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Man lebt nur einmal

Musik

Wusstet ihr, dass es bei Interviews Fragen gibt, die auf der „Todesliste“ stehen, also Fragen die man lieber nicht stellen sollte? Bands wie zum Beispiel die Ärzte und die Toten Hosen brechen dann sofort das Gespräch ab. Die Liste mit Fragen wird vorher an die Radiosender geschickt, damit das nicht passiert. Für mein Interview musste ich das nicht. Ich hab einfach angefangen und die richtigen Fragen gestellt. Mein Gegenüber: der Cottbuser Youngster Alexander Knappe. Ich habe ihn im schönen „Coffelatte“ am Cottbuser Altmarkt getroffen und ihn ausgefragt, um ihn euch hier vorstellen zu können.

 

Erste Frage: Machst du noch beides, Sport und Musik?

Ich spiel noch in der fünften Liga, beim Falkensee Finkenkrug. Einen Tag vor der Veröffentlichung meines Albums hab ich im DFB Pokal gegen Stuttgart gespielt. Das war eine tolle Erfahrung, weil meine Profikarriere mit 19 für mich eigentlich schon nach meinem Kreuzbandriss ad acta gelegt war. Für mich war das ein nachträgliches Geschenk, dass ich im DFB Pokal spielen konnte – und das war absolut der Hammer. Das Lustige ist: ich bin ja mit Platz 21 mit meinem Album eingestiegen. Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht, mit welcher Platzierung ich eingestiegen bin und hatte die Rückennummer 21 – und bin zwei Tage später auf Platz 21 eingestiegen.

 

Gut, dass du das ansprichst. Was ist das für ein Gefühl, dass das Album gleich so hoch einsteigt?

Es ist eine super Erfahrung. Man arbeitet zwei Jahre daran und merkt dann, wie schwer das ist. Man kriegt oft mit, wie viele Bands auch scheitern und den Bach runtergehen. Am Anfang hatten wir noch keinen Mediendruck, wir hatten auch noch nicht so viele Sendungen in einer Woche. Die Zeit in der Veröffentlichungswoche war aber unheimlich anstrengend, hat mir aber auch sehr viel Spaß gemacht. Wir hatten viele Konzerte u.a. große Radio Open Air Festivals. Allein das Gefühl, in den Mediamarkt zu gehen und seine eigene CD im Laden zu haben…Wenn mir das einer vor zwei Jahren erzählt hätte, den hätte ich für völlig verrückt gehalten.

Es gab für mich einen Tag, das war, als ich aus dieser Castingshow rausgeflogen bin, da war für mich der Boden erstmal zusammengebrochen. Aber genau so ist auch das Leben. Wenn du denkst, dass es nicht mehr weiter geht, dann geht’s erst richtig los. Das hab ich aus dem Sport mitgenommen, es gibt Siege, aber man lernt auch viel aus den Niederlagen.

Ich hab in den letzten zwei Jahren unheimlich viele Menschen kennengelernt, dazu gehört auch die Band. Ich bin sehr dankbar. Eine bessere Band kann man fast nicht haben.

Ich kann das verstehen, dass die Leute fragen, wie das bei X-Factor war, aber mittlerweile ist das nicht mehr das Nummer eins-Thema. Es ist zwar nicht mehr so wichtig, aber trotz allem ein Teil meiner Geschichte.

 

Gab es denn Personen, die dich dazu bewegt haben, der zu werden, der du jetzt bist?

Wenn ein Kind geboren wird, merkt man, was das für ein Typ ist. Ich war immer schon unfassbar agil und beweglich. Meine Eltern haben mich erst relativ spät zum Fußball angemeldet. Ich bin erst mit 13 Fußballer geworden, was eigentlich viel zu spät ist. Ich bin direkt zu Energie Cottbus gegangen. Wenn ich mit fünf oder sechs Jahren schon angefangen hätte, dann wäre ich jetzt Profi. Ich hab viel durch mein Talent rausgeholt, aber mir haben grundlegende Sachen gefehlt, zum Beispiel Taktik. Ich bin da immer mal wieder mit dem Trainer und anderen Spielern angeeckt. Nach Energie bin ich zur Sportschule gegangen und wurde danach von Hertha BSC gescoutet. Es ging direkt mit 14 zur Hertha. Da habe ich dann fünf Jahre mit Spielern wie Jerome und KP Boateng zusammengespielt. Die Zeit in der Hertha Akademie hat mich sehr geprägt. Beim letzten Klassentreffen war es ein echt tolles Gefühl, alle wiederzusehen. Mein Pate war Sebastian Deisler, mit dem ich heute noch Kontakt habe.

Bevor ich Fußballer war, war ich Leichtathlet in der Disziplin Speerwurf. Auch da habe ich noch Kontakt zu meinen früheren Kollegen wie Robert Harting, mit dem ich in einer Trainingsgruppe war. Nachdem ich zu Berlin gegangen bin, hab ich ihn zehn Jahre nicht gesehen. Und er hat mich zwei Tage vor der WM im Olympiastadion angerufen und hat mich eingeladen… Er ist ein ähnlicher Typ wie ich.

 

Wann wusstest du, dass die Fußballer-Karriere ein Ende hat?

Kurz nach der Unterzeichnung des Profivertrages bei Dieter Hoeneß, als ich mir das Kreuzband im Training gerissen habe. Drei Wochen lang hab ich es nicht mitbekommen. Drei Wochen habe ich mit einem Kreuzbandriss sowohl gelebt als auch gespielt. Hätte man das direkt danach erkannt, dann wär ich heute noch Fußballer. Ich hab ein Jahr lang gekämpft.

 

Wie ging es danach weiter?

Es war eine ganz schön schwierige Phase und ein Chaosjahr, Kreuzband gerissen, Profivertrag aufgelöst, Abi nicht bestanden… Aber das Gute: an dem Tag, wo mir gesagt wurde, dass ich das Abi nicht bestanden habe, bin ich über den Altmarkt, da fand ein Musikwettbewerb statt.

Wir haben immer auf Trainingslagern gesungen, Kevin [Prince Boateng] kann auch singen, aber ich sing besser als er. Wir haben sehr oft  gesungen. Daher wusste ich schon, dass ich singen kann, unter der Dusche habe ich zum Beispiel Xavier Naidoo gesungen.

Deshalb hab ich mich als Letzter angemeldet. Ein Produzent hat mich dabei entdeckt, und damit begann meine Musikkarriere. Eine Woche später saß ich bereits in seinem Studio in Berlin. Ich war gerade mal 19 und habe in den nächsten neun Jahren unfassbar viel erlebt und habe dabei auch zu mir selbst gefunden. Nach X-Factor gab es viele Angebote, und ich hab mich für meinen jetzigen Manager und Produzenten nautilusmusic entschieden, die unter anderem auch für Orange Blue bekannt sind.

 

Wie wichtig ist dir Heimatverbundenheit?

„Schreibe nie eine Zeile ohne Grund“. Ich arbeite lieber länger an einem Album und bringe meine Gefühle durch ehrliche Texte rüber. Ich war während meiner Jugend viel unterwegs, zum Beispiel im Trainingslager in England, Mexiko, Südkorea. Aber da war ich dann hier nach 12 Jahren in meiner Straße, und da habe ich eine Zeile im Kopf. Das war auch das Jahr, wo ich das Album geschrieben habe. „Und da ist der Baum, auf dem ich immer saß“, eine Zeile aus dem Song „Weil ich wieder zuhause bin“, und deshalb hab ich diesen Song auch geschrieben. Und so ist das auch mit allen anderen Songs auf dem Album.

 

Würde dich das schnell verdiente Geld auch locken?

Ich würde es nicht auf die Spitze treiben, wenn man sich ein Album mit 12 Titeln anhört, dann sollte das schon eine Aussage haben. Von anderen Interpreten hab ich Titel von Alben gelesen, die für mich keinen tieferen Sinn ergaben, und sowas nervt mich. Das ist aber meine Meinung. Andere machen das einfach viel besser, da hat jeder Song auch ein Grund, und das hört man auch. Und da bin ich auch sehr glücklich über mein zweites Album, jeder Künstler kommt mal an den Punkt, nach dem ersten Album, was er in dem nächsten schreiben soll.

 

Du sprichst das nächste Album an, was erwartest du dir davon?

Für einen Künstler ist es unheimlich wichtig, musikalisch, textlich, gesanglich einen Schritt nach vorne zu gehen. Und man versucht auf allen Ebenen besser zu werden. Da bin ich sehr glücklich drüber, weil ich das Gefühl habe, dass das der Fall ist. Das neue Album wird auch ein neues Thema haben, ich möchte den Leuten auch was erzählen. Musikalisch habe ich meinen Stil gefunden. Das erste Album wackelt noch etwas, da fallen einzelne Songs auch mal aus dem Thema raus, was auch irgendwie seinen Charme hat. Mit dem neuen Album hab ich das Gefühl, die Fans verstehen mehr: Das ist Alexander Knappe. Auch vom Sound her.

 

Was können wir demnächst von dir erwarten?

Das Team ist mittlerweile größer und auch besser geworden. Ich bin viel auf Konzerten unterwegs. Wir haben am 10. Oktober ein unfassbares Konzert im Staatstheater Cottbus. Da spiele ich mit dem Dirigenten mein erstes Album mit dem ganzen Orchester. Andere warten zehn Jahre darauf. Wenn mir das einer vor 3 Jahren erzählt hätte! Man muss immer dran bleiben. Die meisten Leute wissen gar nicht, wie viel Arbeit dahinter steckt. Wir arbeiten jetzt schon seit eineinhalb Jahren an 13 neuen Songs.

 

Siehst du dich auf langer Sicht im Musik-Business?

Ich hab das erste Jahr studiert parallel, Sport und Geo auf Lehramt, und dachte mir, ich kann nicht auf mehreren Hochzeiten tanzen. Daher wollte ich mich nur noch auf die Musik konzentrieren. Die Dozenten haben sich darüber gefreut. [grinst] Nichtsdestotrotz habe ich  mit den Dozenten und Professoren immer bis zum Letzten gekämpft.

 

Hat sich dadurch dein Charakter gestärkt beziehungsweise geprägt ?

Meine Mutter war alleinerziehend, und als ich auf die Sportschule ging war klar: Ich muss mich um mich selbst kümmern. Das hat mich auch zu dem gemacht, der ich heute bin. Ich sag oft, dass ich kein guter Mensch bin. Ich bin auf der Bühne ein besserer Mensch als hier.

 

Eigentlich biste ganz okay…

Ja, das täuscht ein bisschen. [lacht] Ich kann nicht mit Geld umgehen, hab tausend Milliarden Strafzettel, ich bin ein kompletter Chaosmensch. Aber sobald ich Musik mache und wir oben auf der Bühne stehen, fühle ich mich komplett, und dann kann ich den Leuten auch was zurückgeben. Rein menschlich bin ich kein Vorbild, aber in der Musik ist das anders. Mit der Musik versuche ich immer, vieles gutzumachen.

 

Möchtest du überhaupt Vorbild sein?

In der Musik möchte ich Spuren hinterlassen. Musik hält Leute und auch mich zusammen. Und wenn meine Musik dazu beiträgt, dass Leute zusammenhalten, habe ich mein Ziel erfüllt.

 

Was bewegt dich denn außer Musik und Sport?

Reiten, schwimmen, lesen. [Scherzhaft] Ich bin eigentlich relativ einfach. Ich bin ja nicht so „richtig“ Musiker. Mike ist ein richtiger Musiker und sitzt grad links neben mir. Als ich unsere Band zusammengestellt habe, hatte ich deshalb auch ein bisschen Schiss gehabt, sie sehen mich als Autodidakt, kann eigentlich nix außer singen und selbst das weiß er gar nicht, dass er das kann.

Und dann kommen da Musiker, die seit dem fünften Lebensjahr Gitarre spielen und bei absolut allen Bands – zum Beispiel Peter Fox – spielen. Da war ich sehr stolz drauf, dass die mich ernst genommen haben. Sie merkten "Du bist 'n geiler Sänger" und das hat sich über die nächste Zeit noch weiterentwickelt. Also lange Rede kurzer Sinn: Musik, Fußball und Frauen. [grinst]

Viele vergleichen mich mit Xavier und Grönemeyer, was ich geil finde, weil der hat halt Songs, die extrem in die Tiefe gehen, aber der Song, mit dem Grönemayer bekannt wurde, heißt Currywurst. Und das find ich geil. Ich mach nicht nur Songs, die traurig sind. "Weil ich wieder zuhause bin" ist zwar positiv, aber ist klar was ich meine. Ich kann auch mal einen Song machen, der Glückstadt heißt.

Wie Poisell versuche ich „alles“ zu machen, weil ich das auch bin. Ich möchte viele verschiedene Bereiche abdecken. Da hört man sich schon mal Kritik an, dass dein Album keine Struktur hat bzw. keinen Faden. Genau sowas wollen aber die Leute haben. Du gehst ja auch zu MCDonalds und kriegst einen Cheeseburger und keinen Döner. Mittlerweile kriegst du da ja auch eine Currywurst und trotzdem sind die erfolgreich. Also ich bin der Typ Grönemeyer oder Westernhagen von der Art her, da sie auch emotionale Nummern geschrieben haben, aber auch Titel wie „sexy“.

 

Würdest du auch gerne etwas mehr in Richtung Rock gehen?

Das nächste Album wird schon mehr auf die Fresse. Einer der Songs vom neuen Album heißt zum Beispiel „Lauter Leben“, und da geht’s auch nach vorne, vor allem gedanklich. Das erste Album ging gedanklich eher in die Richtung: was ist passiert, was war gewesen und wo komm ich her. Das zweite Album hat ganz klar die Blickrichtung nach vorne. Ich mach mir sehr viele Gedanken, wahrscheinlich sogar zu viele, aber lieber ein Wort zu viel, als zu wenig.

 

Wo war bis jetzt dein liebster Auftrittsort?

Das Konzert in Hamburg. Man muss sich vorstellen, wir haben in der Hamburger Prinzenbar gespielt, da war unser Album noch gar nicht veröffentlicht. Das ist ein legendärer, kleiner, geiler Club, wo zum Beispiel Rammstein das Video zu „Engel“ gedreht hat. Da waren auf einmal 250 Leute, wir werden ja im Norden vom NDR 2 supported und es war ausverkauft. Man hält das Mikrofon in die Menge, und die haben verdammt nochmal jedes einzelne Wort mitgesungen. Das war bestimmt auch für die ganze Band ein tolles Erlebnis, die auch schon viel erlebt haben, für mich sehr emotional.

Aber auch Cottbus war unfassbar. Wir haben im Bebel komplett die Hütte abgerissen. In Berlin sieht man die einzelnen Steps besonders gut. Wir haben mit 80 Zuschauern angefangen und beim nächsten Mal, waren es schon 300. Das waren für mich sehr schöne Erinnerungen. Auch hier im Spreeauenpark mit dem Feuerwerk, wo der letzte Song, „Weil ich wieder zuhause bin“ gespielt wurde, war richtig geil. Ich spiele sehr gerne zuhause, aber der Druck hier ist auch sehr hoch.

 

Die Erwartung auch?

Die Erwartung glaub ich nicht. Die Leute sagen...Oh, Knappe...Die sind dann live immer schon sehr überrascht.

 

Hast du davon schon mal geträumt, im Ausland zu spielen?

Es gibt mehrere Varianten, zum Beispiel mal im Goetheinstitut in der deutschen Botschaft in Indonesien zu spielen oder in Russland, aber ich glaube mit deutscher Musik im Ausland wirst du keine Chance haben. Also gar nicht, außer Nena mit „99 Balloons“. Rammstein ist auch so eine Ausnahme, weil Rammstein schon eine Eigenmarke ist.

Aber mit meiner Musik hast du keine Chance, will ich auch gar nicht. Deswegen mache ich auch deutsche Musik. Der deutsche Markt ist für mich ganz klar das Maß aller Dinge. Da lässt sich noch viel holen. Wir haben die Radiosender im Osten und  Norden komplett überzeugt. Bei dem Westen und dem Süden kämpfen wir noch ein bisschen, die haben uns noch nicht ganz auf dem Schirm. Das zweite Album wird dann der nächste Step sein.

 

Was ist dein Lebensmotto, was du vor allem der jüngeren Zielgruppe auf den Weg geben würdest?

Das Lustige ist, wir haben einen „Lauter Leben“-Song geschrieben und das ist auch grade meine Erfahrung: „Lasst uns lauter leben, lasst uns lauter werden, es kann uns keiner nehmen zu spät und früh zu sterben“. Das ist eine Zeile im Songtext, die mir sehr im Gedächtnis hängenbleibt. Man lebt im Endeffekt nur einmal. Ich bin jemand, der gerne mal etwas riskiert, und man muss damit leben, auch mal auf die Fresse zu fliegen. Andere gehen lieber sicher durchs Leben, können dann aber nicht so viel erwarten. Ich bin schon oft gegen die Wand gefahren und werde auch bestimmt noch 20-mal gegen die Wand fahren, aber dafür ist die Wahrscheinlichkeit groß, auch geile Sachen zu erleben. Und deswegen ist „Lauter leben, lauter werden“ die Zeile, die ich momentan favorisiere. Aber sowas ändert sich auch. Mit 13 waren die Bravo und Backstreet Boys, und jetzt ist meine Mucke wichtig. Und mit 50 ist es dann Andrea Berg oder Helene Fischer. [scherzhaft]

 

War das Chaos in deinem Leben der Auslöser, dass du einen bürgerlichen Job nicht unbedingt wolltest?

Mein Vater wollte immer, dass ich zur Bundeswehr gehe. In der Bundeswehr kriegst du gutes Gehalt, passiert nichts, kannst ins Ausland und und und. Ich hab dann das Studium angefangen und gemerkt, wie langweilig das ist, besonders Geographie. Ich war sehr froh, dass die Option Musik gekommen ist, und ich hab mir danach gesagt: entweder geh ich mit der Musik unter oder ich geh mit der Musik auf. Theoretisch könnte ich noch zurück, das will ich aber eigentlich nicht. Es kommt einfach der Punkt, wo man die Entscheidung für sich selber treffen muss.

 

Hast du die Entscheidung jemals bereut?

Na ich muss mit den Konsequenzen auch leben, die Leute denken ja, wenn man im Radio oder im Fernsehen läuft ist man Millionär, ich verdiene aber bestimmt weniger als der Kellner, der hier den Kaffee kocht... noch! Aber genau das Risiko bin ich ja eingegangen, weil ich wusste, ich muss jetzt investieren, und wenn‘s dann knallt, verdiene ich mich dumm und dämlich. Es ist noch nicht so, dass ich mir einen Mercedes leisten und hier auf dem Altmarkt cruisen kann. Musiker oder Sänger ist da normaler als normal, oftmals. Wir sind auch nur ganz normale Menschen.

 

Wünscht du dir selbst was für die Zukunft?

Was wünscht man sich... Schwierig zu beantworten, weil, wenn ich wüsste, was morgen passiert, wäre ich heute nicht hier, dann hätte ich eine Insel auf den Malediven und würde einfach nur mein Leben genießen, um‘s mal überspitzt zu sagen. Aber genau das nicht zu wissen, was morgen passiert, ist das Geile am Leben. Wenn du wüsstest, was morgen passiert, wäre kein Sinn mehr dahinter. Ich möchte die Zukunft mitgestalten.

 

Wo ist dein liebster Platz, wo du einfach mal die Seele baumeln lassen kannst?

Ich kann eigentlich nie die Seele baumeln lassen, so einen Platz gibt’s eigentlich nicht. Obwohl… doch: im Stadion der Freundschaft. Im Stadion bin ich sehr, sehr gerne. Ich weiß noch, als ich 12, 13 Jahre alt war, sind wir immer nachts ins Stadion und haben uns dann im Stadion auf den Mittelpunkt gelegt. Deswegen auch die Szene im Stadion: ich wollte da immer etwas drehen. Ich bin auch sehr stolz darauf miterlebt zu haben, wie Energie in die Erste Liga aufgestiegen ist und auch alles, was danach passiert ist.

Ich spiele am Freitag auch mit den Lausitzer Legenden, mit meinen Helden, unter anderem Irrgang, Geyer und viele andere spielen gegen Magdeburg. Und die haben mich eingeladen als Special Guest im BSV Stadion.

Auch in Berlin gibt es schöne Orte, es ist eine unfassbare Stadt, aber ich bin trotzdem ganz klar FCE-Fan. Mein Herz ist in Cottbus, mein Kopf in Berlin.