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Viele Wege führen in den Journalismus

Studium

Ob Volontariat, duales Studium oder freie Mitarbeit bei einer Zeitung – es gibt viele Wege in den Journalismus. Auch die Nachwuchs-Redakteure der LAUSITZER RUNDSCHAU haben ziemlich unterschiedliche Pfade eingeschlagen.

Anja Hummel, 28, Volontärin/Studentin

„Bei der LAUSITZER RUNDSCHAU mache ich seit 2014 ein duales Studium – das heißt, ich arbeite in der Redaktion. Die Praxis lerne ich also aus erster Hand kennen, gleichzeitig studiere ich Journalismus und Medienwirtschaft über einen Online-Studiengang. Das wiederum heißt: Fürs Studium gelernt wird neben der Arbeit zu Hause. Anspruchsvoll, aber effektiv. Praxis und Theorie noch näher beieinander geht nicht. Nach insgesamt drei Jahren habe ich dann nicht nur meinen Master-Abschluss, sondern auch ein abgeschlossenes Volontariat in der Tasche. Und wie bin ich dahin gekommen? Definitiv auf Umwegen. Germanistik- Studium nach dem Abi, verschiedene journalistische Praktika, Auslandsaufenthalt, Arbeit als Deutschlehrerin – all das gehörte bei mir dazu, um herauszufinden, was ich tatsächlich will: recherchieren, schreiben, mitgestalten.“

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Anja Hummel (rechts)

Steven Wiesner, 25, Volontär

„Ich habe früh erkennen dürfen, welcher Beruf mir später nicht nur das nötige Kleingeld, sondern vor allem Spaß und Verwirklichung einbringen wird. Spätestens nach meinem Schulpraktikum in der 10. Klasse, das ich bei einer Fußball-Zeitschrift absolviert habe, wusste ich, dass ich Zeitung machen will. Noch als Schüler habe ich Zeitungsartikel veröffentlicht. Als Berufseinstieg, wie er im Buche steht, kann man meinen Weg trotzdem nicht bezeichnen. Nach der 12. Klasse habe ich mich bei der LAUSITZER RUNDSCHAU beworben, um dort mein Fach-Abitur zu machen. Nach einem einjährigen Praktikum in der Lokalredaktion habe ich als selbstständiger, aber ungelernter Autor für verschiedene Publikationen gearbeitet. Obwohl ich schon seit drei, vier Jahren mein Geld damit verdiene, bin ich erst seit kurzem auch offiziell Volontär bei der LR, also Redaktions-Azubi. Quasi wie ein Bäckerlehrling, der seit Jahren Brot backt und sich erst danach zum Bäcker ausbilden lässt – damit die Brötchen irgendwann noch
besser schmecken.“

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Steven Wiesner

Henry Blumroth, 33, Redakteur

„Ich wusste lange nicht, wohin die berufliche Reise für mich geht. Ich lese und schreibe gern, lerne gerne neue Menschen kennen. Das wusste ich nach dem Abi. Durch ein Praktikum in der Online-Redaktion der LAUSITZER RUNDSCHAU habe ich zum ersten Mal hinter die Kulissen des Pressehauses in Cottbus schauen dürfen. Von Tag zu Tag wurde ich mir immer sicherer, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Es ist ein tolles Gefühl, wenn man seine Gedanken zum ersten Mal in der Zeitung sieht. Später habe ich in vielen Jahren der freien Mitarbeit meine journalistischen Kenntnisse in der Luckauer Lokalredaktion vertieft. Und ich bin meinem Ziel – nicht immer ganz bewusst – näher gekommen. Dass dann das Pendel durch eine freie Stelle auch noch in Richtung Lokalsport ausgeschlagen hat, kam mir als Sportfan sehr entgegen. Inzwischen bin ich als Redakteur in der Sportredaktion angestellt.“

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Henry Blumroth

 

Volontariat?
Im Journalismus sind Volontäre nichts anderes als Auszubildende in der Redaktion von Zeitungsverlagen, Fernseh- oder Rundfunkanstalten. Innerhalb von zwei Jahren lernen die Volontäre den Redaktionsablauf kennen und durchlaufen verschiedene Ressorts wie Politik, Lokales, Kultur. Beiträge schreiben, Recherche, Interviews führen – Volontäre machen alles, was in der Redaktion ansteht.

Duales Studium?
Beim dualen Studium wird die praktische Arbeit in einem Unternehmen mit einer theoretischen Ausbildung verknüpft. Meistens wechseln sich Arbeit und Studium im regelmäßigen Rhythmus ab.

Freie Mitarbeit?
Ein Journalist ist nicht fest in einer Redaktion angestellt, sondern liefert nach Vereinbarung Artikel oder Fotos und wird dafür je nach Umfang bezahlt.