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„Mit K“ bitte

Leben

Auf wie vielen Konzerten durften wir dank dieser Band schon schwitzen? Sei es ihr Auftritt beim Perle Cup im Jahr 2010, frisch nachdem sie den „New Music Award“ Gewonnen haben, oder die Uniparty an der BTU, bei der selbst die Band das Publikum in der ersten Reihe schützen musste, da so heftig gepogt wurde. Kraftklub bringen ihr Publikum immer zum Toben und Schwitzen. Und dank des neuen Albums der Band kann man das jetzt auch zu Hause im stillen Kämmerchen machen.

Seit den ersten Auftritten der Band in der Lausitz, bis hin zum Album „Mit K“, strich einige Zeit ins Land. Doch seit dem 20. Januar, kann man sich die dreizehn Lieder der Chemnitzer auch endlich zu Hause  anhören. Und wie ist das so, Kraftklub zu hören  ,aber auf die gewohnten Bierduschen und den Rauchgeruch von den Konzerten nicht zu haben? Eigentlich ganz angenehm.
Endlich hat man mal die Chance, sich auf die Texte zu konzentrieren. Und die haben das auch durchaus verdient.

Als erstes begrüßt uns der Song „Eure Mädchen“ auf dem Album. Darin beschreibt die Band vor allem ihren raschen Aufstieg und den plötzlich eintretenden Erfolg. Unser Tipp: Aufdrehen, abgehen!
Das zweite Lied ist „Ritalin/Medikinet“ und erzählt in typischer Kraftklub-Manier, wie einzelne Bandmitglieder in Ihrer Kindheit mit Tabletten zugestopft wurden, um sie ruhig zu stellen. Hat natürlich nicht geklappt. Und somit wird auch im nächsten Song „Ich will nicht nach Berlin“ ordentlich abgerockt.

Endlich ein Song, der aufzeigt, dass es auch andere Alternativen zu dem Hauptstadtdschungel gibt. Die Band richtete sich nach de m Unterschreiben ihres Plattenvertrages ganz bewusst dagege n nach Berlin zu ziehen und lieber im  heimatlichen Chemnitz zu bleiben.

Auch die anderen Songs auf dem Album sind gespickt mit Wortwitz, Ironie, Sarkasmus, Selbsterkenntnis und einer ordentlichen Portion Wahrheit. Und oftmals erwischt man sich beim Hören des Albums dabei, wie man mit dem Kopf nickt und denkt „Ja genau. So ist das doch!“

Auch die „Klassiker“ der Band erstrahlen auf dem Album in neuem Glanz. So wurden bei den Songs „Scheissindiedisko“ und „Zu jung“  noch einmal die Schrauben angedreht. Das Ergebnis: anders aber nicht schlechter.

Der Neuling der jungen Band stieg nach der ersten Woche direkt von null auf Platz eins der deutschen Albumcharts. Und das auch aus gutem Grund. Und auch wir können nur jeden von euch, der auf gute Musik mit einer gehörigen Portion Humor steht, dazu raten , sich dieses Album zuzulegen.