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Unverzichtbare Begleiter: Altenpfleger!

Leben

 

Sie sind Helfer und Gesprächspartner, haben eine starke Schulter zum Anlehnen, ein großes Herz und immer einen flotten Spruch auf den Lippen – die Rede ist von Altenpflegern. Für Menschen im Alter sind sie unverzichtbare Begleiter.

Genau das ist auch der Grund für Franziska Meinhard (32) gewesen, weshalb sie sich zu einer Ausbildung zur Altenpflegekraft entschieden hat. „Ich bin gerne mit älteren Menschen zusammen und ich mag den Umgang mit ihnen hier im Wohnbereich“, sagt sie. Zurzeit arbeitet die junge Frau im Finsterwalder Seniorenzentrum „Albert Schweitzer“ in der stationären Betreuung. Hier leben Menschen, die nicht mehr alleine für sich sorgen können und auf eine Betreuung rund um die Uhr angewiesen sind. Sie haben ein eigenes Zimmer und teilen sich meist mit einem weiteren Bewohner ein Bad.

Vielseitige Arbeit mit Senioren

Tagsüber gibt es verschiedene Angebote für Senioren: Mal wird gesungen, mal gespielt. Im Sommer gibt es Spaziergänge in den Garten und regelmäßig besuchen Kindergarten- und Schulkinder das Seniorenzentrum. „Da freuen sich unsere Bewohner immer ganz besonders, weil es dann sehr lebendig zugeht“, berichtet Franziska Meinhard. Durch eine familiäre Vorgeschichte ist die gelernte Industriekauffrau zur Altenpflege gekommen. Nun steht sie im dritten Ausbildungsjahr, also kurz vorm Abschluss.

Ambulante Pflege von Haus zu Haus

Ihre Kollegin Annett Meyer (43) lässt sich ebenfalls zur Altenpflegerin ausbilden. Zuvor war sie bereits Pflegehelferin, eine Art berufliche Vorstufe. Momentan ist sie in der ambulanten Pflege eingesetzt. Das heißt, Annett Meyer fährt von Haus zu Haus und pflegt die Senioren, die zwar hilfsbedürftig sind, aber größtenteils noch alleine zurechtkommen. „Die Menschen wollen ja so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben. Dafür sind wir unverzichtbare Begleiter.“ In den Wohnungen hilft Annett Meyer bei der Körperpflege und der Tabletteneinnahme oder nimmt sich Zeit für einen Plausch: „Das ist eine spannende Aufgabe, denn jeder Haushalt ist anders. Es gibt täglich neue Herausforderungen und man muss sich gut in die Menschen hineinversetzen können“, sagt sie. Dafür lerne und lache man jede Menge und bekomme viel von den Menschen zurück.

Jetzt gibt es etwas mehr Geld

Frisches Bettzeug: Franziska Meinhard (links) und Annett Meyer wechseln für die Bewohner im Seniorenzentrum den Bettbezug. In den Wohnbereichen gibt es Betreuung rund um die Uhr. Foto: Daniel Friedrich

Die Nachfrage, gerade nach dieser häuslichen Pflege, wird immer größer. Denn in Deutschland gibt es immer mehr ältere Menschen. Gleichzeitig wollen nur wenige junge Schulabgänger Altenpfleger werden – ein großes Problem. „Leider ist der Beruf nicht so gut angesehen. Das hängt wohl mit den Arbeitszeiten zusammen, denn natürlich müssen wir auch mal am Wochenende oder nachts arbeiten.“ Dafür hat man dann unter der Woche mal frei. Außerdem verdienen die beiden Azubis aus Finsterwalde seit diesem Jahr etwas mehr Geld als vorher: Durch einen neuen Tarifvertrag sind es für Franziska Meinhard im dritten Lehrjahr jetzt 1065 Euro monatlich. „Das ist schon ein Anreiz, aber ich mache die Arbeit nicht wegen des Geldes, sondern weil sie mir Spaß macht“, sagt sie.

Sehr gute Jobchancen in der Pflege

Die Politik will in den kommenden Jahren tausende neue Stellen in der Pflege schaffen. Gesucht werden auch Umschüler, die zuvor schon einen anderen Beruf erlernt haben, diesen aber nicht mehr ausüben können oder wollen. Am besten bietet sich ein Praktikum an, um sich mit dem Beruf einmal vertraut zu machen. Wer also eine Ausbildung im Pflegebereich anfängt, hat ziemlich hohe Chancen, übernommen zu werden. So wie Franziska Meinhard: Die Auszubildende im dritten Lehrjahr hat bereits ein halbes Jahr vor dem Abschluss ihren künftigen Arbeitsvertrag im Seniorenzentrum unterschrieben.

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