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Von still bis schrill ist alles dabei

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PLANBAR stellt euch junge Menschen vor, die sich politisch für unsere Region engagieren. Heute: Die Jugendorganisation der CDU.

 

„Ich hab seit der neunten Klasse nur noch Hemden getragen, ich denke ich bin eher der konservative Typ“, sagt Carlo Wittich lachend. Ein paar Jahre später trägt der 18-Jährige immer noch Hemden. Mittlerweile ist er aber nicht mehr stellvertretender Klassensprecher, sondern stellvertretender Vorsitzender der Jungen Union Cottbus (JU), also der Jugendorganisation der CDU, die für konservative und christliche Werte steht. „Passt perfekt“, sagt Carlo, der selbst evangelisch ist.

„Aber Moment mal, wir als Junge Union sind mehr als nur konservativ“, wendet der Vorsitzende der JU, Max Schlegel ein. „Wir sind still bis laut, schrill bis konservativ und haben alle ganz unterschiedliche Charaktere“, erklärt der 20-Jährige. Natürlich sind sie dem Programm ihrer „Mutterpartei“ nah, aber was sie viel mehr eint, ist das gemeinsame Interesse an Politik und der Wille etwas zu ändern.

Vom Klassensprecher zum Vorsitzenden

Schon in der Grundschule ging es für Max los, als er das erste Mal Klassensprecher wurde. Zugegeben, kein großes Amt, aber der Hinweis darauf, was möglich ist. In der neunten Klasse wurde er zum Schülersprecher gewählt, in der elften dann zum stellvertretenden Landesschülersprecher. „Da habe ich 180 000 Schüler im Bildungsministerium vertreten und da wurde mir klar, dass ich genau das machen will“, erklärt er. Heute studiert er Informatik an der Uni Potsdam. Carlo macht eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten im Innenministerium in Berlin. Für die Junge Union engagieren sie sich mindestens an den Wochenenden.

Dann geht es aber nicht nur darum zusammen mit den anderen Mitgliedern der JU Pläne für die Zukunft der Lausitz auszuarbeiten, sondern um das Zusammensein, Quatschen, Lachen und Spaß haben. „Mindestens 50 Prozent einer Jugendorganisation muss aus Spaß bestehen. Wir machen das alle nebenher und wollen nicht immer nur ernste Themen beackern“, erklärt Max.

Nicht meckern, sondern mitmachen

Einmal im Monat versuchen sich die etwa zehn aktiven Mitglieder der JU Cottbus in ihrer Geschäftsstelle zu treffen. Eigentlich sind sie 36 Mitglieder. Insgesamt hat die Junge Union etwa 115.000 Mitglieder und ist damit nicht nur die größte politische Jugendorganisation Deutschlands, sondern weltweit. „Wer was auszusetzen hat, muss sich eben einbringen um es zu ändern. Man muss nur den Mund aufmachen, dann kann man mitentscheiden“, sind sich Max und Carlo einig.

Ändern wollen die beiden zum Beispiel die Meinung über Ausbildungen. Die Agenda 2018 der Jungen Union zielt genau darauf ab: „Meister statt Master“. „Eine geistige Ausbildung ist heute kein Garant mehr für einen gutbezahlten Job, bzw. kein besserer Garant als eine handwerkliche Ausbildung", stellt Max fest. Für eine Ausbildung gibt es viele Argumente: man verdient Geld, kann später ein vergleichbares Gehalt wie Uni-Absolventen haben und sammelt neben der Lebenserfahrung auch Berufserfahrung – und darauf würden Unternehmen heute viel mehr Wert legen.

Soft-Skills und Lebenserfahrung

Die Arbeit in (politischen) Jugendorganisationen fördert „Soft Skills“, die den beiden schon oft weitergeholfen haben. „Man lernt Teamfähigkeit, Führungskompetenzen, Mitarbeitermotivation und Recherche“, zählt Max auf und Carlo fügt hinzu: „Die Rhetorik verbessert sich enorm, was für Vorstellungsgespräche und das Formulieren von Vorträgen oder E-Mails echt gut ist.“ Und wem das nicht reicht, der kann auf Sonderveranstaltungen der JU auch paddeln und kochen lernen.