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Sozialarbeiter vermitteln im Schulalltag

Studium

Anderen gut zuhören, in besonderen Lebenslagen beraten und zur Seite stehen in schwierigen Situationen - das ist die Aufgabe von einem Sozialarbeiter. Die 32-jährige Elissa Helmke ist seit Anfang 2017 Schulsozialarbeiterin an der Dahmer Oberschule „Otto Unverdorben“. Für PLANBAR berichtet sie von ihrem Beruf, einem Job mit viel Fingerspitzengefühl.

Die Tür zu Elissa Helmkes Büro steht weit offen. „Offen“, erzählt die 32-Jährige, „das soll auch mein Anspruch sein, den Schülern, Lehrern und Eltern an der Otto-Unverdorben-Oberschule zu begegnen.“ Im Keller der Schule hat sich Elissa Helmke ihr Büro eingerichtet. Kein gewöhnliches Büro: eher ein legerer Arbeitsplatz mit Wohlfühlatmosphäre. Gegenüber von ihrem Schreibtisch steht eine Couch mit bunten Kissen, am Fenster hängt ein Traumfänger. „Wenn die Schüler mit mir über das eine oder andere Problem sprechen, dann muss auch die Atmosphäre stimmen“, weiß die junge Frau.

Erziehungswissenschaften studiert

Sie kennt die Räume und Flure in dem Schulgebäude noch gut. Denn 2004 hat sie selbst ihr Abitur an der damaligen Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe abgelegt. Danach hat sie studiert und zuletzt ihren Master in Erziehungswissenschaften an der Freien Universität (FU) Berlin gemacht. „Als im vergangenen Jahr die Stelle der Sozialarbeiterin frei wurde, habe mich sofort beworben.“ Seit Januar ist die Familienmutter nun wieder an ihrer alten Schule. Sie ist angestellt beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der ist sogenannter Träger der Sozialarbeiterstelle. Das heißt, mit dem ASB hat sie einen Arbeitsvertrag und von ihm bekommt sie ihren monatlichen Lohn, auch wenn sie an der Oberschule arbeitet.

Sozialarbeiter helfen beim Thema Mobbing

Mit den Schülern ist Elissa Helmke nach wie vor per du. Es sind mal kleine und mal größere Sorgen, die den Siebt- bis Zehntklässlern auf der Seele liegen: Mobbing, häusliche Probleme, Sexualität, Missverständnisse. „Zurzeit habe ich viel mit Cyber-Mobbing zu tun. Da werden per Handy Chatgruppen gebildet, die einzelne Schüler ausgrenzen“, berichtet Elissa Helmke. Meistens würden die Verursacher gar nicht merken, dass sie mit ihrem Verhalten Anderen wehtun: „Man muss es ihnen dann deutlich sagen und sie dazu bringen zu überlegen, wie sie sich selbst in einer solchen Situation fühlen würden.“

"Die Schüler wissen, dass da jemand ist."

„Sozialarbeiter an der Schule sind sehr wertvoll. Die Schüler wissen, dass da jemand ist, der ihnen zuhört und einen Plan hat. Man kann mit mir ein vertrauliches Gespräch führen, ohne, dass es beispielsweise jemand der Eltern mitbekommt und man sich dafür rechtfertigen muss“, erklärt Elissa Helmke. Das koste weit weniger Überwindung, Kontakt aufzunehmen, als bei manch offizieller Beratungsstelle. Und der Terminkalender der Sozialarbeiterin ist voll: Bis zu drei Gesprächstermine hat Elissa Helmke am Tag. Dazwischen gibt es immer wieder einen kurzen Plausch „zwischen Tür und Angel“. Außerdem geht sie bei größeren Konflikten in die Klassen, spricht das Thema mit allen an. So vermittelt sie zwischen Schülern und Lehrern und steht auch bei Elternabenden als Ansprechpartner bereit. „Die Schule ist ein wichtiger Lebensort, den ich attraktiv mitgestalten möchte“, ist ihr Wunsch.


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