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Mehr als nur Feuer und Wasser – Feuerwehrmann

Ausbildungsfinder

Viele kleine Jungs sagen, wenn man sie fragt, was sie später mal werden wollen, wie aus der Pistole geschossen: „Feuerwehrmann!“. Starke Männer, die Brände löschen und hübsche Frauen aus den lodernden Flammen eines brennenden Hauses retten… Held der Kinder, weil er das arme Kätzchen aus dem Baum gerettet hat… Jetzt als fast Erwachsene wissen wir, dass das nicht ganz so ist. Vielmehr sind Mut, Einsatzbereitschaft, Teamgeist, körperliche Bestform und technisches Know how Voraussetzung für den Beruf als Feuerwehrmann. Zugegeben, auch das macht starke Männer und Helden aus. Aber der Berufsfeuerwehrmann löscht nicht nur Brände.

Die Ausbildung zum Feuerwehrmann (oder natürlich zur Feuerwehrfrau) gliedert sich in drei Teile: Trupp-, technische und Führungsausbildung. Die Truppausbildung besteht aus der Truppmannausbildung Teil 1 und 2 sowie dem Truppführerlehrgang. In der technischen Ausbildung lernt ihr zusätzliche allgemeine Sachen über den Sprechfunker, Atemschutzgeräteträger und Maschinisten. Es gibt auch Sonderausbildungen wie das Verhalten bei Gefahreinsätzen. Zur Führungsausbildung gehört die Ausbildung zum Gruppen- und Zugführer oder sie bildet euch für besondere Einsätze, zum Beispiel Gefahrguteinsätze, fort. Außerdem könnt ihr euch zum Ausbilder ausbilden lassen.

Doch bevor es zu der Ausbildung kommt, müsst ihr natürlich gewisse Voraussetzungen mitbringen. Die wichtigste ist, dass ihr deutscher Staatsbürger seid. Ihr braucht mindestens einen Hauptschulabschluss und eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung in einem Handwerk.* Beim Einstellungstest müsst ihr eure guten Kenntnisse in Rechtschreibung, Mathe und Allgemeinwissen zeigen. Zudem werdet ihr im praktischen Test in punkto Sportlichkeit und handwerkliches Geschick unter die Lupe genommen. Danach folgt noch eine Feuerwehrtauglichkeitsuntersuchung.

Feuerwehrmänner und -frauen sind Beamte. Dabei gibt es den mittleren, den gehobenen und den höheren feuerwehrtechnischen Dienst. Die meisten Feuerwehrleute sind im mittleren Dienst beschäftigt. Das sind Truppmänner, Truppführer und meist auch die Gruppen-/Fahrzeugführer. Die meisten des Rettungsdienstpersonals kommen aus dem mittleren Dienst. Zum gehobenen Dienst gehören Zugführer oder Einsatzleiter. Einen Innendienst gibt es auch, das sind dann die Sachbearbeiter, Sachgebietsleiter oder Abteilungsleiter. Wer im gehobenen Dienst arbeitet, hat mindestens eine Zugführerausbildung. Die obere Führungsebene ist der höhere Dienst. Je nach Größe der Feuerwehr gehören dazu die Leiter, die Abteilungsleiter oder auch einzelne Sachgebietsleiter. Wer in welchem Dienst arbeitet, ist von der Größe und der Art der Feuerwehr, zum Beispiel Berufsfeuerwehr oder Werkfeuerwehr, abhängig.

Zum Schluss noch ein Hinweis. Alles, was ich herausgefunden habe, sind allgemeine Informationen. Um zu wissen, was genau die Feuerwehr in eurer Nähe verlangt, solltet ihr direkt dort nachfragen.

 

*Von der Schulbank direkt zur Berufsfeuerwehr

Bei manchen Feuerwehren, z.B. in Berlin und Bochum, gibt es die Möglichkeit, direkt nach der Schule bei der Berufsfeuerwehr anzufangen. Allerdings geht es nicht gleich bei der Feuerwehr los, sondern mit einer 18- bis 19-monatigen handwerklichen Ausbildungsstufe. Dabei lernt ihr verschiedene Bereiche kennen wie Holz, Elektro oder Metall. Danach geht es zur etwa 18-monatigen feuerwehrtechnischen Ausbildung zum mittleren Dienst. Welche Feuerwehren direkt nach der Schule ausbilden, findet ihr auf planbar-magazin.de.