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Warum Reisen wichtig ist für deine Zukunft!

Lifestyle

Auslandssemester. Eine andere Sprache sprechen und lernen. Erfahrungen sammeln. Das alles soll man in einem Auslandssemester lernen und es hilft für die berufliche Zukunft. Keine Frage, das Ganze macht sicher eine Menge Spaß und macht sich auch gut im Lebenslauf. Aber in diesem Artikel soll es nicht um ein Auslandssemester gehen. Sondern darum, warum Reisen allgemein eine wichtige Bildung sein kann.

Gemeint sind nicht unbedingt Reisen ins Ausland. Es reicht meistens schon innerhalb Deutschlands einfach mal einige Hundert Kilometer zu reisen und dort einige Zeit zu verbringen. Das können Tage, Wochen oder sogar ein paar Monate sein. Was das bringt? Sicher lernst du keine andere Sprache, außer vielleicht einen schwäbischen, sächsischen oder bayrischen Dialekt kennen. Aber man lernt Menschen kennen, von denen man denkt: "hey,die wohnen im gleichen Land wie ich, die ticken mit Sicherheit genau wie ich.". Dann stellt sich aber heraus, auch hier unterscheiden sich schon Kultur und Lebensweisen. Abgesehen davon, dass es aufregend ist neue Städte zu erkunden und neue Menschen kennenzulernen, stellt man auch fest, wie eindimensional wir alle eigentlich denken. Da wächst man ungefähr 18 Jahr im gleichen Kaff auf, kennt jeden Winkel und jede Ecke.

Dein Dorf ist nicht die Welt

Zwar ist es in der Heimat immer am Schönsten, aber die Gefahr, dass man sich für immer an eine winzige Region dieser Welt bindet ist bei vielen Menschen ziemlich groß. Wie viele Leute wachsen in ihrer Stadt oder in ihrem Dorf auf, gehen dort zur Schule, lernen einen Beruf, finden einen Job und kommen in ihrem Leben vielleicht einmal im Jahr an die Ostsee oder fliegen alle paar Jahre mal ins Ausland um wiederzukommen und zu sagen: "Joa, war zwar ganz schön da, aber hier ist immer noch besser" und öffnen ihr erstes Heimatbier. Zugegeben, das ist schon ein bisschen überzeichnet, aber man vergisst ganz schnell, welche Chancen sich bieten, wenn man seinen Blick einfach mal auf etwas Größeres richtet.

Mit diesem philosophisch angehauchten Absätzen will ich niemanden davon abschrecken in seiner Heimat zu bleiben, aber wenn man einfach längere Zeit mal in verschiedene Städte reist, ob aus beruflichen Gründen, oder weil man vielleicht studiert, egal, dann stellt man fest, wie klein zum einen Deutschland ist, wie wenig 200 oder 300 Kilometer sind und wie viel es eigentlich gibt, was mega interessant ist, man aber in seinem Kaff nicht zu Sehen kriegt.

Paris. Amsterdam. Prag. Florenz. Meine "Europa und Weltreisen" sind beschränkt, ein Auslandssemester steht erst in mehr als einem Jahr an, wenn's klappt, aber auch Städte, wie Würzburg, Bielefeld, Leipzig, Ahlen, Aalen, Sinsheim, Heilbronn, Ravensburg, Cottbus, Paderborn (sowieso), Lübeck, Rostock, Wolfsburg, Leverkusen, Dortmund, Gelsenkirchen, München, Köln sind eine Reise wert. Und egal, wo man eine etwas längere Zeit verbringt stellt man fest: Hier gibt es coole Leute, die genau so ticken, wie ich. Hier gibt es eine andere Mentalität, hier ist alles neu für mich, hier ist alles anders, aber hier ist es nicht schlechter als Zuhause. Allein schon die Tatsache, dass man feststellt: "okay, ich komme hier alleine klar und das Leben spielt sich nicht nur in meiner Heimat ab" ist wertvoll.

Reisen ist schön, nicht nur im Ausland, sondern auch in Deutschland. Aber warum ist Reisen wichtig für die Zukunft?

Was bringt's im Job?

Flexibilität ist im Beruf wichtig. Wer flexibel ist, muss spontan sein und mit neuen Situationen schnell klar kommen. Du fährst mit dem Zug in eine neue Stadt, die du nicht kennst. Musst dich orientieren, musst wissen was zu tun ist und in Großstädten kann es schnell mal hektisch werden. Reisen lernt Flexibilität. Und mit Reisen meine ich nicht das Sitzen im Zug sondern den Ort, das Ziel. Durch das Reisen lernt man neue Leute kennen, man muss kommunizieren um an sein Ziel zu gelangen. Nützlich im Beruf, gell?

Wenn man dann das Ganze noch in einem anderen Land, in einer anderen Sprache macht hat man sicher mehr gelernt als in 3423 Englisch Vorlesungsstunden.

Also raus aus deinem Kaff.