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Social Media – Facebook als Bewerbungskiller?

How To

Wer ist eigentlich dieser Social und was hat er mit Media zu tun? Eine Frage, die man sich zumindest vor der ersten Bewerbung stellen sollte. Denn nicht nur Hinz, Kunz und Promis wie Matthias Schweighöfer sind in der großen weiten Welt der sozialen Netzwerke unterwegs.

Immer mehr Unternehmen nutzen die freiwillig veröffentlichten, teilweise sehr privaten Informationen über potenzielle oder aktuelle Bewerber. Aber wie vermeide ich, dass der Personalchef Bilder der letzten Fete zu Gesicht bekommt und meine Bewerbung deswegen noch in der Rundablage landet?

Was ist Social Media?
Social Media ist der Überbegriff für Medien, in denen Internetnutzer Erfahrungen, Meinungen, Eindrücke oder Informationen austauschen und Wissen sammeln. Bestes Beispiel: Facebook.
Vor allem große Unternehmen haben das Social Media Marketing, kurz SMM, für sich entdeckt. Ziel ist es, durch die Teilnahme an sozialen Netzwerken beispielsweise das Firmenimage aufzupolieren oder neue Kunden an Land zu ziehen.

Facebook als Bewerbungskiller?
„Social Media Report HR 2010“ ist die bisher größte deutschsprachige Studie zum Einsatz von Social Media im Personalwesen. Laut dieser googeln 60% der Unternehmen nach Bewerbern und stöbern auch mal auf Facebook und Co.
Klar, dass derjenige, der im Netz einen virtuellen Striptease hinlegt, weniger gut ankommt. Bikinifotos aus dem Urlaub oder Bilder einer feuchtfröhlichen Party, öffentlich für jeden zugänglich, sprechen Bände für erfahrene Personalleiter und machen wenig Hoffnung auf ein Vorstellungsgespräch.

Wie mach ich es richtig?
Privatsphäre-Funktionen – In der Regel kannst du genau festlegen, wer deine Posts, Bilder und Beiträge lesen kann und wer nicht. Nutze diese Sicherheitseinstellungen, um deine Informationen vor unbefugten Dritten zu schützen.
Unliebsame Partybilder – Einer deiner Freunde stellt ein Foto online, in dem du unvorteilhaft getroffen bist? Nein, die Kommentare musst du nicht über dich ergehen lassen. Frag den Verantwortlichen, ob er oder sie das Foto entfernt, beruf dich auf dein Recht am eigenen Bild.
Nicknames – Falls du in Blogs oder Foren unter deinem richtigen Namen unterwegs bist, sei dir bewusst, das positive Beiträge anders rüberkommen, als beispielsweise Beleidigungen. Besser ist es, Pseudonyme zu verwenden, gerade wenn es um sehr persönliche Sachen geht.
„Ego-Googeln“ – Einfach mal sich selbst googeln. Finde heraus, was andere tatsächlich über dich erfahren können, ohne Facebook-Freundschaft. Du solltest immer die Kontrolle haben, wer was über dich lesen kann.
Profil professionalisieren – Um sein ganz persönliches Image im Netz bewusst zu beeinflussen, hilft es interessanten Personen „zu folgen“ und aus Facebookgruppen wie „Ich find mein Handy nicht – Bähm da is es“ auszutreten.

Der Chef als Facebook-Freund?
Erledigt, die privatesten Daten deines Facebook-Profils sind jetzt auf „nur für Freunde“ umgestellt und auch Partybilder sehen nur deine Leute. Aber das schützt dich nicht vor dem Fettnäpfchen, das hinter der nächsten Ecke lauert. Freundschaftsanfrage vom Chef – Was mache ich nur?

Laut einer Forsa-Umfrage würden 56% der Teilnehmer ablehnen. Bist du mit deinem Vorgesetzten per Du und man trifft sich nach der Arbeit auf eine kühle Hopfenkaltschale, gehörst du vielleicht zu den 2% die den Chef von sich aus als Freund hinzufügen.

Bevor man Freundschaftsanfragen seines Chefs annimmt, sollte man sich darüber im Klaren sein, was er dann alles zu Gesicht bekommt. Falls Du dich für „ablehnen“ entschieden hast, kein Problem, denn Arbeitgeber haben die Privatsphäre ihrer Mitarbeiter zu respektieren, auch in der Online-Welt.Es schadet allerdings nicht auch im Netz Vorsicht walten zu lassen.