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So war das…

PLANBAR Azubi-Speed-Dating: „In zehn Minuten die Karriere ankurbeln“

Keine Liebe, sondern Jobaussichten liegen beim Azubi-Speed-Dating des Planbar-Magazins im LR-Medienhaus in der Luft. Im Schnelldurchlauf haben Unternehmen und Jobsuchende die Chance, sich näher kennenzulernen. Die Glocke klingelt alle zehn Minuten. Dann müssen sich die Kandidaten trennen und einen neuen Partner wählen. Das Speed-Dating, eher bekannt aus dem Bereich der Partnersuche, hat das Magazin Planbar kurzerhand zum Kennenlernen für Arbeitgeber und Ausbildungsuchende umfunktioniert. Elf Unternehmen, darunter Cottbusverkehr, die Handwerkskammer und die Agentur für Arbeit, stellen sich am Dienstag im Medienhaus der Lausitzer Rundschau in Cottbus mit ihren Ausbildungsmöglichkeiten vor. „Es ist etwas Ergänzendes zu unserem Magazin, etwas, das wir schon immer machen wollten“, erklärt Britta Schieskow vom Planbar-Magazin. Ansprechen soll die Veranstaltung dabei nicht nur die Jugendlichen selbst, sondern auch Eltern. „So ist es ja oft, dass die Eltern den Kindern ein wenig auf die Sprünge helfen“, erklärt sie.
 
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Die 21-jährige Annabell Hof ist hingegen allein gekommen. Eine Ausbildung hat die Cottbuserin auch schon gefunden – bereits im zweiten Jahr lernt sie den Beruf Kauffrau für Büromanagement. „Meine Ausbilderin hat mich sogar auf die Veranstaltung hingewiesen“, erzählt sie. Beim Azubi-Speed-Dating ist Annabell Hof trotzdem, da sie nach einem geeigneten Praktikumsplatz sucht. Ihren Anfang macht sie beim Unternehmen Cottbusverkehr, wo Personalleiterin Simone Becker und Thomas Radewahn die Interessierten erwarten.

Das Gespräch ist angenehm freundlich, im Gegensatz zu einem klassischen Vorstellungsgespräch kann vor allem Annabell Hof viele Fragen an den potenziellen Arbeitgeber stellen. Sie ist gut vorbereitet, auch ihre Zeugnisse hat sie mitgebracht. Das Gespräch verläuft vielversprechend: „Wir bleiben in Kontakt“, verabschieden sich die Mitarbeiter von Cottbusverkehr von ihr.

Noch bei drei weiteren Arbeitgebern, darunter etwa der Leag, stellt sich Annabell Hof im Anschluss vor. „Sie waren alle sehr freundlich, ich habe mich sehr wohlgefühlt“, erzählt sie. Einen festen Praktikumsplatz habe sie aber noch nicht in der Hand. „Gute Möglichkeiten sind auf jeden Fall dabei, aber ich schwanke noch“, sagt sie.

Nicht nur für die Besucher, sondern auch für die Unternehmen ist das Azubi-Speed-Dating eine Chance: „Wir finden das Speed-Dating sehr gut“, sagt etwa Simone Becker von Cottbusverkehr. Leider sind noch zu wenige Ausbildungsuchende da“, fügt sie zu Beginn der Veranstaltung hinzu. Drei Ausbildungsstellen hat das Unternehmen anzubieten, bisher seien aber vor allem Leute an den Infotisch gekommen, die etwas anderes suchten.

Der Oberschüler Georg Kilian weiß noch gar nicht, was er nach seiner Schulzeit machen soll. Zum Azubi-Speed-Dating hat ihn Vater Christian Kilian gebracht. Von der Veranstaltung hatte dieser durch die Zeitung erfahren. „Er weiß noch nicht, was er machen will. Wenn man sich aber nicht informiert, kann man auch nichts herausfinden“, begründet Kilian. Nach etwas Zögern geht Sohn Georg deshalb zunächst zu der Jobberatung der Agentur für Arbeit.

„Ich wollte mal Architekt werden, aber ich möchte nicht so lange studieren“, erzählt er dabei den Agenturmitarbeitern Yvonne Albrecht und Kathrin Müller. Talent hat der Oberschüler vor allem bei Zeichen- und Messarbeiten. Die finden schnell ein paar Alternativen für den Unentschlossenen: So könne er anstelle eines Architekturstudiums eine Ausbildung als Bauzeichner, Vermessungstechniker oder Geomatiker machen. „Hier gibt es nicht so viele Stellen, also müssen Sie sich zeitig bewerben“, gibt ihm Berufsberaterin Kathrin Müller mit auf den Weg.

„Ganz gut“, sagt Georg Kilian im Anschluss, sei die fixe Berufsberatung der beiden Agenturmitarbeiter gewesen. Ob sie ihm bei seiner Zukunftsplanung weitergeholfen haben? „Nicht wirklich“, ist seine nüchterne Antwort darauf. Vater Christian lächelt mild. Zumindest informiert hat sich der Sohn heute.

Von Julian Münz

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