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3. Tag – Surfen

Blog

Richard:
Der Tag startete wieder um 7 Uhr. Mittlerweile kommt ein wenig Routine in den Tagesablauf, da sich Dienstag und Mittwoch sehr ähnlich waren.

Das System wurde mir immer vertrauter, sodass ich schon die ersten Aufgaben selbstständig übernehmen konnte. Dabei fühlte ich mich schon wie eine richtige Hilfe. Ein Gefühl das ich mir am Dienstag komplett abhandengekommen ist, weil ich meine Betreuerin vor allem vom Arbeiten abhielt. Durch die ständigen Erklärungen die sie mir gab, kam sie nur sehr langsam voran.
Zwischendurch wurde mein „Computer-Alltag“ durch verschiedene Meetings mit Menschen aus der ganzen Welt aufgelockert. Es waren sehr interessante Gespräche denen ich beiwohnen konnte, die mir außerdem viele Aufschlüsse über Abläufe eines globalen Unternehmens gaben.
Nico:
Der Mittwoch startete mit einer kleinen Morgenrunde mit Anna Julia und Christel. Zu dritt besprachen wir die weiteren Abläufe und vereinbarten weitere Meetings, in denen ich in die einzelnen Projekte der Kollegen eingeführt werden sollte. So berichtete mir Anna Julia vor dem Mittagessen selbst von ihrer Tätigkeit, bevor ich am Nachmittag mit einem ihrer Kollegen zusammensaß. Darüber hinaus wurden mir erste Einblicke in meine zukünftige Tätigkeit gegeben, welche ich dann im Laufe der nächsten Woche aufnehmen werde.
Doch erst auf der Heimfahrt von der Arbeit erfuhren wir das Highlight für den heutigen Tag. Balazs, ein Graduate bei Vestas, der auch im Campus wohnt und uns jeden Tag zur Arbeit bringt, hat uns zum Windsurfen eingeladen. Jeden Mittwoch bietet der Verein ein sogenanntes Schnuppersurfen „for free“ an. Vorher noch schnell etwas essen, mit zu Hause Kontakt aufgenommen und schon begann das Abenteuer.
Halb sieben ging es mit dem Auto zum Fjord. Obwohl wir noch gar nicht im Wasser waren, war uns aufgrund des starken Windes und trotz des Neoprenanzuges ziemlich kalt. Wir hatten von Anfang an keine Hoffnung, die ganze Zeit auf dem Board zu stehen und trocken zu bleiben. So realistisch sind wir dann doch noch J Schon allein das Anziehen eines Neoprenanzuges gestaltete sich vor allem für Balazs als sehr schwierig. Ein zu kleiner und falsch herum gedrehter Anzug lässt sich nun mal schwer anziehen. Beim zweiten Anzug klappte es schließlich. Bei uns beiden war es etwas einfacher. Wir hatten Glück, dass sie die richtigen Größen da hatten. Umgezogen wurde sich in einer Holzhütte, die wohl das Vereinshaus darstellt. Drum herum waren große abschließbare Fächer, in denen die Leute mit eigener Ausrüstung ihre Sachen deponierten. Wir bekamen noch eine Schwimmweste und es konnte losgehen. Dachten wir jedenfalls. Erst mussten wir noch Segel mit zum Strand nehmen und dann kam die kurze Einweisung, bei der zwei von unseren drei Segeln von anderen Leuten genommen wurden. Nach einiger Zeit warten rief das Wasser und es ging los. Nach gefühlten 50 Versuchen klappte es wenigstens mal auf dem Board zu stehen und das Segel aufrecht zu halten, nur nicht im Wind. Bis wir soweit waren brauchte es noch viel mehr Versuche. Nico verzweifelte an dem starken Wind und dem Halten des Gleichgewichtes. Bei Richard klappte es viel besser. Das einzige Problem war, dass er nur in eine Richtung surfen konnte, sodass er zum weitersurfen zurücklaufen musste. Je später der Abend wurde, umso stärker wurde der Wind und es gestaltete sich immer schwieriger stehen zu bleiben.
Balazs hörte dann irgendwann auf und wir folgten ihm, weil er uns mit zurück nach Hause nahm. Auf dem Rückweg aus dem Wasser bereute ich dann, dass ich keine Schuhe an hatte, sodass mir die Steine im Fjord im Laufe der Zeit Schmerzen bereiteten. Die (leichte) Verletzung war perfekt als das Board am Strand über meinen Fuß schrammte. Aber alles halb so wild.
Zurück im „Career Campus“ bereiteten wir schnell fünf Burger zu und nach ein wenig „Social-Networking“ mit Freunden in Deutschland, ging es ins Bett.