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Ein Gefühl für soziale Gerechtigkeit

Leben

PLANBAR stellt euch junge Menschen vor, die sich politisch für unsere Region engagieren. Heute: Die Jugendorganisation der SPD.

Dominic Hake (18) hat sich schon immer gern eingebracht, wenn es um seine Heimatstadt Finsterwalde geht. Über seinen Handballtrainer ist er zur Politik gekommen und im Alter von 16 Jahren in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) eingetreten. Mit ihr überschneiden sich seine persönlichen Ansichten am meisten: „Besonders wichtig ist mir der soziale Gedanke, für den die SPD steht: Leute, die weniger Geld als andere haben, sollten genauso gut an der Gesellschaft teilhaben können.“ Inzwischen ist Dominic sogar stellvertretender Vorsitzender der SPD in Finsterwalde.  „Leider schauen viele Menschen aus Bequemlichkeit nicht über den Tellerrand hinaus und meckern nur“, beobachtet der Abiturient. „Aber die Welt verändert sich und davor möchte ich mich nicht verschließen, sondern mitgestalten.“

Soft-Skills fürs Berufsleben

Von links: Alexander Piske (32), Dominic Hake (18), Tony Dewitz (28) und Florian Tausch (28) von der Finsterwalder SPD besprechen die Fragen für das nächste Kneipenquiz.
Daniel Friedrich

Auch Tony Dewitz (28) engagiert sich für die SPD. Der Master-Student von der BTU Cottbus-Senftenberg bezeichnet sich als sozial und liberal, also freiheitlich denkend. „Ich habe ein ganz gutes Gefühl für Gerechtigkeit. Außerdem mag ich es, über Themen und die Meinung anderer zu diskutieren“, erzählt Tony. Ihm macht es Spaß, Veranstaltungen zu organisieren, Präsentationen zu erstellen und sich mit anderen SPD-Mitgliedern zu vernetzen. „Das sind Soft-Skills, die ich auch später im Beruf gut gebrauchen kann“, findet der Student.

Rund 30 junge Menschen aus dem Elbe-Elster-Land engagieren sich wie Dominic und Tony für die „Jusos“, die jungen Sozialdemokraten. Die meisten machen das neben der Schule, ihrem Studium oder der Arbeit. Auf Konferenzen treffen sie sich mit anderen Politikinteressierten aus Brandenburg und Deutschland. Dort tauschen sie sich aus und versuchen möglichst Viele von ihren Ideen zu überzeugen. Wenn es gut läuft, dann können es die Vorschläge der Jusos sogar bis in den Deutschen Bundestag nach Berlin schaffen!

Ein Jugendparlament für Finsterwalde?

Toll würden es die Jusos zum Beispiel finden, wenn es in Finsterwalde ein Jugendparlament geben würde. „Aber dazu sind wir leider momentan zu wenige Leute“, bedauert Dominic. Auch für die Zukunft der Lausitz hat er Ideen: So sollte es einen Plan dafür geben, was passiert, wenn einmal keine Braunkohle mehr gefördert wird. „Die Energiebranche ist sehr wichtig für unsere Wirtschaft. Wir brauchen Alternativen für die Arbeits- und Ausbildungsplätze dort.“

Momentan schreibt Dominic Bewerbungen für die Zeit nach seinem Abitur. Sein politisches Engagement sieht er dabei als Vorteil: „Ich bin rhetorisch gut und kann bei Vorstellungsgesprächen damit punkten, dass ich Dinge gerne anpacke.“ So organisiert er zusammen mit anderen SPD-Mitgliedern auch zwei Mal im Jahr ein Kneipenquiz in Finsterwalde. Dabei geht es weniger darum, Wissen über Politik zu beweisen. Vielmehr soll es ein spannender und unterhaltsamer Abend für die jungen Finsterwalder sein.