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Kaltes Eis und heiße Leidenschaft

Reportagen

In der Bofrost-Niederlassung Cottbus herrschen nur im Tiefkühllager eisige Temperaturen

Mario Schewerdas Augen leuchten, wenn er von seinem beruflichen Alltag spricht. Der 48-Jährige ist Niederlassungsleiter bei Bofrost in Cottbus, arbeitet mit Leidenschaft am täglichen Unternehmenserfolg und war jahrelang selbst Verkäufer in den verschiedensten Branchen.

Damals waren es noch Autos oder Berufsbekleidung, die er an die Frau oder den Mann brachte. „Doch der Direktvertrieb ist die unmittelbarste Möglichkeit, um mit dem Kunden in Kontakt zu kommen“, erzählt Mario Schewerda.
Deswegen wurde er 2004 Niederlassungsleiter in Cottbus. Eine Niederlassung von deutschlandweit 115. „Das Konzept von Bofrost hat mich überzeugt.“ Seitdem sieht sich der gelernte Diplom-Betriebswirt eher als Trainer seiner Mitarbeiter, denn als Chef der Niederlassung. Wo immer es sich anbietet, sucht er das Gespräch mit den Mitarbeitern und gibt, so gut er es kann, wertvolle Tipps. Insgesamt hat die Cottbuser Niederlassung 30 Mitarbeiter. „Grundsätzlich gibt es nach oben kein Limit, wenn der Erfolg stimmt, nehmen wir gerne neue Arbeitskräfte.“ Der Großteil der Mitarbeiter agiert als Verkaufsfahrer. Aber der Niederlassungsleiter erklärt, dass sie vorrangig auch Verkaufsberater sind. „Manche haben den direkten Umgang mit dem Kunden einfach im Blut, andere brauchen da etwas mehr Unterstützung.“ Denen wird aber mit Rat und Tat zur Seite gestanden, so Schewerda. Ein enges Coaching und gemeinsame Auslieferungen machen auch die „Neulinge“ fit für den Verkaufsalltag.
Eine weitere wichtige Berufsgruppe bei Bofrost sind die Lageristen. Die haben wohl einen der kältesten Berufe der Lausitz. Denn an ihrem Arbeitsplatz, dem Lager, herrscht eine Kerntemperatur von -22°C. Bei längeren Aufenthalten im Kühllager ist das Arbeiten nur mit Schutzkleidung erlaubt. Die Aggregate, die den 150 m² großen Raum auf Temperatur halten, laufen gerade im Sommer auf Höchsttouren. „Die Beladevorgänge laufen sehr schnell ab, damit die Lebensmittel ihre Temperatur nicht verlieren.“
Der Arbeitstag bei Bofrost Cottbus beginnt zwischen 3 und 4 Uhr. Dann sehen die Lageristen die Lade- und Kommissionierungslisten durch. Anhand dieser werden für die Verkaufsfahrer die Artikel herausgesucht und kommissioniert. Ab 8 Uhr beginnen die Verkaufsfahrer dann mit dem Beladen der Autos. Das letzte Fahrzeug rollt gegen 20 Uhr wieder auf das Gelände und die Arbeit ist für diesen Tag geschafft.
Den Abschluss der Berufsangebote bei Bofrost machen die Handelsvertreter, im engeren Sinne selbstständige Katalogverteiler und Telefonisten. Sie arbeiten für das Unternehmen und sind keine festen Angestellten. Trotzdem sieht Mario Schewerda in ihnen einen wichtigen und elementaren Bestandteil des Erfolges. „Diese Mitarbeiter bringen die Werbekataloge in die Haushalte und ermöglichen dadurch erst den Kontakt zu den Kunden.“ Hier kommt auch die Verkäufernatur des Niederlassungsleiters wieder zum Vorschein: „Wenn die Hausfrau sagt, dass sie „eigentlich“ nichts bräuchte, kann man es trotzdem charmant und seriös schmackhaft machen, sodass sie dann doch spontan zuschlägt.“ Die Kunst aus einer Absage noch einen Erfolg zu machen.
Als Bofrost-Mitarbeiter sind zwar Erfahrungen und Vorkenntnisse gut, aber nicht zwangsläufig wichtig, erklärt Schewerda. Ein höfliches Auftreten und Begeisterung für die Marke sind hingegen die halbe Miete. „Wir sind ein Unternehmen in dem das ‘Training on the Job‘, also die Einarbeitung am Arbeitsplatz, einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Durch das gute Coaching wollen wir allen Mitarbeitern persönlichen Erfolg ermöglichen und Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen.“

Und sonst noch?

• Bofrost betreibt in Deutschland 115 Niederlassungen, europaweit sind es 239

• Das Tiefkühlunternehmen Bofrost betreibt in erster Linie durch Kundenempfehlungen und durch Mund-zu-Mund-Propaganda Werbung

• Die Cottbuser Niederlassung besteht seit 1990, hat ungefähr 15.500 Kunden und macht derzeit jährlich 3,5 Millionen Euro Umsatz.

Der Gesamtumsatz von Bofrost hat in 2008 1,11 Milliarden Euro betragen.