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Nichts für schwache Nerven – das duale Studium beim Finanzamt

Studium

Ein Leben in der Welt der Finanzen ist genau das Richtige für dich? Das duale Studium zum Diplom-Finanzwirt bietet noch viel mehr! Es kombiniert die theoretischen Inhalte in der Fachhochschule ideal mit den praktischen Aufgaben im Finanzamt. Dilan Eker und Sebastian Beyer sind im zweiten Studienjahr und erzählen uns, was das Besondere an dem dualen Studium ist.

Wieso habt ihr euch für das duale Studium beim Finanzamt entschieden?

Sebastian: Ich habe bereits eine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht und danach überlegt noch ein Studium zu machen. Ich habe den Tipp bekommen, dass das Finanzamt das duale Studium anbietet. Studieren und dabei noch Geld verdienen, das fand ich super. Und das Finanzamt ist zudem noch ein sicherer Arbeitgeber.

Dilan: Für mich stand nach dem Abitur fest, dass ich studieren will. Und bei dem dualen Studium wird Praxis und Theorie super miteinander verbunden. Außerdem hat man beim Finanzamt später gute Perspektiven.

Wie sah der Auswahl-Prozess bei eurem dualen Studium aus?

Sebastian: Die Bewerbung erfolgt online. Besteht man die Vorauswahl, wird man zu einem Test eingeladen, bei dem Deutsch- und Mathekenntnisse sowie Allgemeinwissen abgefragt werden. Wenn man diesen gut absolviert, wird man zum  Vorstellungsgespräch eingeladen.

Wie sieht der Wechsel zwischen Theorie und Praxis bei eurem dualen Studium aus?

Dilan: Die Hochschule ist in Königs Wusterhausen. Der Wechsel zwischen Theorie und

Praxis ist eher unregelmäßig. Im ersten Jahr hatten wir viel Theorie, jetzt im zweiten mehr Praxis. Insgesamt besteht das Studium aus 21 Monaten Theorie und 15 Monaten Praxis.

Welche Fächer habt ihr in der Fachhochschule?

Sebastian: Der Schwerpunkt liegt auf dem Steuerrecht, z.B. Einkommenssteuer, Umsatzsteuer, Besteuerung der Gesellschaft, Bilanzsteuerrecht, öffentliches Recht und vielem mehr. Wir haben aber auch andere Fächer, z.B. Wirtschaftswissenschaften oder Sozialwissenschaften. Dort lernen wir, wie wir mit Steuerpflichtigen kommunizieren.

Könnt ihr die Dinge, die ihr theoretisch gelernt habt, dann auch direkt im Finanzamt praktisch anwenden?

Dilan: Da wir in der Hochschule hauptsächlich Steuerrecht lernen, muss man das im Finanzamt in den einzelnen Abteilungen dann auch anwenden können. Zum Beispiel in der Betriebsprüfung: Wir müssen wissen, wieso wir die einzelnen Dinge tun dürfen und welches Gesetz es uns erlaubt.

Und welche Abteilungen lernt ihr im Finanzamt kennen?

Sebastian: Die Einsatzgebiete sind in der Studienordnung geregelt. Wir lernen all Abteilungen, die es im Finanzamt gibt, z.B. die Veranlagung, kennen, weil wir noch nicht wissen, wo wir nach dem Studium eingesetzt werden. Deshalb werden alle dualen Studenten als Generalisten ausgebildet, das heißt, dass wir nach dem Studium jede Stelle im gehobenen Dienst im Finanzamt besetzen könnten.

Viele Leute meinen, das duale Studium wäre sehr stressig und mit wenig Freizeit verbunden. Wie seht ihr das?

Sebastian: Als sehr stressig empfinde ich es nicht. Es ist zeitintensiv und arbeitsaufwendig. Aber mit einem guten Zeitmanagement hat man dennoch viel Zeit für Familie, Freunde, Hobbys. Und wie beim normalen Studium gibt es Phasen, wo es mal stressig oder entspannt ist.

Was habt ihr nach dem Studium vor? Gibt es die Möglichkeit, nach dem Studium noch einen Master dran zu hängen?

Dilan: Nach dem Studium sind wir Diplom Finanzwirte. Wir können dann Sachbearbeiter im gehobenen Dienst werden. Einen Master kann man nicht machen, weil es ein Diplom-Studium ist. Es gibt aber viele Fortbildungen und Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des Amtes. Ich möchte nach dem Studium aber erstmal hier anfangen zu
arbeiten.
Sebastian: Im Laufe der Zeit kann mandann auch innerhalb vom Finanzamt die Stellen wechseln. So wächst man ständig an seinen Aufgaben. Wenn man merkt, man hat sein Maximum erreicht, gibt es die Möglichkeit, eine andere Stelle anzunehmen und dort
seine Entwicklung voranzutreiben.

Seid ihr dann an das Finanzamt hier in Cottbus gebunden?

Dilan: Nicht an Cottbus, aber an das Land Brandenburg. Nach dem Studium erfolgt der Ersteinsatz in einem Finanzamt des Landes Brandenburg, da wir ja ein Beamtenverhältnis hier haben. Wenn man in ein anderes Bundesland
möchte, kann man sich aber  einen Tauschpartner suchen.

Und zu guter Letzt – was begeistert euch an dem dualen Studium beim Finanzamt?

Dilan: Ich finde es super, dass nach Bedarf ausgebildet wird. Die Übernahmechance ist sehr hoch. Sobald man die Laufbahnprüfung bestanden hat und einen guten Notendurchschnitt hat, wird man übernommen.

Sebastian: Mich begeistert zudem auch noch die gute Struktur. Ein Stundenplan an der Hochschule und genaue Klausurenzeiten ermöglichen eine gute Planungssicherheit und machen Zeitmanagement möglich. Außerdem ist die Stelle im Finanzamt ein
sicherer und familienfreundlicher Job.

 

Du interessiert dich für Finanzen und Steuerrecht und möchtest gern hier in der Region bleiben? Dann ist das duale Studium beim Finanzamt optimal – Das Finanzamt bietet einen sicheren Arbeitsplatz und gleitende Arbeitszeit, auch schon während der Ausbildung.