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Vom Fischfilet bis zum Finanzplan – alles Aufgabe des Abikomitees

News rund um die Ausbildung

Fischfilet oder Schweinemedaillon? Öffentlicher oder privater Ball? Abipartys oder Kuchenbasare? Vor diesen und weiteren Fragen stehen viele Cottbuser Elftklässler.  Abitur bedeutet nämlich nicht nur Punkte sammeln, sondern auch organisieren des Abiballs und vor allem Finanzierungsmöglichkeiten suchen. Um dies alles kümmert sich ein Abikomitee.

 

Anfang des Schuljahres gründeten die 11. Klassen des Ludwig-Leichhardt Gymnasiums ein  Abikomitee. „Zur ersten offenen Versammlung trafen sich alle Interessenten aus denen dann unser 13-köpfiges Komitee hervor ging.“, erklärt Noa Schmid. Anhand von Vertragsunterzeichnungsfristen und Frühbucherrabatten erstellte die Gruppe einen Prioritäten-Zeitplan. Am wichtigsten sei laut dem Leichhardt-Komitee die Suche nach einem passenden Ort für den Ball, was bisher größte Hürde darstellte. Als erstes mussten die Vertragshieroglyphen verstanden und verglichen werden. „Ohne das Fachwissen unserer Eltern wären wir da aufgeschmissen gewesen.“, gibt Max Schiemenz zu. „Die Entscheidung  fiel uns schwer, weil es viele Aspekte zu beachten galt.“, äußert Noa Schmid. Von großer Bedeutung sei dabei ein gut durchdachter Finanzierungsentwurf, wobei die Kosten für Fotograf, DJ, Versicherung, Security, Technik, GEMA und Dekoration nicht vergessen werden sollten. Zu den Winterferien stehen Halle und Datum fest, als nächstes wird der Finanzierungsplan abgearbeitet.  Durch Kuchenbasare, Sponsoren, Schulshirts und Inventuren sollen die Eltern so gut wie möglich entlastet werden. Die Abiredaktion arbeitet unabhängig von ihnen am Abibuch. Über soziale Netzwerke sammeln die Abi-Journalisten Fotos, Steckbriefe und Umfragenergebnisse.

Auch das Pückler Gymnasium steckt bereits mitten in den Planungen. Ihr Abikomitee ist jedoch anders aufgebaut. „Wir bestehen aus 30 Schülern, welche in sechs Arbeitsgruppen eingeteilt sind“, sagt die Abikomitee-Sprecherin Paula Lubitz. Durch diese hierarchische Struktur kann zeitgleich in mehreren Bereichen gearbeitet werden. Die Gruppenvorsitzenden halten sich im Vorstand auf dem Laufenden und besprechen die nächsten Schritte. Paula Lubitz und Moritz Schröder haben als Abisprecher die Zügel in die Hand genommen und leiten die Vorstandssitzungen. Auch sie wollen ihren Eltern durch eigene Einnahmen unter die Arme greifen. „Durch Kuchenbasare und einen Gewinn beim 24 Stunden-Schwimmen ist unsere Klassenkasse bereits ein wenig gefüllt.“,  erwähnt sie. Sie stoßen während der Arbeit ebenfalls auf Hindernisse. „Verträge bereiten uns am meisten Probleme“, erzählt die Schülerin. Das Durcharbeiten sei ohne rechtliche Kenntnisse schwer zu bewerkstelligen, genauso wie das Schreiben von rechtskräftigen Elternbriefen. Laut Paula Lubitz „entwickelt sich die Suche nach Volljährigen, die bereit sind einen Vertrag zu unterschreiben als kompliziert.“

 

9 einfache Tipps für ein Abikomitee:

  1. Früh mit Planung und Geldverdienen beginnen

 

  1. Erstellen eines Aufgabenplanes

 

  1. Eine Struktur für das Komitee festlegen:
    -Hierarchische Struktur unter dem Motto: “geteiltes Leid ist halbes Leid“
    -kleines Gremium unter dem Motto:
    „zu viele Köche verderben den Brei“

 

  1. Ansprechpartner unter den Eltern suchen (Anwälte, Eventmanager,…)

 

  1. Verträge genau durcharbeiten, mehrere Meinungen und Verträge zum Vergleichen einholen

 

  1. VOR Vertragsunterzeichnung einen Finanzierungsplan aufstellen

 

  1. Einen „Entlastungsvertrag“ zwischen den Schülern und dem Vertragsunterzeichner aufsetzen

 

  1. Auf Fristen achten; durch Frühbucherrabatte bei Abibuch und Abishirt sparen

 

  1. Kreativität beim Geldverdienen zeigen: einzigartige Sponsoring-Bewerbungen und ausgefallene Ideen wie ein schushi.de

 

 

-Isabel Damme