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Work hard, quiz harder!

Afterwork

Es gehört zu den alten Mythen, dass das Studium nicht nur zum Erwerben und Vertiefen fachlicher Kenntnisse dient, sondern vor allem die Trinkfestigkeit schult. Weit gefehlt! Dass Studenten stets danach streben, ihre geistige Fitness zu trainieren, belegen die inzwischen auch in Deutschland wie Pilze aus dem Boden schießenden Pubquiz-Veranstaltungen.

Wer hat’s erfunden?

Das Pubquiz ist eine britische Tradition, die inzwischen auch in Deutschland Einzug gehalten hat. In einigen deutschen Städten – meist Studentenhochburgen – hat sich sogar eine Quizliga etabliert. Das lustige Quizzen wird in der Regel einmal wöchentlich in Pubs veranstaltet, aber auch an anderen Austragungsorten kann gut geknobelt werden, zum Beispiel zum „Seitenquiz“ im Scandale in Cottbus.

Die Regeln

Gespielt wird in Teams mit 4-8 Leuten. Die Teams treten gegeneinander an, wobei geheime Absprachen unter befreundeten Teams ebenso verboten sind, wie die Nutzung von Hilfsmitteln wie Smartphones. Um Preise für die Klugscheißer Besten gewährleisten zu können, wird oftmals eine geringe Teilnahmegebühr von 50 Cent bis 2 Euro pro Person eingenommen.

Vorbereitung

Bevor es richtig losgeht, solltet ihr euch unbedingt einen knackigen Gruppen-Namen ausdenken. Egal ob „Blickdichtes Fichtendickicht“, „Seestraße United“, „Obiwan geht knobeln“ oder „Die fantastischen Drei plus Madeline“ – erlaubt ist, was gefällt.

Aber keine Angst, vor eurem ersten Pub-Quiz-Besuch müsst ihr nichts auswendig lernen. Ihr solltet allerdings ein paar Tage vorher mit offenen Augen und Ohren unterwegs sein, denn es könnte durchaus eine aktuelle Frage aus Politik, Wirtschaft und Weltgeschehen, wahrscheinlicher aber aus dem Bereich Klatsch und Tratsch mit dabei sein. Kleiner Geheimtipp: Es gibt die eine oder andere App mit unnützem Wissen…

Ablauf

Nun kann es auch schon losgehen. Die Fragen werden meist durch einen Quizmaster verlesen. Ihr habt anschließend eine begrenzte Zeit, um die Antwort auf einen vorbereiteten Antwortzettel zu schreiben. Gespielt wird über mehrere Runden mit je 10 Fragen. Regelmäßige Quizgänger werden schnell feststellen, dass es meist eine feste Abfolge an Kategorien wie Allgemeinwissen, Sport, Musik oder Politik pro Runde gibt. Oft haben sich „Klassiker“ etabliert. Wer schon einmal das „Seitenquiz“ besucht hat, wird genau wissen, an welcher Stelle das gespannte Publikum das Bilderrätsel zu erwarten hat, und dass weder die Märchenfrage noch Computerstimme Sabine fehlen darf.

Ziel

Ziel des Quizzens ist es natürlich, so viele Fragen wie möglich richtig zu beantworten und ordentlich Punkte zu sammeln. Wenn ihr eine Antwort nicht wisst, was nicht unwahrscheinlich ist (oder hättet ihr gewusst, dass die größte Beere der Welt der Kürbis ist?), hilft nur raten. Nach jeder Runde erfolgt eine Auswertung, bei der auch die Rundengewinner einen Preis erhalten, zum Beispiel ein Freibiergetränk für jedes Teammitglied. Gewonnen hat das Team, das nach Beendigung aller Runden die meisten Fragen richtig beantwortet hat.

Das klingt nach jeder Menge Spaß? Oh ja! Aber nehmt es nicht zu leicht! Zwischen Teams, die regelmäßig dabei sind, entsteht schnell eine richtige Wettbewerbsatmosphäre. Dabei sein ist schon längst nicht mehr alles, es geht um Ruhm und Ehre und… naja, doch auch irgendwie um Alkohol…