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1. Tag – Zugfahrt

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Unsere Reise nach Dänemark begann um 21.00 Uhr. 13 Stunden Zugfahrt, fünf Mal umsteigen und 700 km Entfernung. So lautete das Programm.

Doch der achtstündige Aufenthalt in einem Schlafzug von Berlin bis Kolding (DAN) erleichterte die Fahrt enorm. Glücklicherweise haben wir keinen Zug verpasst und konnten im Nachtzug auch einige Stunden schlafen, sodass das Projekt „Vier Wochen Dänemark ohne Mama und Papa“ im ausgeschlafenen Zustand angegangen werden konnte. Die Umstiege machten uns keine Probleme. Wir kannten es schon, von anderen Zugreisen. Bemerkenswert unser Gepäck für das Praktikum: zwei Reisekoffer, eine Reisetasche, zwei Rücksäcke und VIER Notebooks.
In Dänemark wurden wir mit sehr schlechtem Wetter empfangen. Es regnet wie aus Kübeln. Wir machten uns schon Gedanken, ob wir vielleicht die falschen Sachen eingepackt hätten. Außer eine Regenjacke hatten wir nicht wirklich Kleidung für Regenwetter dabei. Doch im Laufe der weiteren Zugfahrt klarte das Wetter auf und die Sonne kam teilweise heraus. Gutes Wetter – Gute Laune.Am Bahnhof in Ringkobing wurden wir von Helle Glintborg Niels in Empfang genommen. Doch statt uns zum Career Campus – unserem Zuhause für die nächsten Wochen – zu bringen, zeigte sie uns die Stadt, welche vergleichbar mit Schwarzheide ist. So bekamen wir einen schnellen Überblick über die Lage von Einkaufsmöglichkeiten, Banken und dem McDonalds-Restaurant. Vor allem die Innenstadt ist geprägt von zahlreichen Backsteingebäuden, in denen Restaurants und Cafés beheimatet sind. Richard erinnert es sehr an die Niederlande
Nach dieser Rundfahrt wurden wir in unsere Unterkunft gebracht, dort wurde uns der generelle Ablauf im „Career Campus“ vorgestellt. Es ist nicht vergleichbar mit einem Hotel. Es sind im Grunde 30 Ein-Raum-Wohnungen mit einer großen gemeinsamen Küche, einem „Wohnzimmer“ und dem Keller als Abstellraum mit einer Vielzahl an Waschmaschinen. Außerdem bekamen wir für unseren gesamten Aufenthalt ein Fahrrad sowie eine Karte für das örtliche Fitnesscenter. Anschließend wurden die Zimmer in Beschlag genommen, so häuslich wie möglich eingerichtet und ein Plan für den weiteren Tag gemacht. Selbstständig kochen heißt auch selbstständig einkaufen. Aber Einkaufen mit Euro in Dänemark gestaltet sich schwierig. Also machten wir uns auf den Weg einige Euros in Dänische Kronen einzutauschen. Im „Hunde“-NETTO – vielleicht auch als „schwarzer“-NETTO bekannt – kauften wir schließlich einige Grundnahrungsmittel, wie Nudeln, Zwiebeln oder Hackfleisch ein.
Nach den Einkäufen in der Stadt fühlten wir uns noch munter genug, eine Stunde Squash im örtlichen ROFI-Center zu spielen. Den Sieger verraten wir an dieser Stelle nicht – aber es war knapp. Danach wartete die wohl größte Herausforderung auf uns. Mit Nudeln und Hackfleisch sollte doch was anzustellen sein. Genauere Details ersparen wir euch jetzt lieber. Nur so viel: wir sind satt geworden und geschmeckt hat es auch halbwegs. Am Abend wurden schließlich unsere Familien in Deutschland kontaktiert, um sie über unsere Ankunft zu informieren. Kurz nach 10 trennten sich unsere Wege und jeder bereitete sich mental auf den nächsten Tag vor. Denn spätestens dort werden die Englischkenntnisse auf die Probe gestellt.