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Noch ein paar Jahre länger die Schulbank drücken?

Ausbildungsfinder

In der großen Arbeitswelt gibt es neben den dualen Ausbildungen, welche im Betrieb und in der Berufsschule absolviert werden, auch Berufe, welche nur auf rein schulischem Weg erlernt werden können. Was heißt das genau? Nach der Schule wird fleißig weitergelernt um dem Wunschberuf ein Stückchen näher zu kommen.

Welche Berufe kann man schulisch erlernen?
Im Prinzip kann jeder Beruf auf schulischem Weg erlernt werden. Beachte aber, dass eine schulische Ausbildung durch Bundes- oder Landesrecht geregelt ist. Das heißt, manche Berufe werden nur in bestimmten Bundesländern angeboten. Die häufigsten schulischen Ausbildungen gibt es in den Bereichen Gesundheit, Pädagogik und Gestaltung. Doch auch wer sich für Fremdsprachen oder Wirtschaft interessiert, kommt hier nicht zu kurz. Eine Liste von A bis Z findet ihr unter www.planbar-magazin.de.

Vor- und Nachteile
Ein Vorteil einer schulischen Ausbildung ist zum Beispiel, dass mehr Fachwissen vermittelt wird als in einer dualen Ausbildung. Außerdem wird das Wissen in den einzelnen Themen mehr vertieft und es entstehen keine Lücken. Ein weiterer Vorteil gegenüber einer herkömmlichen Ausbildung ist der Lernfaktor. Wieso? Ganz einfach, als Vollzeitschüler hast du natürlich mehr Zeit zum lernen, du bist ja schließlich jeden Tag in der Schule und musst nicht zwischendurch noch arbeiten.
Ein Nachteil hingegen ist das Finanzielle. Da du in einer schulischen Ausbildung keine Ausbildungsvergütung erhältst und eventuell noch Schulgeld begleichen musst. Desweiteren könnten beim Einstieg ins Berufsleben Probleme entstehen, denn es mangelt am Anfang vermutlich an praktischer Erfahrung und dies bringt eine längere Einarbeitungszeit mit sich.

Voraussetzungen
Im Normalfall wird für eine schulische Ausbildung ein Realschulabschluss verlangt. In einzelnen Fällen wird auch der Hauptschulabschluss akzeptiert oder ein Eignungstest durchgeführt. Außerdem gibt es in manchen Ausbildungen ein Mindestalter, das man erfüllen muss. Für die Ausbildung des Rettungsassistenten beträgt das Mindestalter zum Beispiel 18 Jahre.

Finanzielles
Im Gegensatz zu einer normalen Berufsausbildung erhält man bei einer rein schulischen Ausbildung keine Ausbildungsvergütung. Ausnahmen gibt es im Bereich Gesundheit. Durch den hohen Praktikumsanteil steigen die Chancen, etwas Geld zu erhalten.
Und dann noch Schulgeld bezahlen?
Ob dies entrichtet werden muss oder nicht, ist von der jeweiligen Schule abhängig. Meistens sind es die privaten Schulen, welche Schulgelder verlangen, der Besuch an staatlichen Schulen ist hingegen kostenfrei.

Bewerbung
Wenn du dich für eine schulische Ausbildung entschieden hast und dich bewerben möchtest, musst du die Bewerbung direkt an die Schule schicken. Dabei ist die Anmeldefrist der Schule zu beachten, welche meistens 1 Jahr vor Beginn der Ausbildung endet.

Ablauf
Die Ausbildungsdauer ist von Bereich zu Bereich verschieden, in der Regel beträgt sie jedoch 1 bis 3 Jahre. Bei einigen Berufen darf noch länger gelernt werden, beispielsweise als Schauspieler/in.
Der Unterricht an den Schulen wird in der Ausbildung nicht nur theoretisch gehalten, Praxis-Phasen gehören auch dazu. In diesen Phasen eignet man sich zusätzlich wichtiges Wissen für den Beruf an. Es wird trotzdessen empfohlen, Praktika am Ende der Ausbildung anzuhängen, um Berufserfahrung zu sammeln. An manchen Schulen sind Praktikumsphasen sogar Pflicht bzw. gehören zum Ausbildungsplan.

Abschluss
Mit erfolgreichem Bestehen der Abschlussprüfungen erhalten die Absolventen einen anerkannten Abschluss mit der Bezeichnung: Staatlich geprüfte/r ... oder staatlich geprüfte/r Assistent/in für ... .
Es ist empfehlenswert sich vor der Bewerbung über die Schule zu infomieren, z.B. ob der Abschluss gewährleistet werden kann!