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Networking im Bewerbungsprozess

Bewerbungsverfahren

Die Zahl der Karriereseminare, Blogs und Ratgeber überschlägt sich beinahe und alle wollen sie augenscheinlich nur eines: Den jungen Bewerbern eine Best Practice Methode an die Hand geben, um an den ersehnten Traumjob zu kommen. Ein Begriff fällt dabei immer häufiger.

Das ominöse „Networking“ scheint...

... ein Allheilmittel zu sein, mit dem man nur noch mit den Fingern schnippen muss, um an einen der begehrten Jobs zu gelangen.

Am Anfang war der Kontakt

Früher nannte man das Ganze scherzhaft „Vitamin B“. B wie Beziehungen. Gute Beziehungen sind laut den Karriereseminaren, den Blogs und den Ratgebern enorm wichtig für das Erklimmen der Karriereleiter. Aber wie baut man sie auf, wenn nicht gerade Verwandte oder der beste Freund aus Schulzeiten Entscheider im begehrten Unternehmen sind?

 

Aktiv werden und auf Branchentreffs präsent sein

Kontakte knüpfen sich natürlich nicht von allein. Man selbst muss aktiv werden und aktiv bleiben. Einmal geknüpfte Kontakte dürfen nicht einschlafen und sie müssen gepflegt werden.

Für den Anfang lohnt es sich immer, sämtliche branchenspezifischen öffentlichen Veranstaltungen, Seminare, Tagungen, Messen oder Vorträge mit anschließendem, geselligen Austausch mitzunehmen. Dort hat man die Möglichkeit, mit Professionals in Kontakt zu treten. Erstens kann man so Insiderwissen zu Beruf und Unternehmen erhalten, sich zweitens mit Personen bekannt machen und im besten Fall mit einem positiven Eindruck in deren Erinnerung bleiben.

 

Ein Stück von mir: Wie man im Gedächtnis bleibt

Für beide Varianten, ob Veranstaltung oder Treff unter vier Augen, lohnt es sich, dem Gegenüber etwas mitgeben zu können. Neben den allseits bekannten Visitenkarten sind Bewerbungsflyer eine noch recht unkonventionelle Methode, jemandem die eigenen Kontaktinformationen sowie ein Kurzprofil kurz und knackig auszuhändigen. Der Vorteil des Bewerbungsflyers sind die großzügigeren Gestaltungsmöglichkeiten und das Plus an Information, das darauf Platz findet. Leider sind sie damit auch etwas größer und unhandlicher, jedoch beweisen sie Kreativität und Ambition und sind somit absolut zu empfehlen. Die Arbeitsagentur stellt Muster zur Verfügung, die man sich herunterladen kann. Wie diese dann sinnvoll gestaltet und gedruckt werden können, ist unter http://www.flyerpilot.de/flyer/uebersicht.htm ausführlich nachzulesen.

 

Nachhaltiges Netzwerken im Netz

Eine Art der Visitenkarte, die man heutzutage in keinem Fall mehr vernachlässigen darf, ist die virtuelle. Und auch als Networking-Medium bietet das Internet fantastische Möglichkeiten. Über Netzwerke wie XING und LinkedIn kann man sich sein eigenes, berufliches Netzwerk aufbauen und auch Google+ wird häufig zur geschäftlichen Kontaktpflege genutzt.

Hier sollte das Profil also möglichst sauber, vollständig und aktuell gehalten werden oder, und das ist wichtig, gar nicht erst vorhanden sein. Suchen die Kontakte nämlich nach dem Profil und erhalten eine „Karteileiche“ wirkt das recht unprofessionell. Hier lässt sich im Übrigen auch gut der Kontakt zu ehemaligen Kollegen und Arbeitgebern halten, schließlich können sich diese in Zukunft noch einmal als nützlich erweisen.

Ein sinnvoller Tipp ist es außerdem, nicht nur von den Kontakten zu nehmen, sondern sich auch selbst als profitabler Kontakt zu erweisen. Das kann zum Beispiel geschehen, indem man sich in Fachforen und anderen Netzwerken austauscht, eigene Erfahrungen einbringt und hilfreiche und interessante Artikel oder Links weitergibt.

 

Branchenübergreifende Kontakte nicht vernachlässigen

Außerdem ist es wichtig, dass Kontakte langfristig gepflegt werden. Das heißt, dass auch und vor allem jene Kontakte gepflegt werden sollen, die schon länger bestehen. Abseits des Bewerbungsprozedere sind auch die branchenübergreifenden Kontakte wertvoll, da man schon Ansprechpartner für bestimmte Dienstleistungen hat und sich später mit Aufträgen und Empfehlungen einen guten Ruf als Netzwerker aufbauen kann – je früher solche Kontakte geknüpft werden, desto besser.

 

Über die Autorin

Katja Freitag ist als Online Redakteurin für Flyerpilot, ein Unternehmen aus Sennfeld, tätig. Von dort aus berichtet sie regelmäßig aus der Druckereibranche und hat sich dabei insbesondere auf die klimaneutrale Druckproduktion spezialisiert. Im Besonderen bilden Kenntnisse zu verschiedenen Papiererzeugnissen, Materialkunde und Ressourcenverarbeitung einen weiteren wichtigen Ansatzpunkt, den sie mit journalistischer Genauigkeit hinterleuchtet sowie Beratung zu marketingspezifischen Grundlagen für den Printeinsatz bietet.

 

Bildrechte: © Stephanie Hofschläger – pixelio.de