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Musik zwischen Tradition und Moderne

Studieren im Ausland

Die Musik hat viele Gesichter. Egal ob Rock, Pop oder Schlager – jeder hat andere Vorlieben. PLANBAR hat mit einer Kantorin und einem Musikmanager über ihre Arbeit gesprochen.

Katharina Schröder

 

Katharina Schröder (28) ist seit 2 Jahren Kantorin in Lübbenau: „Das Studium ist in Deutschland sehr komplex. Deshalb habe ich über das europäische Studentenprogramm ‚Erasmus‘ 2 Semester an einer Hochschule in Schweden verbracht. Dort konnte ich mich auf ein konkretes Thema konzentrieren, über das ich schließlich auch meine Bachelorarbeit geschrieben habe.“

 

 

 

Kantorin Katharina Schröder im Gespräch mit PLANBAR

Was macht ein Kantor?
Ein Kantor ist Kirchenmusiker. Er ist für die Musik in einer Kirchengemeinde verantwortlich. Das Aufgabenfeld ist sehr vielfältig: er leitet Chorproben, spielt im Gottesdienst die Orgel oder organisiert und gestaltet Konzerte.

Voraussetzungen
Allgemeine Hochschulreife, musikalische Kenntnisse und Begabungen

Wo studieren?
Universität der Künste (Berlin), Hochschule für Musik und Theater (Leipzig), Evangelische Hochschule für Kirchenmusik (Halle/Saale), Hochschule für Kirchenmusik (Dresden)

Was wird gelehrt?
Die Inhalte eines Studiums der Kirchenmusik variieren je nach Studienort. Immer mit dabei sind Klavier, Orgel- und Gesangsunterricht, außerdem Chor- und Orchesterleitung. Hinzu kommen Elemente der Theologie, Liturgik und Musikgeschichte.

Wie lange?
Bachelor: 8 Semester, Master: 4 Semester

Was ist zu beachten?
Kantoren müssen oft dann arbeiten, wenn andere Menschen frei haben: an Weihnachten, an Ostern, am Sonntagmorgen. Dafür können sie unter der Woche weitgehend selbst festlegen, wann sie beispielsweise eine Chorprobe ansetzen.

 

 

Studium Musikmanagement - Ehemaliger Student Benjamin Ullmann im Gespräch

BENJAMINULLMANN_©PHILIPPE RAMAKERS_2013

Benjamin Ullmann (26) aus Lübbenau hat von 2010 bis 2013 an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Köln Medienmanagement in der Fachrichtung Musikmanagement (B.A.) studiert. Was man dafür neben der Leidenschaft und dem richtigen Riecher für Musik noch braucht, hat er PLANBAR erzählt.

 

 

Was hast du in deinem Studium gelernt?
Der Kern des Studiums ist das Künstlermanagement: Wie erkenne ich Trends und wie führe ich einen Künstler zum Erfolg, mache ihn also zu einer wirtschaftlich erfolgreichen Marke? Dazu gehören Kenntnisse der Musikpsychologie aber auch die Planung von Konzerten und die Konzeption von Marketingstrategien. Hinzu kommen Einblicke in die Bandführung und Audiotechnik sowie ethische und politische Rahmenbedingungen.

Hast du besondere Erfahrungen sammeln können?
Wir hatten immer wieder die Möglichkeit, einflussreiche Persönlichkeiten und Unternehmen kennenzulernen. Eines unserer Seminare wurde beispielweise vom Marketingchef der einstigen Plattenfirma EMI Music geleitet. Außerdem haben wir einen deutschlandweiten Bandwettbewerb für Newcomer organisiert und ein eigenes professionelles Musikvideo geplant und umgesetzt. Inbegriffen war auch ein Praxissemester in einem Unternehmen der Wahl, in meinem Fall bei einem ortsansässigen Musikfernsehsender. Meine Bachelorarbeit habe ich dann über das Themengebiet Musik in Fernsehserien geschrieben.

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?
Es kann nicht schaden, selbst Musik zu machen. Es sollte einem vorher bewusst sein, dass die Medienwelt als schnelllebig gilt und die Musikbranche häufig Umbrüchen unterworfen ist. Durchhaltevermögen und Leidenschaft sind von entscheidendem Vorteil.

Welche Möglichkeiten stehen dir nun nach deinem Studium offen?
Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig: man kann sich als Musikjournalist oder Redakteur betätigen, sich als Bandmanager einen Namen machen oder sein eigenes Label gründen. Toll ist es, die eigenen Interessenschwerpunkte wählen sowie Kontakte gezielt ausbauen zu können.

Hast du schon konkrete Zukunftspläne?
Ab Herbst 2014 werde ich an der Rheinischen Fachhochschule Köln International Marketing and Media Management studieren, mit dem Ziel Master of Arts.

 

Fotos: Daniel Friedrich, Philippe Ramakers

Autor: Daniel Friedrich