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Gemeinsam statt gegeneinander – die Jugend der Linken

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PLANBAR stellt euch junge Menschen vor, die sich politisch für unsere Region engagieren. Heute: Die Jugendorganisation der Linken.

Für Politik haben sich Janik (18), Yasmin (18) und Madeleine (23) schon immer interessiert. „Mit 14 habe ich mir schon Bundestagsdebatten im Fernsehen angeschaut und habe immer wieder festgestellt, dass die Linken meiner Ansicht nach die besten Argumente hatten“, erklärt Janik Oelsch. Dem kann Mitschülerin Yasmin Kirsten nur beipflichten: „Ich weiß noch, dass mich die Reden von Gregor Gysi immer sehr begeistert haben.“ Durch den Kontakt zu Mitschülern und Freunden treffen die Jugendlichen unabhängig voneinander auf Gleichgesinnte, die ihnen den Kontakt zur Linksjugend Lausitz vermitteln. 2015 helfen die beiden Schüler vom Pückler-Gymnasium bei einer Aktion zum 1. Mai, die von der Linke organisiert wurde. Der Wille sich zu engagieren war geweckt.

Einsatz für die Jugend

Neben den linken Werten wie Toleranz, Gleichberechtigung und demokratischem Handeln, möchte  die Jugendorganisation auch direkt die Interessen der Menschen in der Region vertreten. „In erster Linie geht es uns um die Jugend in Cottbus“, sagt Janik. „Wir möchten, dass es mehr Jugendclubs und Begegnungszentren in Cottbus entstehen und die erhalten bleiben, die es schon länger gibt“, erklärt Madeleine. Im letzten Jahre haben sich die jungen Linken schon in ein paar Projekte, wie dem neuen Spielplatz in Sachsendorf und dem Familienhaus eingeklinkt. „Natürlich versuchen wir selbst auch Begegnungszentrum zu sein“, betont Janik.

Mehr Nachwuchs

„Generell sind bei uns alle willkommen“, sagt Janik. Dennoch gibt es zur Zeit in der Linksjugend nur sehr wenig Nachwuchs. „Wir organisieren viel und sind auch in den sozialen Netzwerken aktiv, das finden auch alle toll, aber bei uns bleiben will dann doch niemand“, meint Yasmin. Den Grund dafür sieht Madeleine in der aktuellen politischen Situation. „Den meisten Leuten geht es momentan relativ gut. Wer sich nicht benachteiligt fühlt, hat keinen Grund sich mit der Linken auseinander zu setzen“, erklärt die Studentin. „Damit wollen wir uns aber trotzdem nicht zufrieden geben“, betont Janik. „Wir lassen uns nicht entmutigen und knüpfen weiterhin Netzwerke mit andern linken Organisationen in Cottbus“, so der Abiturient.

Gratis Umarmungen, Nichtwähler und ein Kamel

Das rote Plüschkamel mit dem Namen ‚Gunnar‘ ist der Versuch mehr Cottbuser auf lockere Art zu erreichen. „Gunnar ist ein Kamelinks und seine beiden Höcker sind an die Pyramiden im Branitzer Park angelehnt“, erklärt Janik. „Wir glauben, dass die Leute von den großen bundespolitischen Themen die Nase voll haben, deswegen versuchen wir die Menschen in der Region mit kommunalpolitischen Themen zu erreichen. Dafür steht Gunnar“, sagt Madeleine. Unter dem Motto: „Die Linksjugend trampelt voran“ drehen die Jugendlichen auch eigene Videobeiträge für Facebook. „Zu den letzten Bundestagswahlen haben wir ein Video gedreht, um die Cottbuser Jugend zum Wählen zu bewegen – es hieß ‚10 Arten von Nichtwählern‘“, erzählt Yasmin. „Zur Weihnachtszeit haben wir auf dem Weihnachtsmarkt eine ‚Free-Hugs-Aktion‘ gemacht, um daran zu erinnern wie wichtig Frieden in der heutigen Zeit für uns alle ist“, betont Janik.

Kommunikation ist alles!

Die Zusammenarbeit mit anderen politischen Jugendorganisationen strebt die Linksjugend Lausitz ebenfalls an. „Wir waren schon in Schulen unterwegs und haben mit den Jusos, den Julis und der Jungen Union ein Speed-Dating organisiert, bei dem uns die Schüler löchern durften“, erinnert sich Yasmin. „Letztlich haben wir alle dasselbe Ziel. Wir möchten junge Menschen für das sensibilisieren was um sie herum passiert – da sollte man gemeinsam und nicht gegeneinander arbeiten“, betont Janik.