tierheimen. Die Arbeitszeiten können daher von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich sein.

In Tierarztpraxen sind die Arbeitszeiten in der Regel regelm√§√üig und k√∂nnen sowohl feste Arbeitszeiten als auch Schichtdienste umfassen. Tierarztpraxen haben oft Sprechstundenzeiten, zu denen die Fachangestellten im Einsatz sind, um Patienten zu betreuen, Termine zu koordinieren und medizinische Untersuchungen zu unterst√ľtzen. Neben den regul√§ren Arbeitszeiten k√∂nnen auch Bereitschaftsdienste anfallen, um im Notfall f√ľr die Versorgung von Tieren zur Verf√ľgung zu stehen.