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5. Tag – Einkauf

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Der heutige Tag begann wieder um 7.15 Uhr. Der morgendliche Ablauf ist schon zur Routine geworden. Doch das Besondere heute war, dass meine Begleiterin nicht im Büro war, sondern einen Tag Urlaub genommen hat.

 Der Grund dafür war ein Konzert am Vorabend. Es sollte also jemand anderes für mich verantwortlich sein. Das wurde am Donnerstag schon abgesprochen. Kurz darauf wurde ich dann ich einer Frau zugeordnet, mit der ich vorher noch gar nichts zu tun hatte, trotzdem hatte sie erfreulicher Weise gleich eine Aufgabe für mich. Nachdem ich diese erledigt hatte, war sie mit anderen Dingen beschäftigt, sodass ich mich wieder intensiv dem E-Learning widmen konnte. Ich war sogar so sehr ins Lernen vertieft, dass ich meine Mittagspause verpasste und kein Mittagessen genießen durfte. Um eins war noch ein Meeting und um halb 3 ging es dann schon zurück nach Ringkobing. Meinem Magen gefiel das leider nicht so gut, denn er machte sich bald darauf aufgrund der Leere bemerkbar.
Im Büro spürte man, dass es Freitag war. Anna Julia arbeitete heute von zu Hause und Christel war nicht im Büro, sodass wir lediglich vier Personen waren. Doch schon 9.30 Uhr wartete Anna in ihrem Homeoffice auf mich um mit mir zu telefonieren. Eine Stunde lang gab sie mir einen Einblick in die Archivierung von Dokumenten und Business Procedures bei Vestas. Im Gegensatz zum Donnerstag, als ich mit Mitarbeitern aus Großbritannien telefonierte, hatte ich schon deutlich weniger Probleme dem Englisch zu folgen. Vielleicht lag es auch daran, dass Anna Julia mittlerweile ein Gefühl dafür hat wie sie sprechen sollte, damit ich ihr folgen kann. In Vorbereitung auf ein weiteres Meeting am Nachmittag habe ich vor dem Mittagessen zwei weitere E-Learning-Programme absolviert, bevor der letzte Arbeitstag in Woche 1 um 15.00 Uhr beendet war.
Nach einer nachmittäglichen Stärkung machten Nico und ich uns daran einen Plan zu erstellen, was wir am Wochenende essen werden und was wir dafür noch einkaufen müssen. Es wurde ein wirklich großer Einkauf und Nico hat auch noch die Plastiktüten vergessen, in denen wir leichtere voluminösere Sachen einpacken wollten. Die Lebensmittel wurden nun unter der Jacke, auf dem Gepäckträger und in viel zu vollen Rucksäcken transportiert. Wahrscheinlich am längsten hat es gebraucht, den richtigen Käse zu finden. Erst wollten wir einen Käse der einfach nur billig ist. Bei der großen Auswahl fiel es uns sichtlich schwer, weil es in Dänemark verschiedenste Sparangebote sind. Bei unserem ersten Einkauf sparten wir umgerechnet 10 € im Vergleich zum Normalpreis. In Deutschland ist das kein Problem, aber das Dänisch zu übersetzen ist recht aufwendig. Nachdem wir den günstigsten gefunden hatten, waren wir uns doch sehr unsicher, ob er geschmacklich auch unseren Ansprüchen entspricht. Also haben wir nach altbekanntem Gouda gesucht und gefunden. Doch ein paar Meter weiter, dann das Highlight. Käse im „Sonder-Sonder-Angebot“. Wir konnten einfach nicht widerstehen, sodass wir für umgerechnet 12 € ein gefühltes Kilo dänischen Käse kauften. Noch sind wir nicht sicher, ob wir diesen Batzen überhaupt schaffen.
Zum Abendessen gab es erstmals ein Fertiggericht: Tiefkühlpizza. Das wohl einfachste Gericht, das man essen kann. Zum Essen haben wir uns in das „Wohnzimmer“ gesetzt um ein bisschen Olympia zu gucken. Am späteren Abend haben wir dann unseren ersten komplett Englischen Film ohne Untertitel geguckt und erstaunlicherweise konnten wir beide dem Film folgen. Da macht sich das ständige Englischreden bei Vestas bemerkbar. Nach dem Film wollten dann alle ins Bett, also beschlossen wir, dass es auch für uns an der Zeit war schlafen zu gehen. Es war immerhin schon um eins in der Nacht.