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Wildtierauffangstation Cottbus: Helden der Lausitz!

Leben

Abgelegen am Ende von Cottbus, nahe der Natur, befindet sich eine Auffangstation für Wildtiere. Betrieben wird diese von einer Frau, die viel Herzblut und Geld investiert, um den Lebewesen zu helfen, die es am dringendsten nötig haben: den Tieren. Zusammen mit ihrem Mann arbeitet Dr. Susanne Schmidt seit 1988 daran verletzten oder entkräfteten Wild- sowie Jungtieren einen Zufluchtsort zu bieten. Und das ist bitter nötig, denn ohne ihre Hilfe würden diese in der freien Wildbahn nicht überleben. 

Rehe, Schwäne & Co.

Es begann mit einem Höckerschwan, schnell genügten die Kapazitäten nicht mehr und die Wildtierauffangstation Cottbus-Skadow entstand mit mehreren Gehegen und Volieren.  Momentan sind 69 Tiere zu Gast: darunter Rehe, Steinmarder, Nebelkrähen, Fasane, Schwäne, Storche, Eulen und viele mehr. Nicht nur Privatpersonen stoßen auf hilfsbedürftige Tiere, denn oft ist es sogar die Feuerwehr, die diese zu Dr. Schmidts Praxis bringt. Häufig sind es Jungtiere, die ihre Mutter verloren haben. Diese kommen dann zu den Dauerpfleglingen, damit die Kleinen von ihren Artgenossen lernen können.

In der Umgebung ist Susanne Schmidt die einzige Tierärztin, die eine solche Auffangstation betreibt. Dr. Schmidt investiert seit 20 Jahren Zeit und Ersparnisse, um das Überleben notleidender Tiere zu sichern. Für neue Gehege oder Reparaturarbeiten ist die Auffangstation immer auf Spenden angewiesen. So wurde zum Beispiel  das Dach des Falkengeheges  durch Sturm „Herwart“ schwer beschädigt und muss nun, sobald ausreichend Spendengelder vorhanden sind, erneuert werden.

Von Kurzbesucher bis zu Dauergästen

Susanne Schmidts Ziel ist es, so viele Wildtiere wie möglich wieder auszuwildern, was sich nicht immer als leicht erweist, denn manches Tier ist sehr neugierig und nicht so scheu gegenüber Menschen wie eigentlich üblich. Ein besonderer Fall ist zum Beispiel ein Mäusebussard, der jeden Tag wieder zur Auffangstation von Dr. Schmidt kommt, um dort sein gewohntes Futter abzuholen. Besonders im Winter, wenn das Futter knapp ist, werden viele entkräftete Tiere wieder zur Auffangstation gebracht.

Was kannst du im Winter tun, um Wildtieren zu helfen?

Einfach mal den Laubhaufen im Garten liegen lassen! Denn dieser dient als warmes und weiches Bettchen für den Igel. Dazu schützt Laub die Wurzeln der Bäume vor Kälte. Solltest du allerdings mal einen Igel finden, der im Herbst nicht genug zu Fressen gefunden hat, dann kannst du ihm auch gerne Katzenfutter anbieten, aber sicherheitshalber solltest du ihn lieber zu einem Fachmann bringen, denn laienhafte Pflege kann dem Tier schaden. Bedenke auch, dass du den Igel im Herbst nicht stören solltest, denn dies ist die wichtigste Zeit für ihn, um sich auf den Winter vorzubereiten. Für Fragen diesbezüglich steht die dir Wildtierauffangstation Cottbus über Facebook gerne zur Verfügung. Auf der Facebookseite findest du auch weitere Infos, z.B. wie du die Auffangstation mit einer Spende unterstützen kannst.

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