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Raus aus den Schulden

News rund um die Ausbildung

Wer kennt das nicht: Am Ende des Geldes ist mal wieder viel zu viel Monat übrig. Eigentlich wäre sparen und zurückhalten angesagt, doch manche Menschen ignorieren die Gefahr und häufen somit einen Berg von Schulden an. Immerhin sind fast zehn Prozent der Deutschen verschuldet und die Schuldner werden immer jünger.

„Nach unseren Erfahrungen ist fast jeder sechste Hilfesuchende unter 26 Jahren“, sagt Michael Schwarz, Schuldner- und Insolvenzberater bei der Caritas-Regionalstelle in Cottbus. Dabei sei es erschreckend, dass junge Menschen oftmals bereits Schulden haben, bevor sie überhaupt ein regelmäßiges Einkommen haben.

Als Grund für die Verschuldung von Jugendlichen sieht der Diplom-Sozialarbeiter vor allem den Druck zu ihrer Gruppe dazugehören zu wollen. Angesagtes Smartphone, neue Klamotten, Partys und Freizeit. Das alles kostet Kohle und wird von jungen Leuten oft unterschätzt.

Schuldenfalle Nummer eins ist für Michael Schwarz immer noch das Handy. Für Jugendliche sei die Kommunikation extrem wichtig.
Auf den folgenden Plätzen sieht der Berater Bestellungen aus dem Internet, die erste Miete bzw. Stromforderung und den Dispositionskredit bei der Bank.

Wirklich schützen können sich junge Menschen nur, indem sie die Übersicht über alle ihre Verträge und laufende Kosten behalten. So sollte dem Jugendlichen klar sein, wie viel Geld ihm im Monat zur Verfügung steht, wie viel er davon für monatliche Vertragskosten (z.B. Handy) ausgibt und was er sich zusätzlich noch leisten kann (z.B. Klamotten oder Kino). Ein „Haushaltsbuch“ hilft die Kosten überschaubar aufzulisten. Wem Bücher zu altbacken sind, kann die Übersicht auch am PC erstellen oder per App mobil einrichten.

Wen die Schuldenfalle schon erwischt hat, der sollte sich fachkundige Hilfe suchen. Wichtig ist, dass ihr euch an eine Beratungsstelle wendet, die euch in den Entschuldungsprozess einbindet, sodass ein Lernprozess stattfindet. Wer die Ursachen für seine Verschuldung aufgezeigt bekommt, rutscht viel schwerer erneut in die roten Zahlen. Außerdem solltet ihr darauf achten, dass die Beratung nicht bei allen Anbietern kostenlos ist. Im Falle der Caritas ist die Hilfe mit keinen Kosten verbunden und auch der erwähnte Lernprozess wird dort großgeschrieben. Beratungsinfos gibt es unter der Telefonnummer 0355 / 23105.