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Sozial engagiert in der Lausitz

Reportagen

Sich sozial zu engagieren erfreut sich in letzter Zeit immer mehr Beliebtheit, nicht zuletzt durch die Atomkatastrophe in Japan oder den alarmierenden Rufen des WWF, dass es nur noch 3200 Tiger gibt. Eine 3, 4 oder 5 € Spende per SMS für Pakistan, Haiti oder eine andere Spendenaktion ist schnell gemacht und tut nicht weh.

Im Gegensatz dazu nimmt das aktive ehrenamtliche Handeln von Jugendlichen in lokalen Einrichtungen zurzeit ab, was zum einem an der Einführung des verkürzten Abiturs, zum anderen aber auch an den neuen Bachelorstudiengängen, die im Allgemeinen als straffer bezeichnet werden, liegt.

Doch ist es zum Teil auch einfach die Unwissenheit, bei welchen Vereinen und Einrichtungen man sich ehrenamtlich engagieren kann oder der einfache Gedanke „was bringt mir das eigentlich?“.

Wer sich freiwillig engagiert erhält Fähigkeiten und Fertigkeiten (auch durch meist kostenlosen Aus- und Weiterbildung) mit bestimmten Aufgaben oder Menschen umzugehen. Sich persönlich weiter zu entwickeln durch das aktive Helfen und mitarbeiten und vielleicht sogar zu erfahren, was man später im Leben wirklich will, ist der eigentliche Grundgedanke einer ehrenamtlichen Tätigkeit.

Die Möglichkeiten sich ehrenamtlich zu engagieren sind dabei nahezu grenzenlos und auch hier in der Region vielseitig.

Beispielsweise setzt sich die „Freiwilligen Agentur Cottbus“ für willige Freiwillige ein und hilft ihnen bei der Suche nach sozialen Tätigkeiten aus allen möglichen Bereichen wie Sport, Kultur oder Umwelt.

Wer sich gern mit Kindern umgibt und vielleicht sogar den Wunsch hegt, später einmal Kinderkrankenpfleger zu werden, der kann durch die „Schmökerhöle“ Kindern im Krankenhaus durch Spielen, Singen, Vorlesen oder Erzählen einen angenehmeren Aufenthalt ermöglichen.

Wer gern Veranstaltungen und Treffen für Kinder organisieren möchte, kann auch an einer Jugendleiterausbildung teilnehmen, z.B. in Blossin oder vom deutsch-französischem Jugendwerk aus, um an interkulturellen Jugendbegegnungen teilzunehmen.

Bei den „Lebenshilfe-Werkstätten Hand in Hand“ in Cottbus, Peitz und Guben werden ständig helfende Hände gebraucht, um Menschen mit Handicaps bei der Ausübung von ihren Arbeiten zu unterstützen und Veranstaltungen mit zu organisieren, beziehungsweise zu begleiten.

Die Telefonseelsorge Cottbus ist ebenfalls immer auf der Suche nach helfenden ehrenamtlichen Händen. Nach einer einjährigen Ausbildungszeit dürfen die Mitarbeiter durchschnittlich drei Dienste à vier Stunden im Monat übernehmen. Per Telefon beraten Sie Menschen die in Not geraten sind oder einfach jemanden zum Reden brauchen.

Wer es etwas praktischer mag, kann sich bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. zum Sanitäter ausbilden lassen und bei Veranstaltungen und Aktionen auf das gesundheitliche Wohlbefinden der Besucher achten.

Doch trotz diesen Beispielen wird sich der Ein oder Andere dennoch fragen, wieso man seine (wahrscheinlich ohnehin schon wenige) Freizeit für so etwas einsetzen soll:

Weil es Spaß macht! Wer jetzt denkt, diese Floskel sei oll, hat völlig unrecht! Anderen Menschen zu helfen und ihnen ein besseres Leben zu ermöglichen oder sich für Tiere, deren Haltung und Lebensraum zu kämpfen, erfüllt einen mit Stolz!

Zu sehen, dass wirklich etwas passiert, wenn man auch wirklich etwas macht – dieses Gefühl der Zufriedenheit lädt einen förmlich mit Energie und Motivation auf!

Man kann so viel lernen, so viele Erfahrungen sammeln - und seien wir mal ehrlich, wer glaubt denn ernsthaft, dass eine ehrenamtliche Arbeit sich schlecht im Lebenslauf macht?


Hier noch ein paar nützliche Links rund ums Thema ehrenamtliche Arbeit in der Lausitz:
www.freiwilligenagentur-cottbus.de
www.lebenshilfe-handinhand.de
www.lebenshilfe-cottbus.de
www.telefonseelsorge-berlin-brandenburg.de
www.aids-hilfe-lausitz.de
www.blossin.de
www.dfjw.org