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Studienabbruch – und nun?

Allgemein

Das erste Semester ist fast vorbei, die Prüfungen stehen vor der Tür. Doch schon jetzt merkst du, dass dieses Studium nicht deinen Interessen entspricht. Hast du einfach keine Lust darauf oder solltest du über einen Studienabbruch nachdenken?

Niemand hat große Lust auf Prüfungen. Aber wenn du wirklich das Interesse oder die Motivation am Studium verloren hast, ist es vielleicht besser es abzubrechen, als sich noch weitere fünf Semester durchzuquälen. Ein Studienabbruch steht der großen Karriere nicht unbedingt im Wege. Das zeigen prominente Beispiele wie Bill Gates, Barbara Schöneberger oder Günther Jauch.

Gründe für den Abbruch

Bevor du aber den entscheidenden Schritt in Richtung Studienabbruch unternimmst, solltest du dir einige Fragen stellen.  Liegt es am fehlenden Geld? Oder überfordert dich das Studium? Gibt es vielleicht persönliche oder familiäre Probleme? Haben sich deine Interessen im Laufe des Studiums verändert? Vielleicht hast du ein Seminar belegt, bei dem du festgestellt hast, dass dich viel mehr als dein Hauptfach interessiert.  Vielleicht hast du dir unter deinem Hauptfach auch etwas ganz anderes vorgestellt.

Was kommt dann?

Auf keinem Fall solltest du in Selbstmitleid verzweifeln oder dich als Versager abstempeln lassen. Das bist du nämlich nicht. Die Entscheidung zum Studienabbruch darfst du nicht leichtfertig treffen.  Aber zerbricht dir nicht zu lange den Kopf über die Nebenwirkungen des Studienabbruchs. Ablenkungen in Form von Sport, Freunden oder Hobbys sind hilfreich, um den Kopf mal wieder freizubekommen. Falls das alles nichts hilft, gibt es auch verschiedenen Beratungsstellen, zum Beispiel die psychologische Beratungsstelle der Uni, die dir helfen mit den Auswirkungen des Studienabbruchs fertig zu werden.

Und wie geht's jetzt weiter? Das ist die große Frage, die du dir möglichst vor dem Abbruch stellen solltest. Möchtest du ein neues Studium mit einem anderen Schwerpunkt beginnen? Ist eine Ausbildung vielleicht das Richtige. Oder gehst du lieber gleich richtig Arbeiten? Egal, für was du dich entscheidest informiere dich genau über deine Möglichkeiten. Vielleicht wird dir etwas aus deinem alten Studium in deinem neuen angerechnet.

Umgang mit dem Studienabbruch

Bei einem Bewerbungsgespräch musst du auf jeden Fall hinter deiner Entscheidung stehen und deutlich klar machen, warum du dich für einen Studienabbruch entschieden hast. Übernimm Verantwortung für deine Entscheidung und verdeutliche, dass du sie nicht leichtfertig getroffen hast.
Wenn du deinen Studienabbruch allerdings als Fehler eingestehst und zugibst, dass deine Entscheidung nicht richtig durchdacht war, dann machst du dich während des Bewerbungsgespräches angreifbar, was für dich ein Nachteil sein könnte. Stattdessen solltest du dem Personalchef klar machen, dass der Studienabbruch dir auch geholfen hat, deine eigenen Interessen und Bedürfnisse besser einzuschätzen. Mach ihm bewusst, dass du diese eine Stelle wirklich haben willst und es für dich keine Zweifel gibt, dass es dir Spaß machen wird. Waren persönliche Gründe für den Studienabbruch verantwortlich, sage deutlich, dass diese mittlerweile gelöst sind und sich nicht mehr auf deine Arbeit auswirken werden.
Bist du auf Xing oder LinkedIn angemeldet, solltest du ebenfalls die Gründe für deine Entscheidung kurz erläutern. Lass es aber nicht nach einer Rechtfertigung klingen.  Verdeutliche, dass du nach dem Studienabbruch etwas gefunden hast, was wirklich deinen Interessen entspricht und dir Spaß macht.

 

Unter diesem Link findest du verschiedene Fragen, die dir bei deiner Entscheidung helfen können. Auch verschiedene positive und negative Aspekte des Studienabbruchs werden genannt.

Auch dieser Seite kannst du dich umfassend zum Thema informieren und findest beispielsweise Perspektiven oder verschiedene Bildungsangebote sowie Unternehmensprofile.