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Wie sie war: FRIDA KAHLO – Legende! Vorbild! Powerfrau!

Allgemein

In Lateinamerika noch immer gefeiert und ein Vorbild für viele Frauen,  ist Frida Kahlo eine der bekanntesten Künstlerinnen ihrer Zeit. Und das zu recht. Bereits zu Lebzeiten feierte sie mit ihren surrealistischen Werken großen Erfolg und war bei ihren meist männlichen Kollegen eine geschätzte und verehrte Kollegin.

Insgesamt hat sie in ihrem Leben 143 Werke geschaffen, 55 davon sind Selbstbildnisse. In ihren Bilden hat sie stets ihr Leben und Leiden verarbeitet.

 

Leben, Liebe, Leiden- und vielleicht doch glücklich?

Frida Kahlo wurde am 06. Juli 1907 in Coyoacan geboren. Später hat sie ihr Geburtsdatum auf das Jahr 1910 gelegt, auf Grund der dort stattgefundenen mexikanischen Revolution. Sie war nicht nur künstlerisch auf höchstem Niveau unterwegs, sondern hegte auch ein starkes Interesse für die Politik.

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Ihr Körper drängt sich von kindesan in den Mittelpunkt. Seit ihrem sechsten Lebensjahr litt sie an Kinderlähmung, wodurch ihr rechtes Bein kürzer war und sie deswegen humpelte. Als ob dieser Schicksalsschlag noch nicht genügte, hatte sie, kurz nach ihrem 18. Geburtstag, einen schweren Busunfall. Mitten durch ihr Becken bohrte sich eine Stahlstange, so dass sie ein Stahlkorsett oder einen Ganzkörpergips tragen  musste. Als ihr Vater eine Staffelei und Pinsel mit ins Krankenhaus brachte, legte er den Grundstein für ihre Kunst. Für Frida Kahlo war die Kunst eine Art Selbst-Therapie. Sie dachte nicht einmal annähernd daran, sich aufzugeben und lernte wieder laufen, womit keiner gerechnet hatte.  Dennoch hatte sie ihr Leben lang mit Schmerzen zu kämpfen, welche sie mit Drogen und Alkohol zu bekämpfen versuchte.

Im weiteren Verlauf ihrers Lebens lernte sie ihren späteren Ehemann Diego Rivera kennen, welcher ihre Malerei von Anfang an verehrte. Gemeinsam sind sie gereist, vor allem in den USA, wo Frida viele Kontakte mit bekannten Künstlern knüpfen konnte. Ihr Erfolg ließ auch nicht lange auf sich warten und sie wurde Teil einiger Ausstellungen in Amerika.  Die Ehe entwickelte sich schnell zu einem großen Fiasko. Die Schmierpresse berichtete immer wieder von Affären ihres Mannes. Auch ihre Schwester zählte darunter, obwohl Frida eine sehr enge Bindung zu ihr hatte. Als Frida von der Affäre zwischen ihrem Ehemann und ihrer Schwester erfuhr, trennte sie sich.

Frida Kahlo wollte von nun an ein eigenständiges Leben führen, geprägt von Selbstbestimmung. Sie suchte sich eine Wohung im Zentrum von Mexiko-Stadt und reiste, suchte Abenteuer und hatte zahlreiche Affären. Auch mit ihrer Kunst ging es voran. Folgedessen kam es auch zu einer Scheidung, doch bereits ein Jahr später heirateten sie erneut. Daraufhin ging sie nach Frankreich, arbeitete dort als Lehrerin für Malerei und Skulptur und feierte Erfolge mit verschiedenen Ausstellungen.

Doch ihre Wirbelsäule bereitete ihr immer größere Schmerzen. Sie ließ viele Operationen durchführen, was die Folge mit sich zog, dass sie im Rollstuhl sitzen musste. Kurz nach ihrer wohl größten Ausstellung verstarb Frida Kahlo am 13. Juli 1954.

«Man hielt mich für eine Surrealistin. Das ist nicht richtig. Ich habe niemals Träume gemalt. Was ich dargestellt habe, war meine Wirklichkeit.»                                                      Quellenangabe:Kerstin Stremmel:Realismus,erschienen im Taschen Verlag,2005

 

 

Foto: Caferspar/ http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Frida1.jpg