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„Mmmmh, lecker!“ – Studiengänge zum Thema Ernährung

Rund um's Studium

Das Thema Ernährung ist in aller Munde, und das nicht nur bildlich gesprochen. Denn ohne Essen können wir nicht überleben. Doch nicht nur in unserem eigenen Leben dreht sich alles ums Essen. Auch auf Instagram werden wir pausenlos mit den schönsten Essensbildern unserer Freunde vollgespamt. Daneben lesen wir die neusten Ernährungstrends im Internet auf verschiedenen Blogs, schauen uns Food Challenges auf YouTube an und bekommen die besten Superfood-Rezepte von Pinterest.

Doch was ist eigentlich wirklich drin in unseren Lebensmitteln? Wie werden Lebensmittel gekennzeichnet? Und wer kann helfen, wenn man die Ernährung nicht mehr im Griff hat und zu viel oder zu wenig isst?

Diese und viele weitere Fragen werden in verschiedenen Studiengängen beantwortet, die sich mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen. PLANBAR gibt euch einen Überblick über diese Studiengänge.

 

Studium der Ernährungswissenschaften

Die Facts

  • Voraussetzungen: allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, teilweise Numerus Clausus
  • Benötige Schulfächer: Chemie, Biologie, Physik, Mathe
  • Wo: hauptsächlich an Universitäten
  • Studienabschluss: Bachelor of Science oder Bachelor of Arts; Master of Science oder Master of Arts
  • Dauer Bachelor: 6 Semester
  • Vertiefung: Beratungspsychologie, Sensorik, Ernährungsforschung, Qualitätsmanagement, Parasitologie, Marketing und Ernährungswissenschaften, Ernährungssoziologie

Das Studium

In diesem Studium lernst du die Geheimnisse der Ernährung kennen. Dabei stehen vor allem die Naturwissenschaften im Vordergrund, denn du lernst in Analysen den Zusammenhang zwischen Stoffwechsel, Nahrungsmitteln und Gesundheit kennen.
Damit du das Studium bewältigen kannst, müssen erst einmal naturwissenschaftliche Grundlagen in den Fächern Chemie, Biologie, Physik und Mathe gelegt werden. Außerdem lernst du etwas über Lebensmittelanalytik, Anatomie, Organische Chemie, Lebensmittelchemie, Stoffwechselphysiologie und vieles mehr. Nachdem du dein Grundstudium abgeschlossen hast, kannst du dich in einer der folgenden Richtungen vertiefen: Beratungspsychologie, Sensorik, Ernährungsforschung, Qualitätsmanagement, Parasitologie, Marketing und Ernährungswissenschaft oder Ernährungssoziologie.
In Vorlesungen und Seminaren bekommst du die theoretischen Inhalte beigebracht, in Übungen und Versuchen wendest du dein Wissen an. In einigen Studiengängen ist ein Praktikum in einem Unternehmen vorgesehen. In diesem kannst du austesten, in welchem Unternehmen du arbeiten willst, erste Kontakte zur Praxis knüpfen und dein theoretisches Wissen praktisch anwenden.

 

Ist das der richtige Studiengang für mich?

Auf jeden Fall solltest du Interesse an Naturwissenschaften haben und bereits ein gewisses Grundverständnis in diesem Bereich mitbringen. In der Schule solltest du möglichst eine Naturwissenschaft als Leistungskurs belegt haben. Da Fachliteratur in diesem Bereich oft englischsprachig ist, solltest du entsprechende Sprachkenntnisse aufweisen.

 

Und nach dem Studium?

Vor allem in der Lebensmittelindustrie findest du passende Jobs. Aber auch in Behörden, Beratungsstellen, Bildungs- und Pflegeeinrichtungen, Kliniken und in der Pharmaindustrie werden Mitarbeiter mit einem ernährungswissenschaftlichen Profil gesucht. In den einzelnen Unternehmen und Branchen kannst du in der Produktentwicklung, im Qualitätsmanagement, in der Ernährungs- und Verbraucherberatung, in der Familien- und Entwicklungshilfe, in der Lebensmittelprüfung oder in der Forschung eingesetzt werden.

 

Studium Ökotrophologie

  • Voraussetzungen: Abitur, Fachabitur oder berufliche Ausbildung, teilweise Numerus clausus
  • Benötige Schulfächer: Chemie, Biologie, Physik, Mathe
  • Wo: Vor allem staatliche Fachhochschulen, teilweise Universitäten
  • Studienabschluss: Bachelor of Science und Master of Science
  • Dauer Bachelor: 6 Semester, Master: 4 Semester
  • Vertiefung: Lebensmittelsicherheit und –kontrolle, Versorgungsmanagement, Ernährungsmedizin, Prozess- und Qualitätsmanagement, Nachhaltigkeit

 

Das Studium

Dieses Studium ist ein Mix aus Ernährungs-, Natur- und Wirtschaftswissenschaften. Im Fokus steht hier die Forschung in der nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion, das Erstellen individueller Ernährungsempfehlungen und das Managen der Lebensmittelversorgung großer Einrichtungen. Du bekommst sowohl Einblicke in die Ernährungswissenschaften aber auch Basiskenntnisse in BWL werden vermittelt.
Grundlagen des Studiums sind Chemie, Humanbiologie, Physik, Mathe und Ernährungspsychologie. Auch Kurse in Sozialforschung, Statistik und Psychologie stehen auf dem Stundenplan. Vertiefen kannst du dich später in den Richtungen Lebensmittelsicherheit und –kontrolle, Versorgungsmanagement, Ernährungsmedizin, Prozess- und Qualitätsmanagement oder Nachhaltigkeit.
Das Studium teilt sich Module auf, das heißt der Stoff wird in thematisch passende Blöcke aufbereitet. Ein Modul für Praxiserfahrung ist eingeplant, während diesem kannst du entweder ein Praxissemester oder ein Praktikum absolvieren. Auch Auslandssemester sind an den meisten Hochschulen möglich.

 

Ist das der richtige Studiengang für mich?

Grundsätzlich solltest du ein Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern, wie Biologie, Chemie und Physik haben. Auch mathematisch-technisches Verständnis und gute Englischkenntnisse können nicht schaden.

 

 Und nach dem Studium?

Da in diesem Studium Ernährungswissenschaften mit betriebswirtschaftlichen Inhalten verbunden werden, hast du nach dem Studium vielfältige Berufsmöglichkeiten. Du findest Arbeit im öffentlichen Dienst oder in der freien Wirtschaft aber auch Krankenhäuser und Krankenkassen sind attraktive Arbeitgeber. Nach dem Studium kannst du zum Beispiel als Qualitätsprüfer, Fachjournalist, Produktentwickler oder Ernährungsberater arbeiten.

 

Ausbildung zum/zur Diätassistent/in

In diesem Ausbildungsberuf stehen Nahrungsmittel und deren Nährstoffe im Vordergrund. Du arbeitest viel mit Menschen, die sich gesund ernähren wollen, und erstellst individuelle Ernährungspläne für sie.
Als Voraussetzung für die Ausbildung gilt ein mittlerer Bildungsabschluss. Die Ausbildung kann an 60 staatlich anerkannten Schulen durchgeführt werden und dauert drei Jahre. Dein wichtigstes Unterrichtsfach ist die Diätetik. Hier lernst du alles über die Versorgung und Beratung in Bezug auf die Ernährung, die zur Therapie oder Heilung von Krankheiten dient. Für deinen Abschluss und den Titel „staatlich anerkennte/r Diätassistent/in“ musst du eine mündliche und schriftliche Prüfung absolvieren und einen praktischen Teil bestehen.
Nach der Ausbildung kannst du verschiedene Diätkostformen erstellen, die immer auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sind, und arbeitest dabei eng mit Ärzten zusammen. Auch Schulungen, Vorträge oder Kochkurse sind Teil deiner Arbeit. Häufig arbeitest du in Krankenhäusern, Rehakliniken aber auch in selbstständigen Arztpraxen oder bei Krankenkassen.

 

Weiterbildung zum/zur Ernährungsberater/in

In dieser Weiterbildung lernst du die Grundlagen der Ernährung kennen und kannst sie später an deine Mitmenschen weiter geben. Im Berufsleben erstellst du zum Beispiel Ernährungspläne, führst Beratungsgespräche und unterstützt Menschen bei der Umstellung ihrer Ernährung.
Die Weiterbildung zum/zur Ernährungsberater/in variiert, je nach Anbieter, in der Dauer, den Kosten und der Abschlussprüfung.
Vor allem solltest du Interesse an Biologie, Physik und Chemie haben. Auch Sorgfalt und Genauigkeit, Selbstorganisation und gestalterische Fähigkeiten sind wichtig für die Weiterbildung. Um die Weiterbildung aufnehmen zu können, solltest du eine abgeschlossene Ausbildung als Diätassistent/in oder ein abgeschlossenes Studium in diesem Bereich haben. Auch Berufspraxis kann vor Vorteil sein. Weitere Zugangskriterien werden von den jeweiligen Anbietern definiert.
Neben guten Noten in Mathe, Physik, Chemie und Biologie solltest du auch Einfühlungsvermögen haben, da du viel mit Menschen arbeiten wirst.
Während der Weiterbildung lernst du etwas darüber, wie Diäten den Menschen helfen können auf dem Weg zu einer gesunden Ernährung, wie wichtig Fitness in Kombination mit der richtigen Ernährung ist und welche Probleme bei Mangelernährung auftreten können.