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plant for the planet

Reportagen

PLANT FOR THE PLANET ist eine Schülerinitiative, die 2007 von dem damals erst 7-jährigen Felix Finkbeiner ins Leben gerufen wurde. Die Idee dazu kam ihm bei der Vorbereitung eines Referates über den Klimawandel. Dieses durfte Felix damals sogar vor den Vereinten Nationen vortragen.

Im Rahmen dieser Veranstaltung traf er auf die kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai. Ihr Projekt „The Green Belt Movement“ gewann internationale Bekanntheit, als sie 30 Millionen Bäume in Afrika pflanzte. Am Ende ihres Gespräches kam Felix die Idee, dass Kinder nicht nur in Afrika, sondern in jedem Land der Welt eine Millionen Bäume pflanzen sollen.

Am 28.03.2007 wurde schließlich der erste Baum an Felix‘ Schule gepflanzt. Daraufhin griffen Schüler aus Bayern und ganz Deutschland die Idee auf, sodass nach knapp einem Jahr über 150.000 Bäume gepflanzt werden konnten. Es dauerte nicht lange und PLANT FOR THE PLANET entwickelte sich zu einer globalen Bewegung. Derzeit verfolgen ca. 100.000 Kinder in über 100 Ländern dieses Ziel

Sie verstehen sich als Initiative von Weltbürgern, mit einer seit März 2011 bestehenden demokratischen Struktur mit einem Weltvorstand, der mit 14 Kindern aus acht Nationen besetzt ist.

Doch nicht nur das Pflanzen der Bäume haben sich die Kinder auf die Fahne geschrieben! Sie wollen mit ihrem Projekt den Erwachsenen vor allem die Folgen der Klimaerwärmung nahe legen. So haben sie auch einen Drei-Punkte-Plan zur Rettung des Planeten aufgestellt. Und damit auch du weißt, auf was du in Zukunft zu achten hast, damit der Planet weiter bestehen kann, habe ich ihn hier mal aufgelistet*:

1.   Kohlenstoff ins Museum
Bis 2050 müssen wir Menschen den CO2 Ausstoß auf null senken. Die Technologie für eine CO2-freie Zukunft gibt es längst. Mit der heutigen Technik ist es möglich, dass wir Menschen bis 2050 weltweit unsere Energie zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen und ohne Atomkraftwerke gewinnen.

2.   Armut ins Museum durch Klimagerechtigkeit
Um die weitere Erwärmung auf die von den Regierungschefs in Kopenhagen versprochenen 2˚C zu beschränken, dürfen bis 2050 nur noch 600 Milliarden Tonnen CO2 ausgestoßen werden. Pusten wir mehr CO2 raus, steigt die Temperatur über die 2°C an. Wenn die Durchschnittstemperatur um mehr als 2˚C steigt, könnte das Grönlandeis vollkommen schmelzen und damit der Meeresspiegel um 7 Meter ansteigen. Teilen wir 600 Milliarden Tonnen CO2 durch 40 Jahre, ergibt das 15 Milliarden Tonnen CO2 pro Jahr für alle. Zum Vergleich: In 2010 waren es 31 Milliarden Tonnen CO2. Stellt sich nur die Frage, wie wir diese 15 Milliarden Tonnen CO2 unter der Weltbevölkerung aufteilen? So wie heute 60 Prozent für USA und Europa? Für uns Kinder gibt es nur eine Lösung: Jeder bekommt das gleiche, nämlich 1,5 Tonnen CO2 pro Mensch und Jahr bei 9 bis 10 Milliarden Menschen in 2050. Und was passiert mit denen, die mehr verbrauchen oder verbrauchen wollen? Ganz einfach: Wer mehr will, muss zahlen. Wenn ein Europäer weiter 10 t CO2 rauspusten möchte, kann er das tun, muss aber das Recht dazu von anderen Menschen, z.B. in Afrika abkaufen, die nur 0,25 t CO2 rauspusten. So sorgt das Prinzip der Klimagerechtigkeit dafür, dass auch die Armut ins Museum kommt. Denn mit dem Geld können die Afrikaner in Ernährung, Ausbildung und medizinische Versorgung investieren.

3.   1.000 Milliarden Bäume pflanzen
Wir wollen die bestehenden Wälder schützen und Milliarden neue Bäume pflanzen. Insgesamt 1.000 Milliarden neue Bäume. Es gibt auf der Erde noch eine Milliarde Hektar an Fläche, die bewaldet werden kann, also 10.000 Milliarden Quadratmeter Fläche, die nicht in Konkurrenz zu anderer Nutzung steht. Wenn wir in Quadratmeter umrechnen, können wir uns besser vorstellen, wie viel Bäume wir pflanzen können. Man pflanzt ja viele Setzlinge auf einen Quadratmeter und der Wald verjüngt sich später, d.h. nicht jeder Setzling wird später auch zu großen mächtigen Bäumen.
1.000 Milliarden Bäume klingt sehr viel, es ist eine Eins mit zwölf Nullen, aber einige Beispiele zeigen, dass es möglich ist: Die Chinesen pflanzten im Jahr 2009 im Rahmen der UNEP-Billion Tree Campaign 2,7 Milliarden Bäume, wenn die die nächsten 40 Jahre so weiterpflanzen schaffen die Chinesen alleine 100 Milliarden Bäume. Die US-Amerikaner schafften es in zehn Jahren zum Mond, also warum sollte es uns nicht gelingen, das größte Weltaufforstungsprogramm der Menschheit umzusetzen.

An sich sind das sehr simple Möglichkeiten, um den Fortbestand der Menschheit auf der Erde zu garantieren, doch ob diese umgesetzt werden bleibt abzuwarten.

Wenn du „Plant for the Planet“ unterstützen willst, ihre Idee spitze findest und aktiv etwas gegen den Klimawandel machen möchtest, so kannst du das natürlich gerne machen.
Jeder Baum kann helfen, den Planeten zu retten!

*entnommen aus www.plant-for-the-planet.org