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Marsimoto in Green Berlin

Musik

Am Samstag, 19. Dezember stand in Berlin ein grünes Haus - Die Columbia Halle.

Hier heizte Marsimoto der grünen Menge rund zwei Stunden ordenltich ein bevor er sie high vor Glück in das Berliner Nachleben entließ.

 

"Lieber mit dem Fahrrad zum Strand als mit dem Auto zur Arbeit" - oder einfach mit der U-Bahn zu Marsimoto

Ich bin nicht der allergrößte Marsimoto Fan den es gibt. Und trotzdem steige ich am Samstagabend am Platz der Luftbrücke aus der U-Bahn. Ich bin auf dem Weg zu einem grünen Haus in Berlin - der Columbiahalle. Die zu finden ist nicht schwer. Es geht der grünen Menge von Marsimoto Fans und dem Geruch hinterher. Die Marsi Fans sind nicht schwer zu identifizieren, denn jeder hat irgendetwas Grünes dabei. Vom Cap mit Marsimoto-Logo, über grüne Hoodies und T-Shirts bis zu Beuteln ist alles dabei. Ich weiß nicht, wie ich mir die Fans vorgestellt habe, aber mir fällt auf, dass die Menge ziemlich bunt gemischt ist. Hier sind junge und alte Marsimoto Fans, Männer und Frauen, Hardcorefans und einige wie ich, die aussehen als hätten sie sich verirrt.

 

Supportact Kid Simius

Vor der Columbiahalle haben sich zwei Schlangen gebildet, also anstellen und warten.
Endlich drinnen angekommen ist es auch hier schon ordentlich voll und die Vorband spielt. Heute ist es Kid Simius. Ihn werden wir auch später noch gemeinsam mit Marsimoto auf der Bühne sehen, schließlich hat er am neuen Album "Ring der Nebelungen" mitgearbeitet.

Man merkt, dass Kid Simius nur der Supportact ist, denn er wird von der Menge kaum wahrgenommen. Überall haben sich kleine Gruppen gebildet, die sich unterhalten oder was zu trinken holen. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Massen immer noch in die Columbiahalle strömen.

 

Marsimoto on Stage

Nach Kid Simius gibt es eine kurze Pause. Und dann ist es 21 Uhr, das Licht wird grün, die Bühne zugenebelt und die ersten Töne strömen durch die Columbiahalle. Gleich am Anfang wird klargestellt "Alle reden von Kanye und Drake - 'n Scheißdreck gegen Marsi on Stage".

Marsimoto ist wirklich ein Prophet, denn wer hätte geahnt, dass Drake mit seinen Song und dem dazugehörigen Video "Hotline Bling" am Jahresende wirklich in aller Munde sein wird?!

 

Mit Marsi zum Mars und zurück

Die nächsten zwei Stunden reist die Menge gemeinsam mit Marsimoto durch die Welt seiner Alben "Ring der Nebelungen" und "Grüner Samt". Vom Mars geht es einmal rund um die Welt, zum Beispiel zu den Indianern nach Amerika, weiter nach Tijuana, in die La Saga-Welt der Nebelungen und wieder zurück zum Mars.

Die Bässe durchströmen die Körper der Menge, die Musik ist intensiv und man muss sich - selbst als Nicht-Marsimoto Fan - ständig bewegen. Das gibt nicht nur die Musik so vor, sondern auch die Menge um einen rum.

Nach ca. 1 1/2 Stunden wieder eine kurze Pause, in dem Marsimoto die grünen Klamotten gegen anderen grüne Klamotten austauscht. Was gleich bleibt, ist die Maske vor seinem Gesicht. Eine überdimensionierte Maske ist auch die schlichte Bühnendeko im Hintergrund. Aus ihren Augen strahlen grüne, rote und weiße Scheinwerfer und färben die Columbiahalle. Außerdem gibt es den ganzen Abend viel Nebel, und zwar nicht nur von den Nebelmaschinen auf der Bühne, die Marsimoto hinter ihrem Nebel verbergen.

 

Schluss, aus und vorbei

Nach zwei Stunden ist der Zauber vorbei. Marsimoto verabschiedet sich von der Menge, bedankt sich bei allen Unterstützern auf und vor der Bühne und verschwindet hinter einer besonders dichten Nebelwolke.
Und wie es dann immer so ist, nach zwei intensiven Konzertstunden - keiner kann so richtig begreifen, dass es schon zu Ende ist.