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Mit Bosse durch die Nacht getanzt

Leben

"Komm schon und tanz mit mir!" - Unter diesem Motto stand das Bosse Open Air Konzert im Potsdamer Waschhaus. PLANBAR war für euch dabei und hat Eindrücke vom Konzert gesammelt.

Potsdam am vergangenen Samstagabend: das Wetter hält – Dank Judith Holofernes Woodoo-Künsten. Die als Frontsängerin von „Wir sind Helden“ bekannt gewordene Sängerin und Songschreiberin beschwor nicht nur die Wolken und sorgte somit für gutes Wetter über Potsdam. Mit ihren bezaubernden Stimme und frechen, peppigen Songs wie „Platz da“ und „Danke, ich hab schon“ von ihrem Soloalbum „Ein leichtes Schwert“ heizte sie auch die Stimmung vor dem anstehenden Bosse-Konzert an.

Etwa 3500 Freunde guter deutscher Musik hatten sich im Waschhaus Potsdam eingefunden, um Bosses erstes eigenes Open Air Konzert des Sommers mitzuerleben. Sänger Axel „Aki“ Bosse nahm es routiniert: „Aufgeregt vor dem Konzert? Nein, ich gehe erstmal noch eine Stunde schlafen, um dann fit zu sein“, verriet der Wahl-Hamburg im Interview mit PLANBAR drei Stunden vor seinem Auftritt. Ganz entspannt konnte man ihn auch vor dem Konzert noch auf dem Waschhaus-Gelände erleben, wo eine chillige Gartenparty-Stimmung herrschte.

Dass sich der power-nap tatsächlich gelohnt hatte, zeigte sich, als Aki auf die Bühne kam. Gleich zu Beginn lud er seine Fans zu einem „Zwei-Stunden-Tänzchen“ ein und versprach damit nicht zu viel. Dabei bewies der sympathisch bodenständige Sänger selbst echte Tanzbär-Qualitäten, mit denen er das Publikum schnell ansteckte. Seine Lust, auf der Bühne zu stehen, zu singen, mit seinen Fans zu feiern, zu tanzen, zu springen – all das war während des ganzen Konzerts zu spüren. Erst recht, als er sich zu „3 Millionen“ unter die Menge mischte und das Lied mit allen gemeinsam zu singen. Doch mehr noch: Aki lässt mit jedem Song seine Fans in sein Herz schauen, erzählt mit stimmungsvollen und treffenden Texten authentische Geschichten, in denen sich ein jeder wiederfindet und mitfühlt, teils mit ein wenig Melancholie und verträumt an alte Zeiten zurück denkt wie in „Am alten Strand“, teils sich an seine Pubertät und die erste Liebe erinnert wie in „Die schönste Zeit“ oder ein Abenteuer wagt, sich aufmacht, mit der Liebsten eine neue Welt zu entdecken und sich neu zu finden wie in „Istanbul“. So klebte das Publikum im Waschhaus an Bosses Lippen, stimmte mit ein, sog auf und genoss ein großartiges Konzert. „Komm schon und tanz mit mir!“ – diese liebevolle Aufforderung stand quasi als Motto für den Abend von Beginn an und schloss dieses Konzerterlebnis gebührend ab. Und so tanzten die Gäste in der Nacht vom Waschhaus-Gelände, glücklich, belebt, beflügelt von so viel guter, ehrlicher Musik – und voller Vorfreunde auf die nächsten Konzerte.

Nach weiteren Open Air Konzerten im Sommer und Auftritten auf Festivals dürfen sich seine Fans auf etwas Besonderes freuen: am 30. August und 15. Dezember spielt Bosse im Berliner Admiralspalast. „Da haben wir 38 verschiedene Instrumente am Start. Das wir also nicht einfach so ein unplugged-Konzert. Das wird einfach irgendwie ganz anders.“, kündigt Aki auf seine Art lässig und zugleich vielversprechend an. Wer die Wartezeit bis dahin angemessen überbrücken möchte, dem sei das neue Live-Album und die Live-DVD ans Herz gelegt, die am 18. Juli erscheint – ein Must-have nicht nur für ausgesprochene Bosse-Fans, sondern für alle, die es lieben, zu guter, deutschsprachiger Musik mit Leib und Seele zu feiern! Das PLANBAR-Interview mit Bosse erscheint in der nächsten Ausgabe unseres Magazins, die am 15. September erscheint. Freut euch drauf!

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