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Orthopädieschuhmacher (m/w/d)

Offene Ausbildungsplätze als Orthopädieschuhmacher (m/w/d) für das Ausbildungsjahr 2021/2022

Cinderellas Lieblingsschatz

Du liebst Schuhe. Du bist aber auch relativ Sozial und handwerklich begabt. Wenn man jetzt alles in einem Top mixen würde, würde vermutlich der Beruf des Orthopädieschuhmachers (m/w/d) zum Vorschein kommen. Was? Diesen Beruf kennst du noch gar nicht? Dann werden wir dir helfen und dich aufklären und vielleicht startest du bald in deine Ausbildung als Orthopädieschuhmacher (m/w/d).

Die wichtigsten Infos zur Ausbildung zum/zur Orthopädieschuhmacher (m/w/d)


Berufsbild

Orthopädieschuhmacher (m/w/d) sind für die Herstellung von orthopädischen Maßschuhen zuständig. Diese werden anhand von ärztlichen Verordnungen bearbeitet und hergestellt. Sie sind also für den individuellem Bau deiner neuen Cinderella-Schuhen zuständig. Dazu fertigen sie Innenschuhe, Einlagen, Korrekturschienen, Orthesen und sogar Prothesen. Hilfsmittel werden angepasst. Sie machen mit dem Kunden Lauf- bzw. Ganguntersuchungen und nehmen Maß. Auch für Patienten werden Modelle erstellt, Abdrücke vorbereitet und verarbeiten unterschiedlichste Materialien, um auch den perfekten Schuh für den Kunden oder Patienten herzustellen. Dabei wird die biomechanische Wirkung und Passform, aber auch ästhetische Aspekte mit ganz viel Sorgfalt beachtet. Auch in der Kundenberatung findet man Orthopädieschuhmacher (m/w/d). Hier beraten sie sie über bspw. vorbeugende und gesundheitsverbessernde Maßnahmen und geben Tipps zur Handhabung und Wirkungsweise. In ihr Aufgabengebiet fällt außerdem das Präsentieren und Verkaufen von Produkten und Dienstleistungen. Menschen aller Altersgruppen finden hier bei den Orthopädieschuhmachern (m/w/d) Hilfe und Unterstützung. Sie betreuen also einen riesigen Personenkreis. Von jung bis alt. Von Menschen mit Behinderung, Diabetes- oder Rheumakranke bis hin zu Spitzen- oder Breitensportlern (m/w/d). Arbeit finden sie in Fachbetrieben des Orthopädieschuhmacher-Handwerk, in Sanitätshäusern mit Orthopädieschuhtechnikabteilung, in Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen, aber auch in der industriellen Herstellung orthopädischer Schuhe.

Anforderungen

Um die Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher (m/w/d) angehen zu können, benötigst du in erster Linie eine gute Funktionstüchtigkeit der Arme und Hände. Auch die Feinmotorik der Finger und Hände ist nicht ganz unwesentlich. Du brauchst ein ungestörtes Sprechvermögen aber auch ein gesundes Farbsehvermögen. Hörvermögen und Sprachverständnis, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen und gesunde Atemwege sollten auch kein Problem für dich sein! Auch hier wird eine gute Leistungs- und Einsatzbereitschaft abverlangt und Sorgfalt. Selbstständige Arbeitsweise, Kommunikationsfähigkeit, ein freundliches Wesen sind hier nicht ganz unwesentlich. Um die Ausbildung als Orthopädieschuhmacher (m/w/d) brauchst du außerdem Kunden- und Serviceorientierung und mathematisches Grundverständnis, was das räumliche und rechnerische Denken angeht. Beobachtungsgenauigkeit, Fingergeschick, handwerkliches Geschick und das technische Verständnis sind unbedingt notwendig, wenn du deine neue Ausbildung antreten magst. Zu guter Letzt brauchst du eine zeichnerische Befähigung und Sinn und Gespür für Ästhetik

Ausbildungsinhalte

Wer weiß auf was für tolle Menschen du während und nach deiner Ausbildung als Orthopädieschuhmacher (m/w/d) triffst. Es werden dich viele Schicksale begleiten. Hier wirst du aber auch ganz tolle Erfahrungen im handwerklichen Bereich sammeln. Die Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher (m/w/d) ist nicht nur vielseitig, sondern auch fordernd. Aber das wirst du sicher packen!
Deine Ausbildungsinhalte umfassen:
  • Beurteilung der AnatomiePhysiologie und Pathologie der Stütz- und Bewegungsorgane und orthopädischer Krankheitsbilder
  • Fuß- und Beinuntersuchungen
  • Festlegung der Messpunkte
  • Wirkung orthopädieschuhtechnischer Maßnahmen
  • Hinweis eventueller Folgeerscheinungen
  • Herstellung von Schaftmodellen
  • Aufzwicken vonSchäfte auf Bodenteile
  • Verbindungen von Schuhteilen
  • Ausführung von Abschlussarbeiten
  • Fertigung und Prüfung orthopädischer Einlagen nach Indikation und deren Wirkung
  • Be- und Verarbeitung technischer Materialien wie Carbon oder Faserverbundstoffe
  • Überprüfung und Anpassung von Passform und Funktion orthopädischer Elemente bei der Anprobe
  • Vorbereitung der Konfektionsschuhe
  • Anfertigung orthopädischer Zurichtungen unter Berücksichtigung biomechanischer Wirkungsweisen
  • Konstruktion und Anfertigung von Orthesen und Prothesen verschiedener Art
  • Ausführung medizinischer Fußpflegemaßnahmen
  • Überprüfung von teilkonfektionierter Schuhe, Verband- und Entlastungsschuhe

Zahlen, Daten, Fakten

  • Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre 
  • Ausbildungsform: duale Ausbildung
  • Häufig geforderter Schulabschluss: mittlerer Bildungsabschluss
  • Verdienst: Je nach Bundesland und Branche verdienst du ganz unterschiedlich. So bekommst du im ersten Lehrjahr eine Ausbildungsvergütung von circa 515 € brutto. Im zweiten Jahr steigerst du dich auf einen durchschnittlichen Verdienst von 611 €. Im dritten Jahr kannst du bis zu 695 € brutto verdienen. Im vierten und damit letztem Jahr verdienst du bis zu 721 € brutto. 

Perspektiven

Nach abgeschlossener Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher (m/w/d) hast du verschiedenste Möglichkeiten in deine Zukunft zu starten. Machst du dich selbstständig? Versuchst du dich weiterzubilden? Sammelst du erstmal Erfahrungen? Es gibt viele Möglichkeiten. Eine wäre bspw. durch die Prüfung als Orthopädieschuhmachermeister (mm/w/d) oder Schuhmachermeister (m/w/d) in eine Führungsposition zu gelangen. Auch ein Studium ist eine gute Variante um die Praxis zu vertiefen und weiteres theoretisches Wissen weiter zu fördern. Hier würde der Bachelorstudiengang im Studienfach Orthopädie- und Rehatechnik gut passen.