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WG, Wohnung oder doch Wohnheim?

News rund um die Ausbildung

Das Ende der Schulzeit bedeutet für dich auch selbständig Entscheidungen zu treffen. Hast du erst einmal die passende Ausbildung oder den richtigen Studiengang gefunden, stellt sich die Frage: Wie will ich in Zukunft wohnen?

Meist ist die Entfernung zur Arbeit oder Uni so groß, dass die Wohnung zuhause bei den Eltern keine Option ist. Wenn du nicht gerade unter der Brücke schlafen möchtest, gibt es in der Regel 3 Möglichkeiten: WG, Wohnung oder Wohnheim.

Doch welche Vor- und Nachteile haben diese Wohnformen und in wie weit stimmen sie mit deinen persönlichen Vorstellungen überein?

Die Wohngemeinschaft (WG)

 

Vorteile:

  • Gerade wenn du alleine in eine neue Stadt kommst, kann eine WG von großem Vorteil sein. Man ist sofort von Leuten umgeben und auf jeden Fall nicht einsam.
  • Du kannst deine Mitbewohner nach dem besten Club der Stadt fragen. Vielleicht kennen sie aber auch einen schönen Ort zum Entspannen. Wenn ihr euch gut versteht, können jedenfalls echte Freundschaften entstehen.
  • Probleme und Sorgen hast du früher deinen Eltern erzählt, heute wendest du dich einfach an deinen Mitbewohner. Eine WG kann als Familienersatz dienen.
  • Eine WG ist sehr preisgünstig. Für die Miete zahlt man wenig, die Nebenkosten wie Wasser, Strom oder Internet werden geteilt. Auch Einrichtungsgegenstände in den Gemeinschaftsräumen wie Küche und Bad sind meistens schon vorhanden und müssen nicht extra von dir gekauft werden.

 

Nachteile:

  • In großen Städten wie Berlin, Hamburg oder München ist der Wohnraum sehr begrenzt. Meistens kannst du dir nicht aussuchen mit wem du zusammenlebst. Und nichts ist schlimmer als ein schlechter Mitbewohner mit dem du dich mal so gar nicht verstehst.
  • Streitthema Nr. 1 in einer WG ist der Putzplan. Solltest du es mit dem sauber machen nicht so ernst nehmen, kann der schon ziemlich nervig sein. Andererseits wirst du dich öfters über die Sauberkeit der Wohnung beschweren. Gedanken wie "Kann der nicht mal sein dreckiges Geschirr abwaschen?" oder "Warum bringt denn niemand den Müll raus?" sind in einer WG keine Seltenheit.
  • In einer WG bist du fast nie alleine. Du bist spät dran und das Bad ist besetzt? Du willst dich in Ruhe auf deine Prüfungen vorbereiten, doch dein Mitbewohner feiert eine WG-Party? Das kann ziemlich nervig sein. Gegenseitige Rücksichtnahme ist deshalb in einer Wohngemeinschaft das A und O.

Die eigene Wohnung

 

Vorteile:

  • Deine Wohnung - deine Regeln. Du musst hier keine Rücksicht auf Mitbewohner nehmen. Spontane Besuche und Partys mit Freunden stehen hier nichts im Weg.
  • Du hast hier komplett deine Ruhe und kannst auch mal ungestört abschalten, für Prüfungen lernen und Hausarbeiten erledigen.
  • In einer eigenen Wohnung hast du viel mehr Platz. Du kannst deine Sachen überall rumliegen lassen und dir dein zuhause so einrichten wie du willst.

 

Nachteile:

  • Die Suche nach einer passenden Wohnung gestaltet sich in Großstädten noch schwieriger als nach WG-Zimmern. Hast du ein geeignetes Objekt gefunden, solltest du dich bei den hohen Kosten für Miete und Einrichtung nicht erschrecken.
  • Bist du kein geselliger Typ, ist zwar eine eigene Wohnung genau das richtige für dich. Es besteht aber die Gefahr, dass dir das soziale Leben fehlt und du einsam wirst (gerade in einer neuen Stadt).
  • Während du in einer WG von deinen Mitbewohnern unterstützt und in einem Wohnheim von deiner Wohnheimverwaltung betreut wirst, bist du bei einer eigenen Wohnung ganz auf dich gestellt. Wie ist das mit den GEZ-Gebühren und was ist bei einer verstopften Toilette zu tun? Darum kümmerst du dich ab sofort alleine.

 

Das Wohnheim

 

Vorteile:

  • Bei einem Wohnheim kannst du dich entweder auf eine eigene Wohnung oder auf ein WG-Zimmer bewerben. Der große Vorteil dabei: ein Platz im Wohnheim ist in der Regel billiger als in privaten Wohnungen und deshalb heiß begehrt. Weiterhin sind die meisten Zimmer bereits möbliert.
  • Falls du Fragen oder Probleme mit der Wohnung hast, kannst du dich an die Wohnheimverwaltung wenden. Diese befindet sich meist unmittelbar vor Ort.
  • Ein großer Vorteil des Wohnheims ist das gute Gemeinschaftsleben. Bist du Student wirst du mit Sicherheit einigen Studienkollegen übern Weg laufen. Studentenclubs und Gemeinschaftsräume laden zu geselligen Abenden ein.

 

Nachteile:

  • Wohnheimplätze sind sehr begrenzt und stehen meistens nur eingeschriebenen Studenten zur Verfügung. Außerdem ist die Warteliste sehr lang, sodass es schon mal mehrere Monate dauern kann, bis du eine Zusage erhältst.
  • Vorsicht - aufgrund der vielen studentischen Wohngemeinschaften kann es oft laut und unruhig werden. Ablenkung ist vorprogrammiert!
  • Die Wohndauer im Wohnheim ist leider begrenzt. Sobald du dein Studium abgeschlossen hast, musst du dich auch von deiner Unterkunft trennen.