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Ausbildungsfinder

Wer hat oder hatte nicht schon immer den großen Traum, die Welt zu bereisen und dabei noch die Creme de la Creme des Musikbusiness zu „unterstützen“?! Vermutlich die meisten von euch (wenn es sich nicht gerade um Tokio Hotel handelt). Für alle, bei denen die Stimme für eine gefüllte Konzerthalle und kreischende Groupies nicht ganz ausreicht, haben wir womöglich genau das Richtige. Willkommen in der „wunderbaren“ Welt der Roadies!

Doch was genau ist überhaupt ein Roadie?

Der Begriff Roadie wurde vom englischen Wort Road (= Straße) abgeleitet und verdeutlicht, dass diese Berufsgruppe einen Großteil ihres Lebens auf Reisen verbringt. Konkret formuliert, ist ein Roadie ein bei Live-Auftritten und Tourneen mitreisender Veranstaltungstechniker, der sich um Auf- und Abbau von Musikinstrumenten und Verstärkern sowie von Lautsprecher- und Lichtanlagen kümmert. Eine besondere Spezies stellt dabei der Backliner bzw. Instrumententechniker dar, der die mitgebrachten Gitarren stimmt und während des Konzerts den Musikern reicht. Nach den Auftritten verladen die Roadies das gesamte Equipment, oftmals mit der Unterstützung von  Stagehands (vor Ort angeworbene Hilfs­kräfte).

Zum Tour-Tross gehören außerdem Ton- und Lichttechniker, Bühnen- und Tour-Manager und manchmal auch eigenes Catering-Personal. Ende der Neunziger wurde in Deutschland der Ausbildungsberuf „Fachkraft für Veranstaltungstechnik“ geschaffen. Somit entstand erstmalig in Europa ein Standard für qualifiziertes Fachpersonal, wodurch das Berufsbild des Roadies professionalisiert werden konnte.

Es ist nicht immer alles Gold was glänzt… die Schattenseiten

Buckeln und mieses Essen. Drastischer kann man es wohl kaum beschreiben, das wirkliche Leben on the road. Reich wird man als Roadie nicht. Man sollte sich  auf ‘flexible’ Arbeitszeiten, kalte Hallen, lange Wartezeiten und schlechtes Catering einstellen. Die romantischen Vorstellungen vom Roadie-Dasein stammen wohl noch aus den sechziger/achtziger Jahren, als die Branche noch in den Kinderschuhen steckte und deutlich offener, unbekümmerter und vielleicht auch wirklich ‘romantischer’ war. Mittlerweile gibt es kaum noch eine große fahrende Road-Crew. Der größte Teil der Crew wird meist lokal gestellt und ist für Load-in und Load-out zuständig. Mit etwas Glück darf man sich aber die Show anschauen, bevor es wieder ans Ackern geht.