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Prüfungsangst

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Egal ob Klausurphase, Abiprüfungen oder Vorstellungsgespräch überall quälen uns die gleichen Probleme: Unsicherheit, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Selbstzweifel, Übelkeit, Angst – Prüfungsangst.

Jeder hatte in seinem Leben sicherlich schon mal diese Gefühle und immer in den Momenten, wo man eigentlich rundum fit sein müsste. Prüfungsangst kann sich dabei auf ganz unterschiedliche Bereiche beziehen, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind. Viele haben Angst davor, bei der Vorbereitung den Stoff nicht zu schaffen, von den Eltern gerügt zu werden, Fehler zu machen und zu versagen oder auch den Anforderungen nicht gewachsen zu sein – das ist ganz normal.

Wir haben für dich ein paar Tipps zusammengestellt, wie du deine Angst auf ein Minimum reduzieren kannst.

Ursache: falsche Einstellung

Wenn du schon mit einer negativen Bewertung wie „ich werde durchfallen, stottern oder alles vergessen“ an die Situation rangehst, dann wird dein Körper darauf auch mit negativen Gefühlen wie Angst und Anspannung reagieren.

• Cool down

So abgedroschen es auch klingt „ruhig bleiben“! Versuche die Situation positiv zu bewerten „ich habe mich gut vorbereitet, ich bin der Experte auf dem Gebiet, es sind die letzten Prüfungen“, dann wird sich deine Anspannung lösen, vielleicht verspürst du sogar Vorfreude auf danach.

• Rollenspiel

Wenn du in eine mündliche Prüfung musst oder ein Vorstellungsgespräch hast, ist es hilfreich, sich die Situation und auch deine Zuhörer vorher genau vorzustellen. Zu Hause kannst du die Prüfungssituation auch mit deinen Eltern nachstellen und dich von ihnen abfragen lassen, das macht dich mit dem Ablauf vertraut und wird dir die Aufregung vor der unbekannten Situation nehmen.

• Richtige Zeiteinteilung

Erstelle dir rechtzeitig einen „Lernplan“. Prüfungsangst entsteht oft, weil zu spät mit dem Lernen begonnen oder zwischen zwei Nebenjobs einfach keine Zeit gefunden wurde. Dabei ist praktisch, dass die meisten Termine für wichtige Prüfungen mehrere Wochen vorher bekannt sind. Plane dabei genau Lernzeiten ein, lass dir aber auch Freizeit, um etwas mit Freunden zu unternehmen oder einfach zu entspannen.

• Belohne dich

Gerade beim Lernen solltest du nicht zu streng mit dir sein, das verursacht Stress und macht deine Angst nur noch schlimmer. Belohne dich beim Lernen regelmäßig, auch für kleine Erfolge, mit etwas Gutem, zum Beispiel einem Stück Schokolade oder mit einem Kinobesuch. Auf Belohnungen wie Alkohol oder andere Drogen solltest du dabei verzichten.

• Teile deine Angst

Wichtig ist vor allem, dass du dich von deiner Angst nicht zu sehr ablenken lässt. Je mehr du dich mit ihr beschäftigst, desto schlimmer wird es. Stelle dich deiner Angst, lasse sie zu und akzeptiere sie. Zerbrich dir nicht den Kopf, was alles Schlimmes passieren könnte. Sprich mit Freunden über deine Zweifel. Vielleicht blättert ihr auch mal gemeinsam durch eure Unterlagen und tauscht euch aus.

• Zeitmanagement

Vor einer längeren Prüfung solltest du immer vorher darüber nachdenken, mit welchen Aufgaben du am besten anfängst. Überlege dir, welchen Aufgabenbereich du besonders gut kannst und beginne mit diesem. Aufgabenstellungen, über die du noch einmal nachdenken musst, solltest du erst in Angriff nehmen, wenn du alle anderen Aufgaben erledigt hast. Behalte dabei jedoch stets die Zeit im Auge. Beachte genau die Aufgabenstellung und erledige wirklich nur das, was auch gefragt wurde, nicht dass du am Ende keine Zeit mehr hast, obwohl du alles gewusst hättest. Schon beim ersten Lesen der Aufgabe solltest du dir kleine Notizen machen, zum Beispiel ein Diagramm, Modell oder Stichpunkte.

Gehe vor allem auch rechtzeitig zu Hause los. Wer spät dran ist, wird automatisch nervös.

• Beratung

Zusätzlich bieten viele Schulen und Universitäten auch eine psychologische Beratung an, bei der du über deine Ängste und Zweifel sprechen kannst und ihr gemeinsam eine Lösung sucht. Infos über Termine und Sprechzeiten findest du entweder auf der Website deiner Einrichtung oder am schwarzen Brett.

Grundsätzlich solltest du jedoch immer daran denken, dass Prüfungsangst etwas ganz Normales ist. Versuche dir vielleicht ein kleines Ritual zusammenzustellen, was du vor jeder Prüfung durchführst, zum Beispiel am Abend vor der Prüfung zum Sport gehen, morgens einen Kamillentee trinken oder einfach ein entspannendes Bad nehmen.

Es ist allein deine Einstellung und es sind allein deine Gedanken, die die schlechten Gefühle vor einer Prüfung hervorrufen, und nur du allein kannst sie steuern. Denke immer daran: Es gibt Schlimmeres.