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Fit for Life – In der Schule lernt man eben nicht alles

Reportagen

Grau, langweilig, langsam, kompliziert. Das sind Klischees über Behörden. Leider muss man sich aber doch mit ihnen befassen. Aber wenn man dann davorsteht, haben viele junge Menschen keine Ahnung was sie dort dann überhaupt machen müssen.

Die Problematik

Nun hab ich die Schule jetzt schon das eine oder andere Jahr hinter mir, aber soweit ich mich erinnern kann, wurde mir da nicht beigebracht, wie man sowas beantragt. Überhaupt, habe ich erst in einem Gespräch mit einer Freundin herausgefunden, dass es Wohngeld gibt.  Und was ist mit BAföG, wie wird es beantragt, was ist es denn überhaupt? Welche Versicherungen braucht man? Was ist mit den Krankenkassen? In der Schule wird man nur in den seltensten Fällen auf diese wichtige Seite des Lebens vorbereitet. Wenn man nicht das Glück mit fachkundigen Eltern hat, dann steht man am Ende des Tages mit leeren Händen da.

Was man dagegen tun kann, wurde unter anderem auch auf der 2. Cottbusser Jugendkonferenz in einem Workshop besprochen. Teilnehmer waren vor allem Schüler, die es ja hauptsächlich betrifft, aber auch Vertreter aus der Politik und der freien Träger (das sind Jugendarbeiter die unabhängig vom Staat sind, aber trotzdem Geld von ihm bekommen).
Die Hauptfrage ist dabei, wie man diese Informationen in den Alltag der Schüler und Schülerinnen einbinden kann. Zur Wahl stehen verschiedene Möglichkeiten.

Fit for Life
Das Team hinter den Ideen. Matthias

Die Vorschläge

Die erste Idee ist die Einführung eines Unterrichtsfachs in den Lehrplan. In diesen Stunden, soll ein (fachkundiger) Lehrer oder Sozialarbeiter den Schülern Tipps und Tricks beibringen, um sich im Alltag nach der Schule zurechtzufinden.  Der Vorteil des Ganzen liegt darin, dass die Schüler sich so mit dem Thema befassen müssen. Gerade in den jüngeren Altersgruppen denken noch viele, dass sie das Thema aufschieben können und noch genug Zeit haben alles nachzuholen. Sofern sie überhaupt daran denken. Leider ist das meistens nicht der Fall, da es im Gymnasium irgendwann auf das Abitur und in der Oberschule auf die mittlere Reife zugeht, und die Prüfungen in dem Zeitraum einem dann doch wichtiger sind. Um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, würden hier Merkblätter oder Dummys (das sind Beispielhaft ausgefüllte Anträge oder Verträge) helfen.

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Die Projektgruppe beim Sammeln von Ideen Matthias

Eine zweite Variante ist die Einrichtung von Beratern und Schulsozialarbeitern, die den hilfesuchenden bei Fragen zur Seite stehen. Wichtig ist hierbei den jungen Leuten das mitzuteilen, dass es jemanden gibt, der ihnen gerne und schnell bei ihren Problemen hilft. Allerdings funktioniert das nicht eingleisig, die Berater können nicht auf alle Jugendliche zugehen, von der anderen Seite muss auch Zulauf kommen.
Zwei andere Wege wären entweder eine App für Smartphones, mit der Leute mit einem Problem schnell unterwegs noch alles nachschauen können, oder allgemeine Infoveranstaltungen die von der Stadt veranstaltet werden. Auch hier ist das Problem, das selbst wenn ein umfangreiches Angebot vorhanden ist, die Jugendlichen es auch nachfragen müssen.

 

Eine Lösung? – Wird sich zeigen.

Als eine mögliche Lösung wurde im Workshop dann eine Webseite gefunden, auf der Interessierte sich umfassend über die Probleme informieren können. Die Erstellung dieser Webseite wird dabei den Profis überlassen, die Ideen und der Aufbau der Seite kommen jedoch von den Schülern selbst. Tatkräftige Unterstützung sollen sie hierbei von den Jugend- und Sozialarbeitern erhalten, die sich mit dem Thema auskennen. Aber was steht denn nun genau auf der Webseite? Auch dazu hat sich der Workshop einige Gedanken gemacht. Auf der Webseite soll mithilfe eines Netzwerkes an Institutionen eine breite Plattform für Jugendliche geschaffen werden, auf der sie sich über die Themen Anträge, Verträge und ähnliche Ungeheuer informieren können. Zusätzlich soll sie auch das Thema Zukunftsplanung für Jugendliche angreifen, und mit Partnern aus der Region Informationsmöglichkeiten bieten. Natürlich muss das ganze erst mal aufgebaut werden, aber durch Projekte wie dieses können auch die jüngeren Generationen einiges verändern.

Fit for Life
Kreative Pause Matthias

Auf jeden Fall läuft da ein spannendes Projekt an dem sich gerne weitere Leute beteiligen können. Falls Du Interesse hast, dann frag doch einfach mal über
m-eck@lausitz.net nach, wann denn das nächste Treffen ist.

 

Bis dahin?

Natürlich steckt das ganze Programm noch in den Kinderschuhen und bis es fertig ist dauert es noch eine gewisse Zeit.  Solange musst du natürlich nicht warten. Dein PLANBAR-Team beschäftigt sich ja hauptsächlich mit dem Thema Ausbildung und Studium.

Grundlegende Informationen zu Ausbildungen findest du zum Beispiel hier:

http://planbar-magazin.de/deine-checkliste-zum-ausbildungsbeginn/

Informationen rund um das Studium findest du hier:

http://planbar-magazin.de/themen/studium/

Wenn du BAföG beantragen willst, kannst du hier die Bedingungen und Rechtsgrundlagen einsehen:

http://www.xn--bafg-7qa.de/