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Van Gogh, Picasso und du! – Dein Weg zum Künstler

Studium

„Du denkst darüber nach, Kunst zu studieren? Mutig, mutig. Willst du nichts Ordentliches aus deinem Leben machen? Kannst du denn sonst nichts? Wie wahrscheinlich ist es, dass du damit berühmt wirst?“ Das hört wohl jeder einmal, der sich dazu entschließt, Kunst zu studieren. Wer Künstler werden will, braucht Mut - da ist was Wahres dran. Allerdings auch Experimentierfreudigkeit, Ausdauer und natürlich eine Menge Kreativität. Aber wie läuft so ein Studium für bildende Kunst überhaupt ab? Was musst du bei der Bewerbung alles beachten? Was erwartet dich während des Studiums? Und wie steht es mit der beruflichen Zukunft danach?

Der harte Kampf um einen Studienplatz

Eins ist wohl klar: Plätze an Hochschulen für ein Studium der bildenden Kunst werden dir ganz sicher nicht hinterhergeworfen. An den meisten Hochschulen ist ein abgeschlossenes Abitur keine Pflichtvoraussetzung mehr für die Bewerbung. Wichtig ist vor allem, dass du dein Talent unter Beweis stellst. Dabei ist es von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich, wie du geprüft wirst. Bei manchen Prüfungen werden sie dir Theoriefragen über Epochen und Künstler stellen und dich auffordern, direkt vor Ort etwas zu zeichnen. An anderen Hochschulen wirst du eingeladen dich und einige deiner Werke zu präsentieren. Beim Präsentieren darfst du eins niemals vergessen: Die allheilige Mappe! Du präsentierst dich und dein Können in dieser Mappe. Beweise den Professoren, dass du abwechslungsreich und experimentierfreudig bist. Niemand erwartet von dir, dass du schon alles beherrschst – sonst könntest du dir ein Studium ja schließlich sparen – aber sie wollen sehen, dass du kreativ bist und Potential hast.

Was so alles in eine Kunstmappe gehört, findest du hier.

Unterschiedliche Universitäten haben unterschiedliche Konzepte

An manchen Hochschulen und Universitäten herrscht eine eher schulische Struktur mit überschaubaren Klassengrößen und einem Professor, der die Studenten die ganze Zeit über begleitet. Doch an den meisten Hochschulen ähnelt das Kunststudium eher gewöhnlichen Studienfächern mit Langzeitprojekten, die von Dozenten betreut, aber vor allem selbst erarbeitet werden müssen. An diesen Hochschulen besteht meistens auch die Möglichkeit über den Tellerrand hinaus zu sehen und weitere Nebenfächer zu belegen. Du solltest unbedingt bei der Wahl deiner Hochschule bedenken, welches Konzept dir lieber ist und bei welchem du glaubst, dich und dein Talent besser entfalten zu können.

Übung macht den Meister!

Jeder fängt mal klein an. Am Anfang lernst du die grundlegenden Techniken im Zeichnen, Malen und plastischen Gestalten. Später kannst du dich dann meist in eine dieser Richtungen spezialisieren. Viele Hochschulen haben richtige Werkstätte (z.B. für Holz, Metall, Gips, Fotographie, etc.), in denen du dich ausprobieren und neues lernen kannst. Doch das Kunststudium ist natürlich nicht nur praktisch. In der Theorie werden Epochen, Kunstgeschichte und Maltechniken behandelt.

Wer berühmt werden will, muss überzeugen können!

Es ist kein Geheimnis, dass du als werdender Künstler viele Hürden zu überwinden hast. Du musst Kontakte knüpfen und immer im Gespräch bleiben. Du musst Mut beweisen, auf die Leute zu gehen und darfst nicht nur darauf hoffen, entdeckt zu werden. Das Glück gebührt den Wenigsten. Die Künstlerszene wandelt sich stetig, deshalb musst du immer aktuell bleiben und dich und deine Werke immer wieder neu erfinden. Du musst begeistern und schockieren können und darfst auf keinen Fall langweilig werden.

Plan B bis Z

Glücklicherweise gibt es ja nicht nur den einen vorgeschriebenen Weg nach deinem Studium eine Galerie zu eröffnen und freier Künstler zu werden. Mit einem Abschluss in bildender Kunst kannst du auch in einem Museum als Kurator, Sammler oder Ausstellungdesigner, bei Behörden der Denkmalpflege, als Restaurateur alter Werke, bei Rundfunk- und Fernsehanstalten, in Theatern oder bei Werbeagenturen arbeiten. In Verbindung mit Pädagogik und einem Zweitfach kannst du auch Kunstlehrer werden oder mit dem Studiengang Kunsttherapie in Krankenhäusern, Freizeitzentren oder Einrichtungen für Behinderte oder Vorschüler arbeiten. Es gibt viele berufliche Perspektiven für einen Kunststudenten.